25 Jahre Stadtsportbund Cottbus – und viele Sportler kamen zum Gratulieren!

2015-06-26 25 Jahre SSB Cottbus 0003Mit einem gemeinsamen Warm-up aller Sportler, Ehrengäste und Zuschauer begann am heutigen Freitagvormittag im Max-Reimann-Stadion das Festwochenende anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Cottbuser Stadtsportbundes. Gleichzeitig startete der DOSB Sportabzeichentag, der zum ersten Mal in Cottbus stattfindet.

Stephan Abel, Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), würdigte in seiner Grußansprache die Sportstadt Cottbus. Mit Blick über die Sportanlage und die vielen Sportler stellte er erfreut fest, welchen Stellenwert der Sport in der Stadt besitzt.

„Cottbus ist die Sportstadt im Land Brandenburg!“ betonte Oberbürgermeister Holger Kelch, einer der Schirmherren des Festwochenendes. Mit 146 Mitgliedsvereinen und einem Organisationsgrad von fast 25% ist Cottbus Spitzenreiter unter den Landkreisen und kreisfreien Städten in der Mark. Und auch wenn er lieber Berlin als Bewerber für die Olympischen Spiele 2014 gesehen hätte, versicherte er dem DOSB mit seinem offiziellen Bewerber Hamburg die Unterstützung der Cottbuser.

Bevor der Stationsbetrieb zum Ablegen des Sportabzeichens gestartet wurde, gab es zahlreiche Ehrungen. So durften sich verdienstvolle Sportler, Trainer und Funktionäre in die Ehrenchronik der Stadt Cottbus eintragen, darunter Radsportler Stefan Schäfer (Deutscher Meister 2014 und Vizeeuropameister im Stehersport), Paralympics-Siegerin und mehrfache Welt- und Europameisterin in der Leichtathletik Martina Willing sowie Ralf Paulo, Trainer beim BPRSV Cottbus.

Den Anfang des DOSB Sportabzeichen Tages machten die Kinder und Jugendlichen. Im Innenraum des Stadions waren dazu verschiedene Stationen aufgebaut, an denen Teil-Disziplinen für das Sportabzeichen absolviert werden konnten. Insgesamt wurden 2500 Schüler erwartet, dazu etwa 800 Kinder aus den Kindergärten der Stadt. Am Nachmittag haben dann die Erwachsenen die Möglichkeit, das Sportabzeichen abzulegen.

Prominente Unterstützung erhielten die jungen Athleten von Frank Busemann (Olympia-Zweiter im Zehnkampf / Atlanta 1996), Danny Ecker (3. im Stabhochsprung bei den Weltmeisterschaften 2007 in Osaka), Andreas Dittmer (dreifacher Kanu-Olympiasieger) und Miriam Höller (Stuntfrau und Action-Model, u.a. bekanntaus „Germany’s Next Topmodel“ und „Alarm für Cobra 11“).

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Andreas Dittmer

Martina Willing ist blind und querschnittsgelähmt und trotzdem sportlich sehr erfolgreich. Sie demonstrierte im Kugelstoßring ihre Wurftechnik. 7,35 m standen am Ende zu Buche. Sie forderte die nichtbehinderten Promis zum Duell. Im Sitzen zu werfen, war für alle eine ungewohnte Herausforderung. Andreas Dittmer erzielte 5,84m, Miriam Höller warf 5,40m und Danny Ecker erreichte 7,60m. Sieger dieses kleinen Wettstreits wurde Frank Busemann mit 8,00m.

2015-06-26 25 Jahre SSB Cottbus 0005 2015-06-26 25 Jahre SSB Cottbus 00042015-06-26 25 Jahre SSB Cottbus 0002Miriam Höller, die gleichzeitig Ernsting’s Family Markenbotschafterin für das Deutsche Sportabzeichen ist, zeigte sich beeindruckt von der Resonanz an diesem Vormittag. „Ich bin viel auf solchen Aktionstagen unterwegs, aber was hier auf die Beine gestellt wurde, ist schon gewaltig. In anderen Städten kommen nicht so viele Teilnehmer. Aber das zeigt einmal mehr – wenn die Kinder durch Elternhaus, Lehrer und Vereine entsprechend motiviert werden, dann wollen sie auch Sport treiben!“

Neben dem Stadion auf dem Parkplatz zwischen Stadion und Radrennbahn war der Biathlon-Truck des Deutschen Skiverbandes ein echter Hingucker. In diesem Truck werden die Ski der erfolgreichen deutschen Biathleten für den Wettkampf präpariert. Im Inneren des Fahrzeuges kann man die Arbeitsplätze der Techniker und Wachs-Experten sowie die Materialschränke der Sportler besichtigen.

