Herzlicher Empfang für die Europameisterinnen

Mit einem öffentlichen Training im Cottbuser Leichtathletik-Stadion begann am 17. September 2013 für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft die unmittelbare Vorbereitung auf das WM-Qualifikationsspiel gegen Russland am 21. September im „Stadion der Freundschaft“.

Bereits gegen 16:30 Uhr begann unter der Aufsicht von Bundestrainerin Silvia Neid das Training der drei Torhüterinnen. Zu diesem Zeitpunkt kreiste auch ein Polizei-Hubschrauber gelegentlich über das Stadion und sorgte bei den anwesenden Zuschauern für Spekulationen, ob die Mannschaft etwa mit Polizeischutz unterwegs sei. DFBPressesprecherin Annette Seitz konnte auf Nachfrage beruhigen, daß dem nicht so sei. (Anmerkung: Der Hubschreiber war zur Überwachung einer Wahlkampfveranstaltung in der Nähe des Stadions im Einsatz.)

Punkt 17:00 Uhr hielt der Bus der Nationalmannschaft vor dem Marathontor. Mit einem herzlichen Applaus der gut 200 Fans und Schaulustigen wurden die Spielerinnen des frischgebackenen Europameisters auf dem Platz begrüßt.

Nach einer kurzen Aufwärmphase präsentierten sich die Fußballerinnen um Europas „Fußballerin des Jahres“, Nadine Angerer, in einer gut einstündigen Trainingseinheit dem Cottbuser Publikum und zeigten dabei erste Kabinettstückchen.

Den Abschluß bildete die nachträgliche Ehrung einiger Spielerinnen durch Team-Managerin Doris Fitschen. Der Fanclub „Nationalmannschaft“ hatte über die Leistung der einzelnen Spielerinnen in den Spielen vor und während der EM abgestimmt. Nadine Keßler konnte gleich drei Pokale mit nach Hause nehmen, die weiteren Sieger waren Lena Gößling, Simone Laudehr, Lena Lotzen und natürlich Nadine Angerer für ihre gezeigte Leistung im Endspiel gegen Norwegen.

Endlich kamen auch die bereits ungeduldig wartenden Fans auf ihre Kosten. Auf zuvor verteilten Mannschaftspostern unterschrieben die Spielerinnen und standen auch für persönliche Fotos mit den Fans oder besondere Autogrammwünsche zur Verfügung. Ohne Scheu suchten die prominenten Gäste den Kontakt zum Publikum und zeigten sich anschließend – ebenso wie die Fans – zufrieden über diese Veranstaltung. Daran konnten auch einige dumme bzw. abfällige Sprüche pubertierender Sportschüler in Energie-Trikots nichts ändern.

Models und Motoren – Gesehen und gehört auf dem Lausitzring beim ADAC-GT-Masters-Weekend

Zum wiederholten Male gastierte das ADAC-GT-Masters auf dem Lausitzring. „Liga der Supersportwagen“ nennt sich die Serie selbstbewusst. Die flachen 600-PS starken Fahrzeuge der Marken Corvette, Lamborghini, BMW, Audi oder Ford sind der Hingucker und beliebte Fotomotive bei Motorsport-Fans und Autoliebhaber. Das Motorendröhnen der Rennboliden sind akustische Höhepunkte für jeden Rennsportfan.

Das Rahmenprogramm mit Formel- und Tourenwagen bietet eine große Vielfalt des Motorrennsports.

Ein weiterer optischer Augenschmaus und besonders bei den männlichen Besuchern beliebtes Fotoobjekt sind die wenigen Rennamazonen, die sich in einen solchen Rennwagen trauen und auch abseits der Rennstrecke für Aufmerksamkeit sorgen.

In der MINI-Trophy, die als Markenpokal im Rahmenprogramm des ADAC-GT-Masters-Weekend ausgetragen wird, kämpfen drei Ladies gegen die männliche Übermacht und gleichzeitig auch gegen bestehende Vorurteile.

Doreen Seidel nach dem Rennen

Doreen Seidel fährt seit drei Jahren Autorennen und absolviert ihre erste Saison in der MINI-Trophy. Bekannt wurde die Chemnitzerin durch mehrere TV-Shows („TV-Total-Turmspringen“, „Solitary – Besieg dich selbst!“). Dreimal zierte Doreen Seidel das Titelbild des deutschen „Playboy“ und wurde von den Lesern 2008 zum „Playmate des Jahres“ gewählt.

