Hornoer feiern mit ihrem Spielmannszug

Mit einem Umzug entlang der Dorfaue im Forster Stadtteil Horno, angeführt vom hieransässigen Spielmannszug, begannen am vergangenen Samstag Punkt 14:00 Uhr die Feierlichkeiten anlässlich des 95jährigen Gründungsjubiläums des Spielmannszuges. In den Zug reihten sich Traditionsfeuerwehren mit ihren uralten Handdruckspritzen, die im Rahmenprogramm ein Handdruckspritzentreffen veranstalteten.

Zu dem kleinen Fest begrüßte der Leiter des Spielmannszuges Roland Naparty u.a. die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek sowie den Hornoer Ortsvorsteher Bernd Siegert.

Simone Taubenek würdigte in ihren kurzen Grußworten das Engagement der Hornoer. Seit 15 Jahren bereichern die Einwohner des neu hinzugekommenen Forster Ortsteils mit ihren Aktivitäten das Stadtleben. „Ich wünsche Ihnen deshalb immer ausreichend Nachwuchskräfte und dem Fest viel Spaß“, so Taubeneck. Sie übergab an Ortsvorsteher Bernd Siegert eine Collage des Spree-Neiße-Landrates für die Teilnahme der Hornoer an der Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“. Siegert verwies in seinen Dankesworten darauf, dass ohne die Unterstützung der Stiftung Horno vieles nicht möglich wäre. So übernahm die Stiftung auch als kleines Dankeschön für die geleistete Arbeit die Kosten des Jubiläumsfestes.

1923 wurde der Spielmannszug im „alten“ Horno gegründet. Wann genau und wo lässt sich aus der Chronik nicht mehr ermitteln. Mittlerweile ist der Spielmannszug der einzige in Forst. Etwa einen Auftritt pro Monat können die Spielleute verzeichnen. Mit 20 aktiven Mitgliedern ist der Verein gut aufgestellt. Das ältestes Mitglied ist Alfred Tabor (80), der 15 Jahre die Geschicke des Spielmannszuges leitete, ehe er die Leitung an seinen Nachfolger Roland Naparty übergab. Lena Naparty ist mit 11 Jahren das jüngste Mitglied. Geübt wird jeden Mittwoch um 19:30 Uhr im Vereinszimmer im „Hornoer Krug“. Auch wenn der Bestand stabil und durch den Nachwuchs zukunftsträchtig ist, freuen sich Roland Naparty und Organisationschefin Petra Schimtz jederzeit über neue Interessenten.

Seit den Feierlichkeiten zum 85. Geburtstag des Spielmannszuges sind die Treffen der Traditionsfeuerwehren mit ihren Handdruckspritzen ins Festprogramm integriert. In diesem Jahr fanden die „Alten Kameraden“ der Feuerwehren aus Fehrow, Briesnig, Gahry, Drehnow, Peitz-Ottendorf, Tauer und Forst den Weg auf die Hornoer Festwiese gegenüber des Feuerwehrgebäudes. Hier wurde demonstriert, wie vor 100 Jahren gelöscht wurde. Dabei ging es nicht immer um Schnelligkeit und zwischendurch wurde auch mal ein Bierchen gezischt.

Mit der Handdruckspritze aus Tauer mit dem Baujahr 1897 war eine der ältesten Handdruckspritzen der Region am Start. Wesentlich jünger ist dagegen die Hornoer Spritze aus dem Jahr 1925 – sie ist fast so alt wie der Spielmannszug.

Höhepunkt des Nachmittags war eine Wasserkette aller anwesenden Feuerwehren. Mit der musikalischen Unterstützung der „nAund“-Blasmusik, die den Rhythmus vorgab, pumpten die Kameraden eifrig an ihren jeweiligen Handdruckspritzen das Löschwasser bis zur nächsten Station. Gefühlte 10 Minuten dauerte es, ehe auch die letzte der aufgereihten Spritzen mit Wasser versorgt war und unter dem Applaus der Zuschauer im hohen Strahl das Naß auf der Festwiese verteilte.