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Neben dem Truck war ein kleiner Parcours angelegt worden, auf dem man sich im Biathlon ausprobieren kann. Natürlich fehlten auch ein Schießstand und eine kleine Strafrunde nicht. Fachliche Tipps und Anfeuerungen gab es durch niemand geringerem als Fritz Fischer, einem der erfolgreichsten deutschen Biathleten vergangener Jahre und lange Zeit Disziplintrainer der Herren-Nationalmannschaft.2015-06-26 25 Jahre SSB Cottbus 0010

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Fritz Fischer

Auch auf dem Kunstrasenplatz neben der Leichtathletikhalle war Betrieb. Hier konnte das Fußballabzeichen des DFB abgelegt werden.

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Danny Ecker beim Kugelstoß

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Miriam Höller beim Kugelstoß

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(C) für alle Fotos: Thori, 2015

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26.06.2015 nl_aktuell

Härtetest für Mensch und Material auf dem Lausitzring

2015-06-14 DM Rallyecross auf dem Lausitzring 0017Eine Premiere erlebte bei heißen Temperaturen der Lausitzring am vergangenen Wochenende: zum ersten Mal fand hier ein Meisterschaftslauf für die Deutsche Rallycross Meisterschaft (DRX) statt. Auch der polnische Rallycross Cup absolvierte zeitgleich seinen dritten Meisterschaftslauf auf der Niederlausitzer Piste. Gemeldet hatten über 70 Starter aus 6 Nationen.

Rallycross ist eine Mischung aus Rallye- und Tourenwagenrennsport. Diese neue Motorsportdisziplin exisitert noch nicht lange und erfreut sich international zunehmender Beliebtheit.
Gefahren wird sowohl auf Asphaltabschnitten als auch auf extra geschotterten Streckenabschnitten. Die Startgruppen sind mit maximal 8 Fahrzeiugen klein und die Renndistanz beträgt 5-7 Runden. Pro Lauf muß jeder Fahrer einmal den „Joker“ ziehen, was gleichbedeutend mit einer kleinen Schleife auf dem Parcours (ähnlich der Strafrunde im Biathlon) ist. Wer richtig pokert und den Joker zum richtigen Zeitpunkt zieht, kann sich im Rennen einen Vorteil verschaffen und Plätze gutmachen.
Die Fahrzeuge sind reinrassige Rallyefahrzeuge, deren Beschleunigungspotential z.T. über dem der Formel 1 liegt.

Für die Rennen auf dem Lausitzring wurde im Turn 1 ausgangs der Start- und Zielgeraden ein etwa 950 Meter langer Rundkurs mit zwei Schotterpisten angelegt. Zusätzlich wurde eine kleine Sprungkuppe eingebaut, über die die bis zu 600 PS-starken Autos flogen.
Besonders nach dem Start eines Laufes, wenn sich das Feld noch nicht richtig einsortiert hat, wurde der erste Schotterabschnitt zum Zünglein an der Waage. Manch einer verlor hier auch schon Teile seiner Karosserie und mußte anschließend sein Fahrzeug mit Defekt abstellen.

Die 15 zum Teil rechtwinkligen Kurven waren der Garant für packende Duelle und spektakuläre Szenen. Einige Fahrer loteten dabei den Grenzbereich ihres Fahrzeugs voll aus und schienen die Gesetze der Physik ignorieren zu wollen, als sie plötzlich mit angekipptem Wagen auf nur noch zwei Rädern unterwegs waren. Auch Überschläge gab es zu vermelden, glücklicherweise blieb es bei Blechschäden..

