„Wir sind alle nur Rädchen im Getriebe“ – Der Drachhausener Maler Karsten Römer präsentiert im Cottbuser E-Werk seine Bilder

Noch ist die Farbe seines neuesten Bildes nicht ganz trocken. Aber bis zu Vernissage am 21. Juli um 19:00 Uhr im Cottbuser Elektrizitätswerk sind schließlich noch ein paar Tage Zeit.

Gemalt hatte Karsten Römer (Jahrgang 1961) immer schon so nebenbei. Seine Mutter wollte das Talent fördern und schickte ihn zum Arbeiterzirkel. So nannte man zu DDR-Zeiten Organisationsformen des „künstlerischen Volksschaffens“, die sich unterschiedlichen künstlerischen Begabungen widmeten. Dort erkannte man Römers Fähigkeiten und schickte ihn an eine Spezialschule für Malerei und Grafik. Die Aufnahmeprüfung bestand er problemlos. Nur studieren konnte er nicht. Als Lokführer in der Braunkohle hätte er von seinem damaligen Betrieb eine Delegierung an die Spezialschule benötigt. Allerdings mangelte es zu der Zeit in der DDR-Volkswirtschaft mehr an Lokführern als an Künstlern. Eine Delegierung war deshalb überhaupt kein Thema für die Betriebsleitung.

Nach der politischen Wende in der DDR versuchte sich Karsten Römer zunächst als Imbissbuden-Besitzer und Weinhändler, wurde als Grabungsarbeiter und später als Grabungstechniker bei archäologischen Ausgrabungen tätig. Mit einem Bohrgerät zur Altlastenerkundung machte er sich selbständig, bis ihn ein Arbeitsunfall ausbremste.

Das war für Karsten Römer das Signal, sich ab 2007 wieder verstärkt der Malerei zuzuwenden. „Nebenbei lassen sich solche Bilder nicht malen“, verrät er seinen Antrieb.

Atelier Karsten RömerIn einer Ausstellung im Cottbuser E-Werk, zu finden am Spreeufer 1 zwischen dkw Kunstmuseum und Gericht, gibt der Drachhausener nun unter dem Titel „Die Räder haben sich weiter gedreht“ einen Einblick in sein künstlerisches Schaffen.

Für Karsten Römer ist es die erste Ausstellung, in der er sein bildgewaltiges Triptychon zeigen kann. Kleinere Ausstellungen hatte er zuvor z.B. in der Mark-Twain-Bibliothek in Berlin und in den Hafenterrassen in Goyatz. Einer vor Jahren geplanten Ausstellung in Detroit (USA) machte die Wirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten einen Strich durch die Rechnung.

Den Kontakt zum Ingenieurbüro Integral, den E-Werk-Betreibern, hat ein Kumpel Römers hergestellt. Bei einem Spaziergang durch Cottbus entdeckten beide das Gebäude und sahen darin Bilderschienen von der Decke hängen. Die Raummaße sind ideal, um Karsten Römers großformatige Bilder der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Seine Inspiration holt sich Römer aus den Medien. Themen wie Finanzkrise, Umweltzerstörung, Bootsflüchtlinge oder der gierige Kampf um immer mehr Macht und Einfluss lassen ihn kreativ werden. „Viele Motive sind spontan entstanden. Wenn der Grundgedanke erst einmal da ist, entsteht das Bild in meinem Kopf weiter. Auf der Leinwand werden dann kleine Details zusammenkonstruiert.“, beschreibt Römer seine Vorgehensweise. Skizzen seiner Bilder fertig er nur an, um anderen Menschen zu zeigen, welche Idee er gerade im Kopf hat.

Seine bevorzugte Technik sind Ölbilder auf Leinwand gemalt. Dabei versucht er, stets seinen eigen Stil zu finden. Auch wenn er Salvador Dali gut findet – Techniken anderer Maler zu kopieren, kommt für Karsten Römer nicht in Frage.

Zum Erkennungsmerkmal seiner Bilder sind Zahnräder geworden, die sich auf fast allen seiner Bilder wiederfinden. Besonders imposant zeigt sich das in seinem ersten, 2012 fertig gestellten „Räderwerk“. Unzählige große und kleine Zahnräder laufen ineinander. In jedem Rad ist eine Botschaft versteckt. Da ist der Kreislauf des Lebens genauso dargestellt wie die Sensationslüsternheit der Medien; Papst und Mickey Mouse verbreiten ihre Botschaften. Angela Merkel ist ebenso ein Rädchen im Getriebe wie ein guter Freund des Malers.

