“Lange Kabarett-Nacht” mit gelungener Premiere

Die erstmals durchgeführte „Lange Nacht des Kabaretts“ hielt, was im Vorfeld versprochen wurde und feierte eine erfolgreiche Premiere. Das Programmangebot an diesem Abend wurde vom Publikum dankbar angenommen und die Resonanz war durchweg positiv. Damit erreichte das beliebte „Kuckucks-Kabarett“ im Gasthaus „Zum Kuckuck“ in Groß Jamno eine neue Qualität und setzt gleichzeitig neue Maßstäbe für die Zukunft.

„Schuld hat eigentlich mein Mann“, beteuerte Birgit Hendrischke zu Beginn der Veranstaltung. „Er hat mich mal bei einer Ansage vertreten und dabei einfach eine lange Kabarett-Nacht angekündigt. Also setzten wir uns hin und überlegten, wie eine solche Nacht aussehen könnte.“ Das Ergebnis dieser Ideensuche war ein langer Kabarettmarathon bis weit nach Mitternacht mit den Publikumslieblingen: Die „MelanKomiker“ aus Leipzig, Andrea Kulka vom Kabarett „Meck ab“ aus Cottbus sowie „Ranz & May“ aus Potsdam folgten dem Ruf aus der Lausitz und sorgten für einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Abend. Unter den Zuschauern waren viele Stammgäste, die dem „Kuckucks“-Team seit Jahren die Treue halten und sich die Premiere nicht entgehen lassen wollten.

Moderiert wurde das Programm von Matthias Wesslowski aus Hannover. Mit tiefgründigen Wortspielereien, unterstützt durch Magie und Illusionen, verzauberte er das Publikum und leitete von einem Programmpunkt zum Nächsten. Selbst kleine Pannen beim Bühnenumbau meisterte er souverän und sorgte so für zusätzliche Lacher.

Auch die „MelanKomiker“ hatten mit ihrem Liederkabarett wenig Mühe, Begeisterungsstürme bei den Zuschauern auszulösen. Die Geschichte von „Chantalle aus Halle“ entpuppte sich als Ohrwurm und wurde schnell vom Publikum mitgesungen. Und den „Limbo Italo“ verstand man auch ohne italienische Sprachkenntnisse.

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Foto: © Marlies Kross

Andrea Kulka und ihre musikalische Begleitung Simone Gehlsdorf nutzten den Auftritt, um Teile ihres neuen Programms zu präsentieren. „Einen bunten Strauß Neurosen“ überreichte die Powerfrau und jammerte im Stile einer Schlager-Diva über den Kerl an ihrer Seite, der lieber an Homebanking als an Sex denkt. Und die Gäste im Saal erfuhren von der Powerfrau, die aus Groß Kölzig stammt, gleich noch, warum Karl-Heinz nun an der Balkonbrüstung hängt und wie Rent-a-Rentner funktioniert. Daß noch nicht alle Programmteile hundertprozentig klappten, nahmen die Künstlerin und das Publikum mit Humor.

Auch die Potsdamer „Ranz & May“ genießen so etwas wie Heimvorteil im „Kuckuck“, haben in der Lausitz viele Fans und gehören fast schon zum Inventar. Sie präsentierten ebenfalls Teile ihres neuen Programms „Nackig“, das Ende Februar uraufgeführt wird. Aber auch die alten Klassiker wie „Sushi Uschi“ oder der tuntige „Adventureman“ durften nicht fehlen.

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Foto: © Alexander Busch

Um den Kabarett-Marathon durchzustehen, gab es in der Pause für Zuschauer und Künstler ein großes Bufett. „Das Küchenteam hat seit Mittag daran gearbeitet und wir hoffen, es schmeckt.“ kündigte Peter Hendrischke an. „Wir haben auch kleine Schildchen, auf denen steht, was es ist!“ versprach der Küchenchef und lieferte damit ungewollt eine Steilvorlage für die anwesenden Kabarettisten, die im zweiten Teil des Abends auch schon mal Witze auf Kosten der Küche machten.

Überhaupt war es für die teilnehmenden Künstler mehr als nur ein gewöhnlicher Auftrittsabend. Man lernte sich untereinander kennen, tauschte sich aus und half sich auch schon mal gegenseitig beim Bühnenumbau. Und man schaute sich aus der Zuschauerperspektive das Programm der anderen Künstler an.

Das die „lange Kabarett-Nacht“ nach mehr als 5 Stunden rundherum gelungen war, bewies das Publikum mit donnerndem Applaus bei der Verabschiedung. Als Dankeschön an die Künstler für einen gelungenen Abend überreichten Birgit und Peter Hendrischke Schokoladen-Präsente aus Hornow. Gleichzeitig versprachen sie den Zuschauern, daß es ganz bestimmt eine Fortsetzung im nächsten Jahr geben wird.

Reaktionen

15. Februar 2010:

“Lieber Thoralf,

vielen herzlichen Dank für den wunderbaren Artikel, den ich mir so gern von der “Rundschau” gewünscht hätte. Was da heute zu lesen und zu sehen war, hatte wenig Stil und war ein Abbild des Auftretens des Reporters vor Ort: oberflächlich und desinteressiert. Vielleicht hast Du ja eine Chance, noch was unterzubringen, und sei es mal als positiver Leserbrief….

… beste Grüße von Birgit”

 

Artikel veröffentlicht

19.02.2010 FoWo 25 hoch

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