Während in den Qualifikationsläufen die Starterfelder ziemlich klein waren und zeitweise nur noch 3 Fahrzeuge auf der Strecke zu sehen waren, änderte sich das in den Finalläufen. 8 Fahrzeuge auf dem engen Kurs versprechen viel mehr Action und spannende Zweikämpfe!

Den Organisatoren von der Privaten Rennsportgemeinschaft Spandau (PRS) kann man zur Entscheidung, mit den Läufen zur Deutschen Rallycross Meisterschaft auf den Lausitzringr zu ziehen, nur gratulieren. Die Zuschauer waren hautnah dran und konnten auf der Tribüne in Turn 1 die gesamte Rennstrecke einsehen. Auch die Aktiven fanden beste Bedingungen vor.
Größere Pannen gab es bei der Premiere nicht, obwohl der Veranstalter immer wieder versicherte, daß sich alles erst einspielen muß auf diesem neuen Parcours. So mußten mehrmals die Schotterstrecken nachbearbeitet werden, weil sich durch die Beanspruchung durch die Rennfahrzeuge gefährliche Rillen bildeten. Im nächsten Jahr soll sich die Piste aber gefestigt haben.
Und als durch die Trockenheit die Strecke zu staubig wurde, sprang kurzerhand die Feuerwehr und wässerte die Strecke.

Nicht ganz zufirieden dürften die Veranstalter allerdings mit der Zuschauerresonanz sein. Etwa 1000 Zuschauer wurden nach Veranstalterangaben an diesem Rennwochenende gezählt. Besonders die polnischen Fahrer konnten sich aber auf viele Fans aus dem Nachbarland verlassen, die für ein wenig Stimmung entlang der Strecke sorgten.

Die Zuschauer, die da waren, erlebten eine gelungene Premiere und interessanten Motorsport. Gut möglich, daß zukünftig Rallycross fester Bestandteil des Terminkalenders auf dem Lausitzring wird.

(C) für alle Fotos: Thori, 2015

Flaute im Einkaufsmarkt

Die Gruppe WIND tourt derzeit durch die Einkaufscenter, um Werbung für ihr neues Album „Himmel im Kopf“ zu machen. Außerdem erschien anläßlich des 30jährigen Bühnenjubiläums der Gruppe eine 3er CD-Box mit den größten Hits.

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Es ist immer wieder löblich, wenn gestandene Künstler diese „Tort(o)ur“ auf sich nehmen und den hautnahen Kontakt zu den Fans suchen. Da spielt man auch schon mal zwischen Warenregalen oder im Eingangsbereich der großen Einkaufsmärkte. Hinzu kommen genervte Kunden, wenn die Bühne und die Zuschauer den gewohnten Gang blockieren oder der Lautstärkepegel für ungeübte Konzertbesucher zu hoch ist.

Beim Kurzauftritt mit Autogrammstunde im HEP-Center Frankfurt/Oder verirrten sich sage und schreibe 18 Zuschauer vor die kleine Bühne, die sich darüber hinaus in einem leerstehenden Laden befand. Großen Respekt an die beiden WIND-Musiker Lena-Marie Engel und Andreas Lebbing, die sich von dieser „gewaltigen“ Kulisse nicht beeindrucken ließen und es schafften, die wenigen Zuschauer zu begeistern!

Die dritte WIND-Kraft Carolin Frölian fehlte leider krankheitsbedingt.

Frankfurt/Oder hat sicherlich bessere Auftrittsorte zu bieten als dieses Einkaufscenter fernab des Stadtzentrums. Aber solange es Künstler wie WIND gibt, die auch vor solchen Auftrittsorten nicht kapitulieren, ist die Musikwelt noch in Ordnung. Deshalb Danke an WIND für Euren Mut und natürlich auch für 30 Jahre Gute-Laune-Musik.