Das Gemälde zeigt die Hilflosigkeit in unserer heutigen Gesellschaft. Jeder ist ein kleines Rad, das doch nichts bewegen kann. Damit das große Ganze funktioniert, müssen die kleinen Rädchen mitlaufen.“, so Karsten Römer über das erste seiner drei großformatigen Bilder in der Ausstellung. 

Es braucht einige Minuten, um die Botschaften, die darin versteckt sind, zu entdecken und zu begreifen.

Atelier Karsten RömerGerade die „politischen“ Bilder sind es, die die Aufmerksamkeit des Betrachters wecken. Da verteilt der Messias das in Rotwein verwandelte Wasser im Überfluss, während seine Jünger darin ertrinken. Auf seinem T-Shirt sieht man die Europaflagge mit einem herausfallenden Stern. Der Brexit lässt grüßen….

Dabei bezeichnet sich Karsten Römer gar nicht als politischen Menschen. Aber wenn man ihm zuhört, merkt man recht schnell, dass da ein Mann ist, der sich schon seine Gedanken um die aktuellen Geschehnisse und um die Zukunft macht.

Etwa 20 Bilder zeigt die Ausstellung. Neben dem gewaltigen Triptychon werden auch Porträts und Landschaftsbilder zu sehen sein. „Theater vorm Theater“ heißt ein Bild, dass das Cottbuser Staatstheater zeigt. Extra für die Ausstellung entstand eine Ansicht des E-Werks. Atelier Karsten Römer

Musikalisch umrahmt wird die Ausstellungseröffnung, zu der alle Gäste recht herzlich eingeladen sind, von Bodo Kuntermann.

Für Karsten Römer bleibt bis dahin noch so Einiges zu tun. Pünktlich zur Vernissage soll auch seine neue Webseite an den Start gehen. Mit einem Ausstellungskatalog sollen Galeristen aufmerksam gemacht werden. Und natürlich müssen seine Bilder ins richtige Licht gerückt werden. Die Bilderschienen hängen ja schon….

Auf dem Sprung in den Schlager-Olymp – Warum aus Frencis wieder Franziska Wiese wurde

Nicht schlecht gestaunt haben dürften einige Zuschauer, als in der ARD-Fernsehsendung „Das große Schlagerfest“ mit Florian Silbereisen eine Newcomerin vorgestellt wurde: Franziska Wiese. Das ist doch….? Genau, eine hier in der Region bekannte Sängerin, allerdings eher bekannt als Frencis.

Aber aus Frencis wurde Anfang des Jahres wieder Franziska Wiese, so der bürgerliche Namen der charmanten Sprembergerin. Viel hat sich seitdem im Leben von Frencis, pardon, Franziska Wiese geändert.Franziska Wiese

Schon als Kind nahm Franziska Wiese Violinunterricht an der Musikschule Spremberg und später am Cottbuser Konservatorium. Sie spielte im Südbrandenburgischen Kinder- und Jugendstreichorchester sowie in einem internationalen Jugendorchester. Parallel dazu faszinierte sie auch der Chorgesang. Mit 16 legte Franziska die Geige zur Seite. Schule und später berufliche Ausbildung hatten Vorrang. Am Cottbuser Oberstufenzentrum machte sie ihr fachgebundenes Abitur und begann danach in der Spremberger Stadtverwaltung eine Lehre als Verwaltungsangestellte. In Ihr schlummerte jedoch schon lange ein Wunsch: „Beim Spremberger Heimatfest gab es für Sänger der Musikschule die Möglichkeit auf der großen Freilichtbühne vor Publikum auftreten. Da wollte ich auch stehen!“ Dies war für Sie die Motivation das Fach Gesang an der Musikschule zu belegen.
Nach der Ausbildung wechselte Franziska Wiese zum Landkreis Spree-Neiße und arbeite im Jobcenter. „Ich wollte mit Menschen zusammenarbeiten, wollte viel Bürgerkontakt haben.“, verrät sie. Leider war der Job auch mit viel Papierkram verbunden.
Franziska konnte nicht mehr so kreativ sein, wie sie wollte. Drei Jahre trat sie neben dem Job als Sängerin Frencis auf, bis sie sich 2013 dazu entschied, ihre Karriere voranzutreiben und sich in Zukunft nur noch der Musik zu widmen. Aus einem Hobby wurde ein Beruf. Viele Auftritte bei Stadtfesten, Betriebsveranstaltungen und Galas folgten.

