„Zauberpeter“ freut sich auf den „Weihnachtszauber“ in Forst

Es gibt Zeitungsrubriken, die beginnen mit: „Was macht eigentlich…?“. Meist wird dann an Menschen erinnert, die man schon lange tot glaubte oder die zu Recht in Vergessenheit geraten sind. Und es gibt Personen, da genügt ein Stichwort, um zu wissen, wer gemeint ist: Franz Beckenbauer bleibt für alle Zeit der „Kaiser“, „Poldi und Schweini“ kennen selbst Fußball-Verächter.

Zauberpeter“ ist auch so ein Synonym. Der 1943 in Forst (Lausitz) geborene Peter Lehmann verzaubert über Generationen hinweg zunächst das ostdeutsche Publikum, promoviert zwischendurch im Fach Physikalische Chemie und startet noch zu DDR-Zeiten als Dr. Peter Kersten eine Weltkarriere. „The Magic Doctor“ tritt u.a. vor der Tochter des amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter auf. Auch der spanische König Juan Carlos bucht den Künstler für eine Privatvorstellung.

Zauberpeter , der zaubernde Moderator Dr. Peter Kersten zaubert auf Schloss Kuckuckstein
Foto: Dirk Sukow

Im DDR-Fernsehen erreichen seine Sendungen „Kunterbunt“ und „Zauber auf Schloss Kuckuckstein“ Kultstatus.

Die Gastspiele rund um den Erdball hinterlassen bei dem Weltenbummler Sehnsüchte, die er sich nach dem Ende der DDR erfüllt. Mit einer Filmkamera bewaffnet reist Dr. Peter Kersten um die Welt und dreht Reisereportagen für die MDR-Sendung „Windrose“. Auf der indonesischen Insel Sumba wird er heimisch und betreibt zudem mit seiner Frau ein Ferien-Ressort-Hotel.

Als die „Windrose“ 2012 eingestellt wird, schlägt der „Zauberpeter“ ein neues Kapitel seiner langen Karriere auf. Er verbindet das, was er am besten kann: zaubern und von seinen Fernreisen berichten. Für seine „Magische Weltreise“ bedient er sich aus seinem Fundus von rund 150 Filmen aus aller Welt, die er in seine Zauber-Show einbettet. Mit diesem Programm tourt er seitdem durch die Lande, stand damit auch mehrmals in seiner alten Heimat auf der Bühne.

Für die besinnliche Jahreszeit hat sich Dr. Peter Kersten nun etwas Neues ausgedacht – „Weihnachtszauber International“, so der Titel, mit dem er am 30. November und am 1. Dezember im Forster Pavillon „Genuss & Kunst“ zu erleben ist. „Das Programm gibt mir die Möglichkeit, mal etwas mehr über meine Arbeit mit der Kamera zu berichten. Die kleinen Filme, die rund um den Globus entstanden sind, werden mit kleinen Geschichten am Rande und entsprechendem neuen Fotomaterial ergänzt.“, verrät der Künstler, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass dies kein reiner Filmabend wird. Gezaubert wird natürlich auch.

Im Mittelpunkt des Programms steht die Frage: Wie wird auf anderen Kontinenten Weihnachten gefeiert? Während seiner vielen Reisen hat Peter Kersten jedes Jahr woanders Weihnachten gefeiert und dadurch die Traditionen der Einheimischen kennengelernt. So gibt es auf der Karibik-Insel St. Eustatius eine Weihnachtsparade bei karibischer Musik. In Australien besuchte Peter Kersten Opalsucher im Outback, war in Brasilien bei einem Indianerstamm im Amazonas-Dschungel und tauchte vor der Südsee-Insel Vanuatu im Meer in alten Schiffs-Wracks.

Sich zur Ruhe zu setzen kommt für den 75jährigen nicht in Frage. Zwar ist seine Medienpräsenz nicht mehr so groß wie zu früheren Zeiten, doch in Vergessenheit geraten ist Peter Kersten deshalb noch nicht. „Was macht eigentlich…?“ lässt sich schnell beantworten: Regelmäßig zweimal im Jahr tourt der „Zauberpeter“ durch die Republik. Dazu hat er seinen Lebensmittelpunkt größtenteils nach Coswig bei Dresden verlegt. Kürzlich zauberte er auch wieder auf Schloss Kuckuckstein. „Die 3 Veranstaltungen an alter Wirkungsstätte waren binnen kurzer Zeit restlos ausverkauft“, freut sich Peter Kersten über die jahrzehntelange Treue seiner Fans. Auch in Forst fühlt er sich jederzeit willkommen. „Viele der meist älteren Besucher erinnern sich noch gut an die Fleischerei meines Vaters.“, weiß er aus Gesprächen während seiner bisherigen Gastspiele in Forst. Peter Kersten freut sich darauf, wieder einmal in seiner Heimat aufzutreten. Schließlich begann hier seine erfolgreiche Karriere. Und wer weiß – vielleicht zaubert er ja so kurz vor der Weihnachtszeit noch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk für die Gäste aus seinem Zylinder.