2015-06-11 Wind 2(C) für alle Fotos: Thori, 2015

Tierische Mitarbeiter sorgen für neues Wellness-Angebot in Cottbus

Heidrun Joseph

Der Trend zu neuen und besonderen Wellness-Angeboten macht längst auch um Cottbus keinen Bogen mehr. Zukünftig wird ein weiterer Anbieter das Leben in der Stadt bereichern: Heidrun Joseph wird, wenn bis dahin alles klappt, ab 13. Juni Chefin von rund 300 tierischen Mitarbeitern. Dann eröffnet in der Neustädter Straße 9 das erste Fish-Spa in Cottbus. Knabberfisch-Pflege könnte man auch sagen. Besucher halten ihre (sauberen) Füße oder Hände in Wasserbecken, die mit ca. 50 kleinen Fischen befüllt sind.

Das Prinzip ist einfach: kleine Fischlein der Spezies „Rötliche Saugbarbe“ (lat. Garra rufa) knabbern überflüssige menschliche Hautschuppen von den Füßen und Händen.

Die ca. 4-5 cm langen Fische können bis zu 14 cm lang werden und sind eigentlich im Kangal-Gebiet in der Türkei zu Hause. Dort gibt es viele heiße Quellen, so dass dort kaum Pflanzen darin wachsen. Um zu überleben, haben die Fische gelernt, auf Menschen zuzuschwimmen und deren aufgeweichte Hautzellen abzuknabbern. Sie haben keine Zähne zum Beißen. Das Gefühl, dass beim Menschen entsteht, wenn die Fische die Hautflächen anstubsen, ist eine Mischung aus Kitzel und Reizstromtherapie.

„Die Idee, solch eine natürliche Pediküre und Maniküre auch in Cottbus anzubieten, kam mir vor gut 1 ½ Jahren bei einem Urlaub in Ägypten. In der dortigen Hotelanlage standen zwei Becken mit einem ebensolchen Angebot“, verrät die emsige Geschäftsfrau. Sie machte sich schlau und nutzte auch den Lotsendienst der IHK Cottbus, um ihre Idee in die Realität umzusetzen.

Viele Auflagen und Vorschriften sind zu beachten.

Um das Wohl der Tiere zu gewährleisten, dürfen nicht mehr als 50 Fische pro Becken im Wasser schwimmen. Nach einer Stunde „Behandlung“ bekommen die tierischen Arbeitskräfte 2 Stunden Pause verordnet. Außerdem gibt es Rückzugsmöglichkeiten in Form von kleinen Verstecken auf dem Beckenboden.

Aber auch die Hygiene wird bei Heidrun Joseph groß geschrieben. Das 28°-30° C warme Wasser wird 7 mal pro Stunde gefiltert und mit einem UV-Filter entkeimt. Vor der Wellness-Behandlung werden die Füße gründlich gereinigt. Personen mit offenen Wund- oder Schnittverletzungen oder mit Hautkrankheiten werden nicht behandelt. „Die Knabberfische sind ein reines Wellness-Angebot. Eine medizinische Behandlung ist nicht möglich, da ich keine Heilpraktikerausbildung besitze. Für solche Patienten sind spezielle Fischkliniken der passendere Ort!“, versucht Heidrun Joseph mögliche Bedenken auszuräumen.

Sechs Becken stehen in ihrem Geschäft. Eine Behandlung sollte 20-30 Minuten dauern. Spontanbesuche sind zwar grundsätzlich möglich, allerdings empfiehlt sich eine Terminvereinbarung für den Fall, das alle Becken ausgelastet sind. Die Kosten für diese spezielle Form der Fußpflege halten sich im Rahmen: 13 Euro pro 15 Minuten bzw. 20 Euro für eine halbe Stunde. „In der Anfangszeit biete ich einen besonderen Kennenlern-Rabatt an: alle Behandlungen für 10 Euro!“, danach gibt es auch Bonuskarten, verspricht Heidrun Joseph, die das Geschäft zunächst alleine führen wird.

Dass sie mit ihrer Idee den richtigen Nerv getroffen haben könnte, bemerkt Heidrun Joseph schon jetzt, noch vor der eigentlichen Eröffnung. „Passanten bleiben stehen und schauen durchs Fenster, um zu sehen, was sich in den Räumlichkeiten so tut. Viele nehmen auch Flyer mit oder erzählen mir, wie sehr sie sich freuen, dass es endlich auch in Cottbus Knabberfisch-Fußpflege gibt.“

Manche Trends lassen sich eben auch im beschaulichen Cottbus nicht aufhalten!