Franziskas Mutti kümmerte sich derweil um die Buchungsanfragen. Sie war es auch, die ihrer Tochter riet, mal etwas Eigenes zu singen statt immer nur Coverversionen. Eine Sängerin müsse sich auch weiterentwickeln.
Emsig wurden Mails an Veranstalter und Produzenten geschickt. Eine dieser Mails wurde an Veronika Jarzombek weitergeleitet.

Seit 38 Jahren ist Veronika Jarzombek als Künstlermanagerin tätig und hat ein Gespür für hoffnungsvolle Talente. Zu DDR-Zeiten entdeckte sie u.a die „M.-Jones-Band“ und „Rosalili“ (die erste Band der „Puhdys“-Söhne). Zu Jarzombeks größten Entdeckungen gehören auch solch bekannte Künstlerinnen wie Yvonne Catterfeld oder Linda Hesse.
„Franziska hat etwas Außergewöhnliches in der Stimme!“, schwärmt die Managerin und nahm Frencis unter Vertrag. Durch sie kam u.a. die Zusammenarbeit mit dem Sänger und Produzenten André Stade zustande. Er erkannte ihr schöpferisches Talent und sie erarbeiteten gemeinsam Songs, wobei ihr Lieblingsinstrument – die Geige, einen besonderen Stellenwert einnahm. Die Mischung aus Gesang und Geigenspiel gaben dem Musikprojekt eine Einmaligkeit, die Franziska zum Plattenvertrag verhalf.

Veronika Jarzombek machte Frencis mit dem Sänger und Produzenten André Stade bekannt. Gemeinsam nahm man im Tonstudio ein paar Demo-Songs auf, mit denen man sich bei den großen Plattenfirmen vorstellen wollte. Zwar wollte Franziska, die inzwischen ihren Künstlernamen Frencis abgelegt hatte, nur singen, erwähnte aber beiläufig, dass sie auch Geige spielen könne. Sofort wurde ausprobiert, wie es klingt, wenn Franziskas Gesang und ihr Violinspiel zusammenkommen.

Mit 6 produzierten Demo-Songs fuhr Franziska zum Plattenmeeting, damit sich die Verantwortlichen ein Bild von ihr und ihrem Talent machen konnten. Sogar mit der Geige spielte sie vor. Das Ergebnis: ein Plattenvertrag bei „Electrola“, einem Label der „Universal Music“, und viele Stunden im Tonstudio, um Titel für das Album einzusingen.

Franziskas erstes Album mit dem schönen Titel „Sinfonie der Träume“ erscheint voraussichtlich Ende Juli. Produziert wurde es von André Stade und Thorsten Brötzmann als Co-Produzent. An den Texten hat Franziska mitgeschrieben, ebenso an den Melodien. Immer zu hören ist auch ihre Violine. „Die Musikrichtung lässt sich schwer einordnen. Es ist ein Mix aus Pop, Schlager, einigen Ethno-Einflüssen und auch orchestralen Klängen“, sagt Franziska. Crossover – so lautet der Fachbegriff, also das Ineinandergreifen verschiedenster Stile. Franziska und ihr Team hoffen, sich so ein wenig von der Konkurrenz abzuheben, wobei sie den Begriff „Konkurrenz“ überhaupt nicht mag. Dazu ist Franziska noch zu neu im großen Musikgeschäft und muß sich ihren Platz in der Branche erst noch erarbeiten!
Der Anfang ist jedoch schon gemacht: Die erste Single-Auskopplung „Ich bin frei“, ein sehr persönlicher Titel, läuft seit April sehr erfolgreich in den Radio-Hitparaden. In den deutschen „Airplay-Charts (konservativ)“, der Hitliste der am meisten im Radio gespielten Titel, stieg „Ich bin frei“ bis auf Platz 5 und hält sich dort weiterhin auf vorderen Plätzen. Vor ihr platziert waren nur Matthias Reim, Nicole, Andrea Berg und Vanessa Mai. Franziska Wiese spielt auf einmal auch für sie überraschend in einer für sie völlig neuen Liga: „Man kann sich kaum vorstellen, dass man plötzlich mit solchen Giganten wie Andrea Berg im direkten Wettbewerb steht! Jetzt freue mich schon wahnsinnig auf die Veröffentlichung meines ersten Albums. Ich möchte unbedingt einmal meinen Namen in den TOP 100 der meistverkauften Alben lesen!“