Während die Veranstaltung am Sonnabend bereits ausgebucht ist, gibt es für den Freitag noch vereinzelte Restkarten (Beginn 19:00 Uhr).

Kontakt für Buchungsanfragen: docpeterkersten@googlemail.com

(c) Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Dr. Peter Kersten

Einer der berühmtesten Söhne der Stadt zu Besuch in seiner Heimat

Das kleine brandenburgische Städtchen Forst (Lausitz) hat in seiner mehr als 750jährigen Geschichte nicht allzu viele Söhne und Töchter hervor gebracht, die es zu internationalem oder gar Weltruhm gebracht haben. Zu den Wenigen, die es erfolgreich aus Forst in die große weite Welt geschafft haben, gehört Dr. Peter Kersten, seines Zeichens Magier und Weltenbummler. 1977 gewann er in Hollywood als bester ausländischer Magier den Zauber-“Oscar“, die höchste Ehre, die ein Magier erreichen kann.

In der DDR war Dr. Peter Kersten bekannt wie ein bunter Hund, be- bzw. verzauberte er doch als „Zauberpeter“ ganze Generationen. Im Kinderfernsehen lief regelmäßig seine Sendung „Kunterbunt“, für die Erwachsenen gab es „Zauber auf Schloss Kuckuckstein“. Auch die großen Samstagabendshows im DDR-Fernsehen wie den „Kessel Buntes“ moderierte er.

Mit seiner Show „Wunder inclusive“ tourt der „Magic Doctor“ (mit diesem Namen wurde er international bekannt) noch heute durch die Republik. Am vergangenen Wochenende machte der Zauberpeter wieder einmal Station in seiner Heimatstadt.
Viele der anwesenden Zuschauern können sich noch an die Fleischerei Lehmann seines Vaters erinnern. Auch die Geschwister des Zauberpeters waren dem einen oder anderen bekannt.

Die beiden Veranstaltungen im Pavillon „Genuss & Kunst“ waren binnen kurzer Zeit ausverkauft. Voller Vorfreude erwarteten nun Jung und Alt den Auftritt des immer noch beliebten Künstlers. Eine musikalische Ouvertüre, von CD eingespielt, bildete den Auftakt für einen unterhaltsamen Nachmittag.
Und dann war der wohl berühmteste Forster wirklich da: im schwarzen Anzug, aber ohne Zylinder, charmant und gut gelaunt. Sofort sprang der Funke zum Publikum über. Dr. Peter Kersten kann nämlich nicht nur zaubern, sondern seine Zuschauer auch mit Wortspielen unterhalten.

Seine Zaubertricks hat man in dieser oder ähnlicher Form schon hundertfach gesehen – und trotzdem war die Verblüffung in den Gesichtern der Gäste zu sehen. Egal, wie genau man auch hinschaute, um vielleicht den Trick zu erahnen – der Zauberpeter setzte immer noch einen drauf. Ein signierter 50-Euro-Schein verbrannte vor aller Augen, um wenig später aus einem versiegelten Umschlag hervorgeholt zu werden. Aus einem geteilten Kartenstapel wanderten einzelne Karten scheinbar hin und her – wo eben noch öffentlich 16 Karten vorgezählt wurden, fehlten beim erneuten Zählen plötzlich 3 Karten, die in einem anderen Stapel zu finden waren. Und dass, obwohl zwei zufällig ausgewählte Zuschauer die Kartenstapel in den Händen hielten.
Es sind nicht mehr die großen Illusionen wie die der „zersägten Jungfrau“, sondern kleine Tricks mit Karten, Regenschirmen oder Seilen, mit denen Zauberpeter heutzutage auf Tour geht.

Dr. Peter Kersten ist aber nicht nur Magier, sondern reiste nach der Wende in der DDR mit seiner Kamera um die Welt, um Reisereportagen für die ARD und den MDR zu drehen. In Forst zeigte er kurze Filmausschnitte seiner Reportagen und erzählte nebenbei so manche erlebte Episode. Unverkennbar hat es ihm dabei Asien besonders angetan. Schließlich hat er auf der indonesischen Insel Sumba sein Lebensglück und einen neuen Lebensmittelpunkt gefunden.

Nach 90 Minuten Programm verabschiedete sich der Zauberpeter von „seinen“ Forstern, nicht ohne zu versprechen, demnächst wiederzukommen. Dann möchte er mehr von den Kuriositäten, die er auf seinem Reisen erlebte, berichten. Und ganz sicherlich wird dann auch wieder der eine oder andere Zaubertrick dabei sein.

Pavillon-Chefin Diana Podlesch bedankte sich mit einem Rosenstrauch der Forster Jubiläums-Rose bei Dr. Peter Kersten für zwei wundervolle Veranstaltungen. Bevor es sich der Zauberpeter im Pavillon schmecken ließ, unterschrieb er noch fleißig Autogramme und stand für gemeinsame Fotos zur Verfügung.