Jürgen Drews‘ merkwürdiger Auftritt im Cottbuser Blechen-Carrè

Einen merkwürdigen, fast schon unprofessionellen Auftritt von Schlagerbarde Jürgen Drews erlebten die Besucher am 24. Februar im Cottbuser Blechen-Carrè.

Gegen 18:00 Uhr betrat der sichtlich schmerzgeplagte Sänger die kleine Bühne. Zu diesem Zeitpunkt waren schon einige seiner Fans wieder gegangen. In den lokalen Medien war 17:00 Uhr als Veranstaltungsbeginn angekündigt, auf der Homepage des Sängers und auch auf den Webseiten der veranstaltenden Agentur „Centerpromotion“ stand 18:00 Uhr als Beginn.

Im Rahmen einer Promotion-Tour für seine neue Single „Und wir waren wie Vampire“ tingelt Drews durch die Einkaufszentren dieser Republik, obwohl ihm sein Arzt wegen einer kürzlichen Leisten-OP davon abgeraten hatte.

„Ihr kauft meine CDs, und solange ich für Euch die CD-Einleger unterschreibe, singe ich auch!“ verkündetet der Sänger und machte sich an die Arbeit. Das Playback lief in Schleife vom Band, auf der Bühne unterschrieb Jürgen Drews fleißig die CD-Booklets und gab nebenbei noch den anwesenden Ordnern Anweisungen, damit diese weiter emsig die zugereichten Einleger einsammeln. Noch während seines Auftrittes wurden von Bühne herab weitere CDs verkauft, während Drews im Hintergrund unterschrieb und sang.

Richtige Stimmung kam bei den Zuschauern jedoch nicht auf, dafür war es viel zu unruhig und hektisch auf der Bühne. Leider ließ sich „der König von Mallorca“ von dieser Hektik anstecken und vergaß zunächst die Titelreihenfolge seines Auftritts, um wenige Zeit später den Text einer kompletten Strophe bei „Komm und lass uns tanzen geh’n“ zu vergessen. Allerdings packte ihn nun der Ehrgeiz: Jürgen Drews wollte unbedingt das Lied fehlerfrei über die Bühne bringen und begann mehrmals von vorn, was nicht bei allen Zuschauern gut ankam. Die vereinzelt aufkommenden Pfiffe aus dem Publikum waren hörbares Zeichen der Unzufriedenheit der Zuschauer. Auch die Reihen lichteten sich bereits deutlich

Irgendwann beim vierten oder fünften Versuch hatte sich Jürgen Drews den Text dann doch noch gemerkt. Nach gut einer Stunde waren Sänger, Publikum und Ordner endlich von dieser grausigen Vorstellung erlöst.

Fazit: Respekt vor Jürgen Drews, dass er sich trotz seiner angeschlagenen Gesundheit dem Publikum stellte. Allerdings tut ein kranker und unkonzentrierter Jürgen Drews sich und seinem Publikum keinen Gefallen.