Den Ritterschlag erhielt Franziska Wiese am 16. April 2016 in der Fernsehsendung „Das große Schlagerfest“ mit Florian Silbereisen. Als Newcomerin vorgestellt, verzauberte Franziska das Publikum. Über 5 Millionen Zuschauer vor den Fernsehgeräten verfolgten den Auftritt Franziskas. „Ich kann gar nicht beschreiben, wie unheimlich nervös ich war. Viele Künstler wollen in die Sendung und schaffen es ein Leben lang nicht. Das ist Deutschlands erfolgreichste Abendshow, die live ausgestrahlt wird. Wenn Du dort einen Fehler machst, sehen ihn alle Zuschauer und Du kannst ihn nicht rückgängig machen!“ Trotz Nervosität und der Anwesenheit berühmter Musiker-Kollegen – Franziskas Auftritt war fehlerlos und sorgte für einen Popularitätsschub.

Viele, vor allem ältere Spremberger Zuschauer aus Silbereisens Zielgruppe, erkannten die Sängerin im Fernsehen wieder und berichteten im Bekanntenkreis darüber. Durch die mediale Präsenz wurde Franziska mittlerweile deutschlandweit bekannt. Ihre Spremberger Herkunft verleugnet sich dabei nie. Zwar wohnt sie inzwischen in Berlin, besucht aber fast 14-tägig ihre Heimatstadt, bummelt gern durch die Lange Straße und besucht ihren immer noch vorhandenen Freundeskreis, der bei den Hitparaden fleißig für Franziska votet.
Franziska WieseFür die ARD-Dokumentation „Schlagerland Deutschland“ stand sie mehrmals vor der Kamera. Wie ein roter Faden zieht sich Franziskas musikalische Karriere durch den Film. Gezeigt wird nicht nur die Wandlung von Frencis zu Franziska, sondern auch ihr Alltag im Tonstudio und ihr Weg vom Newcomer zu einer anerkannten Künstlerin.
Gedreht wurde auch in Spremberg, u.a. an ihrem ehemaligen Arbeitsplatz in der Stadtverwaltung. Die Ausstrahlung der 90minütigen Dokumentation ist für den Herbst geplant.

Aber bringt der Karrieresprung nicht auch Nachteile mit sich? „Viele Veranstalter wissen gar nicht, dass ich nicht mehr unter dem Namen Frencis auftrete und wundern sich, dass nichts mehr von Frencis zu hören ist“, wünscht sich Franziska mehr mediale Aufmerksamkeit. Auch ihre Managerin Veronika Jarzombek hat so ihre Erfahrungen: „Man hat irgendwie das Gefühl, dass in Brandenburg einheimische Künstler zu wenig als Solche wahrgenommen werden. In anderen Bundesländern erhalten überregional bekannt gewordenen Künstler viel mehr Anerkennung. Dabei sollte eine Region doch stolz auf ihre Künstler sein, die auch nicht zu unterschätzende Werbeträger für eine Stadt oder Region sind!“

Franziska geht gelassen mit ihrer neuen Popularität um, das langsam zunehmende Medieninteresse schreckt sie keinesfalls ab. Sie freut sich auf das, was da auf sie zu kommt. Für das neue Album „Sinfonie der Träume“ wird es eine Promotion-Tour durch die Funkhäuser geben, auch eine Autogrammstunden-Tour ist geplant. Hinzu kommen weiterhin Auftritte in zuschauerstarken Fernsehshows wie z.B. am 3.6. MDR „Meine Schlagerwelt mit Ross Antony“, 26.6. „ZDF-Fernsehgarten“, am 9.7.MDR „Die Schlager des Sommers“ mit Florian Silbereisen, oder am 24.7. ARD „Immer wieder Sonntags“.

Auch hierzulande kann man Franziska Wiese live erleben. Am 20. August ist sie Gast beim Mieterfest der Spremberger Wohnungsbaugenossenschaft. Zuvor steht Franziska am 19.6. beim Johannismarkt in Straupitz, oder auch am 16.7. in Sophienthal auf der Bühne.

Gut möglich, dass bis dahin die fragenden Gesichter weniger und die Fans zahlreicher geworden sind. Und aus Frencis ist endgültig Franziska Wiese geworden – eine Lausitzerin, die den Sprung ins Haifischbecken namens „Showbusiness“ gemeistert und rasend schnell die nächste Stufe auf der Karriereleiter erklommen hat. Und die trotz neuem Umfelds und vielen neuen Möglichkeiten, die ihre Popularität nun bietet, bodenständig und heimatverbunden geblieben ist

Seniorinnen halten sich sportlich fit

Fit zu bleiben bis ins hohe Alter – das ist das Ziel der Seniorensportgruppe der Volkssolidarität Forst.