Vorführungen der DRK-Rettungshundestaffel sowie der Auftritt des Hornoer Männergesangsvereins Euterpe rundeten das Jubiläum ab. Im Festzelt spielte bis in die Abendstunden die „nAund“-Liveband, der „Hornoer Krug“ sowie die Bäckerei Merschank sorgten für die kulinarische Versorgung auf der Festwiese. Die jüngsten Besucher konnten sich auf der Hüpfburg vom Kindermobil austoben.

Naundorfer Feuerwehr-Jubiläum endet mit unfreiwilligem Wasserbad

Mit einem Festumzug durch das Gut Neu Sacro begannen am vergangenen Samstag die Feierlichkeiten anläßlich des 125jährigen Gründungsjubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Naundorf.

Pünktlich um 9:00 Uhr setzte sich der Zug – angeführt vom Hornoer Spielmannszug – in Bewegung. Nach einer Runde durch das Rondell des Gutes Neu Sacro ging es weiter zur benachbarten Festwiese, wo im Anschluß die 23. Forster Stadtmeisterschaften im „Löschangriff nass“ stattfanden. Der Veranstaltungsort war bewußt gewählt, zählt doch Neu Sacro zur Gemarkung Naundorf.

Eingefunden hatten sich die Ortswehren von Forst, die ihrerseits der Naundorfer Freiwilligen Feuerwehr ihre Glückwünsche überbrachten. „Es scheint eine ziemlich trockene Gegend zu sein“, stellte Ortswehrführer Matthias Elster belustigt angesichts der überwiegend alkoholischen Präsente fest. Verwaltungsvorstand Jens Handreck übergab als Vertreter der Stadt Forst (Lausitz) an die Naundorfer Kameraden einen Scheck zur Anschaffung weiterer notwendiger Materialien.

Gegründet wurde die Naundorfer Feuerwehr am 23. Februar 1893. Wo genau die Gründung stattfand, lässt sich aus der Feuerwehrchronik nicht entnehmen. Zu jener Zeit revolutionierte Bismarck das Feuerschutzwesen in Deutschland. Im Gegensatz zu anderen Wehren, bei denen meist örtliche Turnerschaften den Aufbau der Feuerwehren vorantrieben, ging in Naundorf die Initiative von der Bürgerschaft aus. 26 Gründungsmitglieder vermerkt die Chronik. Erster Wehrführer war Gottlieb Britze. Für die darauffolgenden Jahrzehnte zählt die Chronik 12 Wehrführer. Seit 2007 verantwortet Matthias Elster die Geschicke seiner Feuerwehr.

Zur Erstausstattung gehörte lediglich eine Handdruckspritze, die von Pferdegespannen gezogen wurde. Untergebracht war die Spritze im damaligen Nachtwächterhäuschen. Ein Schlauchtransportanhänger, gezogen von einem Traktor, war ab 1958 jahrelang das einzige Löschgerät, ehe es 1985 von einem Barkas-Löschfahrzeug TS 8 ersetzt wurde. Am 29.11.2011 erhielt die Naundorfer Feuerwehr ein modernes Tragkraftspritzenfahrzeug, welches noch heute im Bestand ist. 11 Kameraden in der Ehrenabteilung sowie 15 aktive Kameraden engagieren sich in der Wehr. Ältestes Mitglied ist Eberhard Lehmann (Jahrgang 1931), das jüngste Mitglied ist Jonas Woidtke mit 17 Jahren.

Der 2004 gegründete Förderverein unterstützt die Naundorfer Feuerwehr z.B. bei der Beschaffung von T-Shirts oder der Finanzierung des diesjährigen Jubiläums. Aus dem Ortsleben ist die Feuerwehr nicht mehr wegzudenken, bewahrt sie doch Traditionen wie das Maibaumaufstellen oder das Osterfeuer.

Zu den schwierigsten Einsätzen gestalteten sich in der Vergangenheit vorwiegend die Hochwasser. So waren die Kameraden beim Elbe-Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Mühlberg 2 Tage ununterbrochen im Einsatz. Auch die Neiße-Hochwasser 1897, 1958 in Briesnig und 2010 in Sacro waren für die Naundorfer Kameraden besondere Bewährungsproben, ebenso wie im Januar 2014 ein Scheunenbrand in Briesnig.