Auf der Rennstrecke zählen solche Erfolge nichts. „Viele Menschen glauben, wir Mädels würden untereinander unsere eigenen Rennen ausfahren. Ich kämpfe um jeden Platz und will vor allem vor den männlichen Kollegen ins Ziel kommen! Jeder Platz weiter hinten ärgert mich!“ verrät das ehemalige „Bunny“, während es weiter fleißig Autogramme verteilt. Bei den männlichen Fahrern seien die Damen voll akzeptiert. Und bei den weiblichen Konkurrentinnen? „Ich helfe Vicky, gebe ihr Tipps, weil ich etwas mehr Rennerfahrung als sie habe. Dafür hat sie allerdings mehr Erfahrung in der MINI-Trophy. Und von Cora Schumacher kann ich selber viel lernen!“.

Victoria Froß

Vicky – das ist Victoria Froß aus Leipzig. Die Immobilienkauffrau fährt ihre erste komplette Rennsaison. „Manchmal bin ich noch zu überehrgeizig, dann stehe ich mir selbst im Wege!“ sagt sie selbstkritisch. Ihren Einstieg in den Motorsport beschreibt Victoria Froß kurz und bündig: „Einmal gesehen und verliebt!“

Der Lausitzring war lange Zeit ihre Lieblingsstrecke. „Die langen Geraden machen unheimlich viel Spaß. Aber je mehr Strecken man kennenlernt, umso interessanter wird für mich der Rennsport.“, schwärmt Froß, die wie Doreen Seidel auch als Model arbeitet.

Die Erfahrenste des Trios ist zweifellos Cora Schumacher. Die Frau des ehemaligen Formel-1-Piloten Ralf Schumacher ist die prominenteste Starterin des gesamten Feldes und verleiht der Serie etwas Glamour. Merkt man im Fahrerfeld etwas von Coras Promi-Faktor? „Eigentlich nicht. Manchmal ist zwar das Interesse bei Cora größer, aber das ist schon ok so“, resümiert Doreen Seidel.

Joanna und Melanie

Auch Joanna und Melanie standen am vergangenen Rennwochenende auf dem Lausitzring als Fotoobjekte zur Verfügung. Im Vergleich zu den Rennfahrerinnen verläuft ihr Arbeitstag weniger anstrengend. In ihren hautengen Catsuits machen die Beiden Werbung für eine Schweizer Zigarren-Manufaktur. Ein kleiner Fahrzeugpark mit einem gelb-schwarzen Show-Truck als Hauptattraktion lockt viele Schaulustige an. Joanna und Melanie posieren vor den Fahrzeugen für Fotos und laden zum Probieren am Stand der Manufaktur ein. Nervt es, ständig fotografiert zu werden? „Das gehört zu unserem Job als Hostess dazu. Und es macht ja auch Spaß!“, verrät Melanie, die ebenso wie Joanna studiert und die Hostessen-Tätigkeit nur am Wochenende ausübt.

Ebenfalls zu den beliebtesten Fotomotiven gehören die Grid-Girls. Vor jedem Rennen stehen sie in der Startaufstellung und halten die Schilder mit den Namen der Rennfahrer. Neben den wenigen Besuchern, die die Startaufstellung hautnah erleben dürfen, sind es vor allem die Rennteams, die um Erinnerungsfotos mit den Grid-Girls bitten. Da werden dann auch schon mal Extrawünsche und bestimmte Posen gefordert. Die Mädels nehmen es gelassen hin und lächeln routiniert in die Kameras.

Wenig später dröhnen wieder die Motoren über den Asphalt. Der Aufmerksamkeit der Zuschauer gilt wieder den Rennfahrzeugen und dem Kampf um die Positionen. Joanna und Melanie schlendern derweil um ihren Stand und genießen die Pause. Auch die Grid-Girls nutzen die Zeit zwischen den Rennen und haben es sich auf einer Mauer im Fahrerlager gemütlich gemacht.

Models und Motoren – beides optische Leckerbissen und die heimlichen Stars jeder Rennsport-Veranstaltung. Wahrscheinlich wäre das Eine ohne das Andere ziemlich langweilig. Im Motorsport gehören beide zusammen….