Jeden Montag treffen sich im großen Saal im Forster Bürgerzentrum noch immer rüstige Frauen zum gemeinsamen Sporttreiben. Sie kommen aus allen Ortsgruppen der Volkssolidarität. „Momentan haben wir 16 Mitglieder in unserer Sportgruppe, alles Frauen.“, verrät Ursula Kranik, die Leiterin. Männer scheinen sich nicht zu trauen, dabei könnten ruhig noch 2-3 Personen mehr die Gruppe verstärken. Auch Nichtmitglieder der Volkssolidarität sind gern gesehen. Die älteste Teilnehmerin ist 85 Jahre alt.

2015-12-07_Seniorensportgruppe_Thoralf Haß_1Die Anfänge der Seniorensportgruppe liegen 15 Jahre zurück. Damals fanden sich 8 Damen zusammen, die sich unbedingt etwas sportlich bewegen wollten. Erste Leiterin war Frau Gonarski aus Keune. Als sie sich zurückzog, drohte die Gruppe auseinander zu fallen. Ursula Kranik erklärte sich bereit, das Ruder zu übernehmen.

Montags von 9:00 – 10:00 Uhr wird nun dem Alter angemessen Sport getrieben. Leichte Übungen, zum Teil mit Geräten, sollen helfen, auch im Rentenalter fit und beweglich zu bleiben.
„Die Übungen, die wir hier absolvieren, habe ich aus Büchern und Fernsehsendungen entnommen. Auch mit einer Physiotherapeutin habe ich die richtigen Bewegungsabläufe besprochen.“, erklärt Ursula Kranik, die sich voll ehrenamtlich engagiert. Der von den Teilnehmern zu zahlende Obulus von 1,- Euro geht für die Saalmiete drauf.

2015-12-07_Seniorensportgruppe_Thoralf Haß_2Aber man trifft sich nicht nur einmal die Woche zum gemeinsamen Training. 4 mal im Jahr wird in der „Gaststätte Weber“ in Naundorf gekegelt. Zum Rosenmontag wird zünftig gefeiert, im Sommer gibt es eine Saison-Abschlußfeier. Auch beim großen Festumzug anläßlich der Forster 750-Jahr-Feier marschierten einige Mitglieder der Seniorensportgruppe mit und zeigten vor den zahlreichen Schaulustigen Proben ihres Könnens.

Erst vor einigen Tagen traf man sich bei „Webers“ zur jährlichen Weihnachtsfeier bei Kaffee und Kuchen. Weihnachtliche Gedichte wurden vorgetragen und natürlich viel erzählt. Und damit der Weihnachtsstollen nicht ansetzt, wurde zwischendurch wieder gekegelt. Für die Sieger und Platzierten gab es liebevoll zusammengestellte Preise.

Wer nun neugierig geworden ist und Interesse hat, mitzumachen, ist jederzeit herzlich willkommen, wie Ursula Kranik versichert.

750 km zum Forster Stadtjubiläum

750 Jahre Forst 150x140„Visionen für Forst – Aktiv in die Zukunft“, so lautet das Motto für den Themenmonat Oktober anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten „750 Jahre Forst“.

Wie aktiv die Forster sind, konnte man am 3. Oktober beim großen Sporttag im Forster Stadion am Fuße des Wasserturmes erleben.

Carola Schneider von der Forster Stadtverwaltung und ihr Organisationsteam hatten ehrgeizige Ziele: im Rahmen mehrerer kurzer und langer Läufe sollten insgesamt 750 km erlaufen werden. Ein buntes Rahmenprogramm mit Schnupperkursen, Gesprächs- und Autogrammstunden sowie Infoständen verschiedenster Anbieter sollten für Abwechslung sorgen. Es gab nur zwei Unsicherheitsfaktoren: das Wetter und die Frage, ob die Forster das Angebot überhaupt annehmen.

Sporttag in Forst, 03.10.2015Kurz nach 10:00 Uhr eröffnete Heike Korittke, Verwaltungsvorstand für Stadtentwicklung und Bauen, in Vertretung des Forster Bürgermeisters das Fest. Zu diesem Zeitpunkt herrschte schon großer Andrang im Anmeldebüro für die Läufe. Auch der Wettergott spielte mit und bescherte den Teilnehmern einen wunderbaren sonnigen Herbsttag bei angenehmen Temperaturen.