Stimmungsvoll verliefen die 23. Forster Stadtmeisterschaften im „Löschangriff naß“, die in die Feierlichkeiten zum 125jährigen Geburtstag eingebunden waren. Insgesamt 10 Mannschaften gingen an den Start.

Zunächst zeigte der Feuerwehrnachwuchs, was er drauf hat. Stadtmeister wurde bei den 10-14jährigen Mädchen die Mannschaft der Neu-Hornoer Feuerwehr. 37,63 Sekunden stehen am Ende zu Buche. Auch die Jungs der AK 10-14 aus Neu Horno siegten mit 20,38 Sekunden. Bei den älteren Jungs (14-17 Jahre) ging mit der gleichen Laufzeit der Sieg ebenfalls an die Hornoer.

Stadtmeister bei den Damen wurde „Sacdorf“. Nun hat Forst nicht etwa über Nacht einen neuen Ortsteil bekommen. Mangels eigener Frauen-Mannschaften schlossen sich spontan die Mädels der befreundeten Sacroer und Naundorfer Feuerwehren zu einer Staffel zusammen und holten sich auf der 100-Meter-Bahn mit 48,14 Sekunden den Stadtmeistertitel.

Dramatisch wurde es anschließend bei den Läufen der Ortswehren. Erst wurde die Sacroer Mannschaft disqualifiziert, weil sich der Saugkopf im Wasserbecken löste, was nicht regelgerecht ist. Dann erwischte es auch den Gastgeber. Kameradin Sandra Schuhart glitt nach dem Start beim Laufen zur Zielscheibe der Verteiler aus den Händen. Beim Aufschlag des Verteilers auf dem Boden löste sich die Schlauchkupplung. Da die Schläuche bereits unter Druck standen, artete ihr Malheur zu einer unfreiwilligen Wasserdusche für sie aus. Am Ende blieb die Zeit bei 58,61 Sekunden stehen, was in der Endabrechnung Platz 5 bedeutete. Der Sieg ging 31,42 Sekunden an die Ortswehr Neu Horno vor Forst (31,79 sek) und Groß Bademeusel (32,97 sek.). Vierter wurde Eulo mit 39,04 sek. Der Titelverteidiger aus Mulknitz war nicht am Start. Alle Stadtmeister sind somit für die Kreismeisterschaften qualifiziert.

Auch rings um die Wettkampfstrecke wurde einiges geboten. Für die Kinder gab es eine Schminkecke und eine Hüpfburg. Nebenan wurde ein Hindernis-Parcour aufgebaut. Hier konnten die Kinder nach Slalomlauf und Sprungübung ihre Zielgenauigkeit beim Wasserspritzen auf Holzkameraden testen. Zur gastronomischen Versorgung der Besucher bot die Forster Feuerwehr Erbseneintopf aus der Gulaschkanone an. Die Mädels der Naundorfer Sportgruppe zeigten in der Pause zur Musik von „Fluch der Karibik“ eine Choreografie mit Kampfsportelementen.

Die Naundorfer Sportgruppe

Der Hindernis-Parcours für die Jüngsten

Groß war das Gelächter, als die Naundorfer Kameraden nach der Siegerehrung drei neue Mitglieder zünftig im Wasserbecken tauften.

Die Titelhamsterer aus Neu Horno

Den Abschluß der Feierlichkeiten bildete am Abend eine Festveranstaltung im zum Saal umgebauten ehemaligen Kuhstall des Gutes Neu-Sacro.

Wehrführer der Forster Feuerwehr verabschiedet

Mit Sirenengeheul und einer großen Gästeschar wurde der bisherige Stadtwehrführer Bernd Frommelt am Sonnabend im Gerätehaus Mitte aus dem aktiven Dienst verabschiedet und in die Alters- und Ehrenabteilung der Forster Freiwilligen Feuerwehr versetzt.

Abordnungen von Feuerwehren aus den umliegenden Städten und Gemeinden, der Berufsfeuerwehr Cottbus, der LEAG-Werksfeuerwehr, dem THW Ortsverband Forst sowie der Partnerwehren aus Stadt Wehlen (Sachsen) und Oberursel (Hessel) waren gekommen, um sich für die jahrelange gute Zusammenarbeit zu bedanken. Auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft reihten sich in die Schlange der Gratulanten ein.