Den Anfang machten die jüngsten Sportler. Sie wagten sich entweder über eine halbe oder anschließend über eine ganze Stadionrunde. Zur Motivation liefen auch ein paar Mütter neben ihrem Sprössling mit und gingen somit ungewollt in die Gesamtwertung mit ein, denn jeder gelaufene Kilometer zählte an diesem Sonnabend!

Zeitgleich mit dem Lauf der Jüngsten begannen Schnupperkurse im Skiken (Rollerski für Gelände und Asphalt) und im Flexibartraining. Im Innenraum baute der Stadtsportbund Cottbus einen Soccer-Käfig und eine Hüpfburg auf. Nebenan präsentierte sich der „Förderkreis Stadion am Wasserturm Forst“, der sich für eine Modernisierung des Areals stark macht. Auch die Lausitzklinik und die Stadt Forst waren mit Infoständen vertreten.

Prominente Gäste der Veranstaltung waren Antje Möldner-Schmidt, 3000m-Hindernis-Europameisterin 2014, und der Forster Thomas Schneider (400m-Spezialist und Team-Europameister). Die beiden Nationalmannschaftskader gaben Einblicke in ihren Trainings-und Wettkampfbetrieb. So erfuhren die Zuschauer, auf welchen Umwegen Thomas Schneider zur Leichtathletik kam und dass Antje Möldner-Schmidt auf Grund einer schweren Erkrankung von ihrem alten Klub in Potsdam fallen gelassen wurde und in Cottbus einen Neuanfang startete, weil sie hier wohlwollend aufgenommen wurde.Sporttag in Forst, 03.10.2015

Im Anschluss an die Gesprächsrunde standen beide Sportler für Autogramm- und Fotowünsche zur Verfügung.Sporttag in Forst, 03.10.2015

Parallel dazu gingen Hobbyläufer aller Altersklassen auf die 2000m-Strecke. Mehr als 70 Teilnehmer sorgten für schöne Fotomotive, denn es ist lange her, dass solch große Teilnehmerfelder auf der Aschenbahn unterwegs waren. Und wem die 2000m zu kurz waren, der lief einfach noch ein paar Runden weiter, schließlich war immer noch das große Ziel, die 750 km, in weiter Ferne.Sporttag in Forst, 03.10.2015Sporttag in Forst, 03.10.2015

Auch die Nordic Walker leisteten ihren Beitrag. Ihre Strecke ging sowohl außen herum um das Stadion als auch innen entlang der Eiswiese.

Vor dem großen Finale, dem Lauf zur Jubiläumsmeile über 7500m, stand die Frage: Reichen unsere Laufteilnehmer oder müssen wir noch ein paar Runden dran hängen? Hochrechnungen gingen davon aus, dass es ohne Zusatzrunden reichen könnte. Und so wagten sich mehr als 50 Läufer über die Distanz. Michael Görsch und Gordon Worlitz teilten sich den Sieg und erreichten nach 30:05 min gemeinsam das Ziel. Bei den Frauen gewann Jeannette Bayer in 37:04 min.

Auch Thomas Schneider, eben noch von Autogrammjägern umlagert, wollte seinen Beitrag leisten und lief die für einen Kurzstreckler ziemlich lange Distanz. Platz 10 in knapp 36 Minuten standen am Ende zu Buche.

Blieb nur noch die große Frage: Wurde das große Ziel, 750 km zu erlaufen, geschafft? 738 km zeigte der Taschenrechner nach Addition aller Läufer, Walker und Begleit-Muttis an. An den 12 km sollte das Projekt nicht scheitern. Kurzerhand entschloss sich das Organisationsteam um Carola Schneider, gemeinsam die fehlenden Kilometer zu laufen. Am Ende konnte vermeldet werden: Ziel mit rund 760 km übererfüllt!!!Sporttag in Forst, 03.10.20152015-10-03 Sporttag in Forst  008 (c)_Thoralf Haß

Die Forster und ihre Gäste aus Nah und Fern, egal ob als Lauf-Profi, Hobbyläufer, Nordic Walker oder Bambini – sie alle machten sich auf, eine Vision für Forst zu verwirklichen. Und in diesen Zeiten nicht ganz außer Acht zu lassen: auch einige Flüchtlinge, die derzeit in Forst leben, haben sich ohne Berührungsängste an diesem Fest für Forst beteiligt!

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04.10.2015 nl_aktuell

„Italienische Nacht“ im Kuckuck – Sängerin Frencis mit neuem Plattenvertrag

Glück mit dem Wetter hatten die Veranstalter vom Restaurant „Zum Kuckuck“ in Groß Jamno während ihrer traditionellen Sommernachtsparty am 18. Juli. Eine „Italienische Nacht“ sollte es werden. Pünktlich zum Veranstaltungsbeginn verzogen sich die letzten Regenwolken und die Sonne kam noch einmal kurz zum Vorschein.

Auch die Befürchtungen, das angekündigte Unwetter könnte die Gäste vom Besuch abhalten, waren unbegründet. Im Gegenteil – die Nachfrage nach Plätzen war so groß, daß noch schnell zusätzliche Tische und Stühle herbeigeschafft wurden, damit alle Gäste Platz auf der Terrasse des „Kuckucks“ finden.

DJ Micha heizte mit italienischen Liedern die Stimmung an. Währenddessen war Großkampftag in der kleinen Küche des Restaurants, schließlich wollten rund 100 Gäste mit italienischen Speisen, Getränken und Desserts versorgt werden. Eine eigens für diesen Abend gedruckte Speisekarte bot eine große Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten.

Frencis

Musikalischer Gast war in diesem Jahr Schlagerprinzessin Frencis. Die Sprembergerin war anfangs ebenso skeptisch wegen der Wetterlage, überzeugte dann aber mit einem Mix aus internationen Charterfolgen und deutschen Hits. Auch Italo-Pop-Klassiker wie „Tornero“ durften an diesem Abend nicht fehlen. Das Publikum sang eifrig mit; einige Wenige wagten sich am Ende des Konzerts sogar mit Frencis auf die Bühne, um dort das Tanzbein zu schwingen.

Bis weit nach Mitternacht tanzten bei angenehmen Temperaturen Stammgäste und Spontanbesucher des „Kuckucks“ auf der Terrasse.

Für Fans von Frencis gibt es Neuigkeiten zu vermelden. Die sympathische Sängerin hat vor wenigen Tagen ihren ersten großen Plattenvertrag bei einem großen Label unterschrieben!

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(c) für alle Fotos: Thori, 2015

Für Frencis geht damit ein großer Traum in Erfüllung: „Ich hatte noch gar keine Zeit, darüber nachzudenken, was mich jetzt alles erwartet, aber ich freue mich riesig über diesen Vertrag!“, verrät die Künstlerin im Gespräch nach ihrem Auftritt. Sicherlich wird es dann auch eine Tournee geben und viele Promotion-Termine. Frencis ist sich bewußt, daß damit auch die künstlerischen Ansprüche steigen werden. Aber mit ihrem Produzenten André Stade, selbst erfolgreicher Sänger, hat sie einen guten Berater an ihrer Seite.

„Ich habe einen wunderbaren Beruf und will mich immer weiter entwickeln!“, so Frencis. Die Lausitz wird diese Entwicklung gespannt verfolgen.

Tierische Mitarbeiter sorgen für neues Wellness-Angebot in Cottbus

Heidrun Joseph

Der Trend zu neuen und besonderen Wellness-Angeboten macht längst auch um Cottbus keinen Bogen mehr. Zukünftig wird ein weiterer Anbieter das Leben in der Stadt bereichern: Heidrun Joseph wird, wenn bis dahin alles klappt, ab 13. Juni Chefin von rund 300 tierischen Mitarbeitern. Dann eröffnet in der Neustädter Straße 9 das erste Fish-Spa in Cottbus. Knabberfisch-Pflege könnte man auch sagen. Besucher halten ihre (sauberen) Füße oder Hände in Wasserbecken, die mit ca. 50 kleinen Fischen befüllt sind.

Das Prinzip ist einfach: kleine Fischlein der Spezies „Rötliche Saugbarbe“ (lat. Garra rufa) knabbern überflüssige menschliche Hautschuppen von den Füßen und Händen.

Die ca. 4-5 cm langen Fische können bis zu 14 cm lang werden und sind eigentlich im Kangal-Gebiet in der Türkei zu Hause. Dort gibt es viele heiße Quellen, so dass dort kaum Pflanzen darin wachsen. Um zu überleben, haben die Fische gelernt, auf Menschen zuzuschwimmen und deren aufgeweichte Hautzellen abzuknabbern. Sie haben keine Zähne zum Beißen. Das Gefühl, dass beim Menschen entsteht, wenn die Fische die Hautflächen anstubsen, ist eine Mischung aus Kitzel und Reizstromtherapie.