In seiner kurzen und emotionalen Abschiedsrede mit einigen unterhaltsamen Anekdoten aus seiner Dienstzeit als Wehrführer erinnerte sich Bernd Frommelt noch einmal an die besonderen und neuen Herausforderungen, die mit der politischen Wende in der DDR und der darauf folgenden deutschen Wiedervereinigung auf ihn und die Forster Feuerwehr warteten. Als „meine Feuerwehr“ bezeichnet Bernd Frommelt stolz seine zweite große Liebe, der er nun schon über 50 Jahre die Treue hält, und bedankte sich bei den vielen Mitstreitern und Kameraden. „Die Zusammenarbeit unserer Freiwilligen Feuerwehren mit der Cottbuser Berufsfeuerwehr sowie der LEAG-Werksfeuerwehr ist beispielgebend für Brandenburg!“, resümierte Frommelt. Gleichzeitig nutzte er diesen Anlaß, um sich für Fehler aus der Vergangenheit bei den Kameraden der Forster Wehr zu entschuldigen: „Hätte ich damals vorausgeahnt, welche Konsequenzen mein Handeln für den Einzelnen hat, hätte ich ganz bestimmt anders gehandelt!“. Eine große Geste, die von den anwesenden Kameraden und Gästen mit viel Applaus honoriert wurde.

„Ein besonderer Dank geht an die Stadt Forst, die immer ein Interesse an ihrer Freiwilligen Feuerwehr gezeigt hat“, so Frommelt. Jens Handreck, stellvertretender Bürgermeister, gibt diesen Dank zurück: „Bernd war und ist immer mit Feuereifer dabei gewesen!“. Als Dankeschön seitens der Stadt überreichte er Bernd Frommelt einen Laptop „als Starthilfe, mit der Du Deine neue Aufgabe, die Aufarbeitung der Geschichte der Ortswehren, in Angriff nehmen kannst.“

Als letzte Amtshandlung und symbolischen Staffelstab übergab Bernd Frommelt im Anschluß an die Grußworte eine goldene Löschspritze an seinen Nachfolger Andreas Britze.

Forster feiern mit ihrer Feuerwehr

Wer ein Jubiläum zu feiern hat, lädt sich Gäste ein, lässt sich beschenken und veranstaltet ein Fest. Das dachte sich auch die Freiwillige Feuerwehr Forst, die in diesem Jahr ihren 135. Geburtstag feiert, und lud am vergangenen Samstag zu einem großen „Tag der Feuerwehr“ in die Forster Innenstadt ein. Geschenke gab es natürlich auch.

Mit Sirenengeheul und einem Begrüßungsappell begann für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Forst um 10:00 Uhr der Jahreshöhepunkt. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Areal zwischen Gerätehaus, Stadtkirche und Rathaus längst in eine Blaulichtmeile verwandelt. Überall waren Einsatzwagen der Ortsfeuerwehren sowie der angereisten Gastwehren postiert.

Unter den Ehrengästen waren die Forster Rosenkönigin Elisabeth I., der Forster Bürgermeister Philipp Wesemann, Verwaltungsvorstand Jens Handreck und Kreisbrandmeister Wolfhard Kätzmer.

„Forst war noch nie so sicher wie heute!“, resümierte Bürgermeister Philipp Wesemann zu Beginn seiner kurzen Grußworte mit Blick auf die vielen Feuerwehrfahrzeuge. Und wie es sich für einen Gratulanten gehört, kam er nicht mit leeren Händen. Neben einen Scheck für die Feuerwehr gab es noch einen weiteren Scheck über 300,- Euro für die „Feuerwichtel“. Die jüngsten und kleinsten Mitglieder der Feuerwehr feiern in diesem Jahr ihr 5jähriges Jubiläum. Der Erlös stammt aus der Versteigerung von Fahrrädern.

Auch der „Verein zur Förderung der Freiwilligen Feuerwehr Forst (Lausitz) e.V. „ gratulierte und übergab an die Jugendfeuerwehr zwei Mehrzweckzelte.

Herzlich begrüßt wurden neben den rund 20 Gastwehren auch Vertreter der befreundeten Feuerwehren aus Oberursel (Hessen), Stadt Wehlen (Sachsen), aus dem tschechischen Bukovice und dem polnischen Brody.

Auch wenn viele Kameraden in die Organisation und die Abläufe des Festtages eingebunden waren – die Einsatzbereitschaft der Forster Feuerwehr war trotzdem gesichert. „Wir haben eine spezielle Truppe eingeteilt, die im Notfall sofort ausrücken kann. Das ist auch mit der Leitstelle in Cottbus so abgesprochen“, beruhigt Stadtbrandmeister Bernd Frommelt.

Viel zu sehen und zu bestaunen gab es für die Forster und ihre Besucher. In der Hochstraße gab es historische Löschtechnik zu bestaunen: angefangen von einfachen Handdruckspritzen aus dem Beginn des vorigen Jahrhunderts über das legendäre G5-Tanklöschfahrzeug bis hin zu W50- und Robur-Löschfahrzeugen, die z.T. heute noch im Einsatz sind.Historische Fahrzeuge

Entlang der Promenade standen die modernen Brandbekämpfungsfahrzeuge. Gegenüber auf dem Parkplatz am Rathaus gab es Vorführungen von Feuerwehrtechnik für gefährliche Güter und ABC-Gefahren. Das DRK, die Landes – sowie Bundespolizei sowie die Rettungshundestaffel präsentierten sich in der Cottbuser Straße und beantworteten geduldig die vielen Fragen der Besucher.

Hauptattraktionen waren aber die Spezialfahrzeuge, die rund um die Stadtkirche Aufstellung genommen haben. Neben Feuerwehrbooten zur Wasserrettung und Fahrzeugen zur Waldbrandbekämpfung war auch das Technische Hilfswerk aus Cottbus sowie Forst mit schwerer Technik angerückt. Zu Demonstrationszwecken errichtete die Vattenfall-Werkfeuerwehr ein großes Wasserbecken mit seitlichen Zuschauerrängen. Hier zeigten Taucher ihr Können.

Für viel Lärm und staunende Gesichter, vor allem bei den Kindern, sorgte die Werkfeuerwehr Schwarze Pumpe bei der Demonstration ihres Abgas-Löschfahrzeuges. Mittels eines umfunktionierten MiG-17-Triebwerkes kann Löschwasser bis 150m weit und 30m hoch in einem horizontalen Winkel von 180° gleichmäßig über den Brandherd verteilt werden. Diese Technik kommt besonders bei großflächigen Bränden oder bei Gasexplosionen zum Einsatz.Abgas-Löschfahrzeug

Was passieren kann, wenn in der heimischen Küche das Speiseöl anfängt zu brennen, zeigten Kameraden der Spremberger Feuerwehr. In Windeseile breitete sich das Feuer in der nachgebauten Küche aus und konnte nur noch durch das beherzte Eingreifen zweier Löschteams unter Kontrolle gebracht werden.

Aber nicht nur auf der Erde, sondern auch in luftiger Höhe ist die Feuerwehr im Einsatz. Die Kameraden der Tiefen- und Höhenrettung zeigten verschiedene Techniken, wie eine verunfallte Person aus großer Höhe, z.B. der Plattform der Forster Stadtkirche, gerettet werden kann. Dazu benutzten sie den Teleskopmast (umgangssprachlich als Feuerwehrdrehleiter bekannt), ein Schrägseil oder einen Rettungsschlauch.Höhenrettung

Beinahe im Halbstunden-Takt gab es zwischen Stadtkirche und Pestalozziplatz spektakuläre Vorführungen und Aktionen zu erleben. Auch die Jugendfeuerwehr konnte zeigen, was sie schon so alles gelernt hat.

Bernd Frommelt zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz. „Das ist wie ein kleines Stadtfest. Durch die vielen Standorte mit ihren Aktionsflächen ist ständig etwas los. Deshalb auch noch einmal mein Dank an die vielen Feuerwehren, die uns beim ‚Tag der Feuerwehr‘ unterstützt haben!“Wasser aus allen Rohren

Mit viel Beifall bedankten sich auch die zahlreichen Zuschauer bei den Feuerwehrmännern und -Frauen für deren Vorführungen und Erklärungen. Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass möglichst wenig davon im Ernstfall angewandt werden muss!

Erstveröffentlichung am 26.09.2016 in der
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