„Die Idee, solch eine natürliche Pediküre und Maniküre auch in Cottbus anzubieten, kam mir vor gut 1 ½ Jahren bei einem Urlaub in Ägypten. In der dortigen Hotelanlage standen zwei Becken mit einem ebensolchen Angebot“, verrät die emsige Geschäftsfrau. Sie machte sich schlau und nutzte auch den Lotsendienst der IHK Cottbus, um ihre Idee in die Realität umzusetzen.

Viele Auflagen und Vorschriften sind zu beachten.

Um das Wohl der Tiere zu gewährleisten, dürfen nicht mehr als 50 Fische pro Becken im Wasser schwimmen. Nach einer Stunde „Behandlung“ bekommen die tierischen Arbeitskräfte 2 Stunden Pause verordnet. Außerdem gibt es Rückzugsmöglichkeiten in Form von kleinen Verstecken auf dem Beckenboden.

Aber auch die Hygiene wird bei Heidrun Joseph groß geschrieben. Das 28°-30° C warme Wasser wird 7 mal pro Stunde gefiltert und mit einem UV-Filter entkeimt. Vor der Wellness-Behandlung werden die Füße gründlich gereinigt. Personen mit offenen Wund- oder Schnittverletzungen oder mit Hautkrankheiten werden nicht behandelt. „Die Knabberfische sind ein reines Wellness-Angebot. Eine medizinische Behandlung ist nicht möglich, da ich keine Heilpraktikerausbildung besitze. Für solche Patienten sind spezielle Fischkliniken der passendere Ort!“, versucht Heidrun Joseph mögliche Bedenken auszuräumen.

Sechs Becken stehen in ihrem Geschäft. Eine Behandlung sollte 20-30 Minuten dauern. Spontanbesuche sind zwar grundsätzlich möglich, allerdings empfiehlt sich eine Terminvereinbarung für den Fall, das alle Becken ausgelastet sind. Die Kosten für diese spezielle Form der Fußpflege halten sich im Rahmen: 13 Euro pro 15 Minuten bzw. 20 Euro für eine halbe Stunde. „In der Anfangszeit biete ich einen besonderen Kennenlern-Rabatt an: alle Behandlungen für 10 Euro!“, danach gibt es auch Bonuskarten, verspricht Heidrun Joseph, die das Geschäft zunächst alleine führen wird.

Dass sie mit ihrer Idee den richtigen Nerv getroffen haben könnte, bemerkt Heidrun Joseph schon jetzt, noch vor der eigentlichen Eröffnung. „Passanten bleiben stehen und schauen durchs Fenster, um zu sehen, was sich in den Räumlichkeiten so tut. Viele nehmen auch Flyer mit oder erzählen mir, wie sehr sie sich freuen, dass es endlich auch in Cottbus Knabberfisch-Fußpflege gibt.“

Manche Trends lassen sich eben auch im beschaulichen Cottbus nicht aufhalten!

„Cottbuser Musikspatzen“ unterstützen den Ambulanten Kinderhospizdienst

Über diesen Besuch freuten sich Kristin Bulkow und Babett Brendel vom Ambulanten Kinderhospizdienst sehr: Gloria Scholz und Anja Barthel von den „Cottbuser Musikspatzen“ überbrachten am 15. Januar 2015 eine Bargeldspende in Höhe von 650,00 Euro zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit des Kinderhospizdienstes.

Barspende der Musikspatzen

v.l.n.r. Anja Barthel, Babett Brendel und Glora Scholz bei der Spendenübergabe
(c) Thori, 2015

Seit 2011 ist es eine schöne Tradition im Spielmannszug, dass die Vereins-Mitglieder etwas auf die Beine stellen, um Spenden zu akquirieren, die einem guten Zweck zu Gute kommen sollen. So wurden in den letzten Jahren u.a die „Cottbuser Tafel“ und die Aktion „Schuhkarton“ unterstützt.

„Wir überlegen immer im Präsidium, wer von den Spenden profitieren sollte. Da wir bei den ‚Musikspatzen‘ mit Kindern arbeiten, sollte das Geld dieses Mal anderen Kindern zu Gute kommen!“, verrät Gloria Scholz, Präsidentin der „Cottbuser Musikspatzen“, die Motivation der Musiker. Ein Präsidiumsmitglied habe schließlich ein Kinderhospiz ins Spiel gebracht. „Wir haben uns dann im Internet erst einmal erkundigen müssen, ob es so etwas überhaupt in Cottbus gibt.“, so Gloria Scholz weiter. Fündig wurde man beim Ambulanten Kinderhospizdienst der Johanniter-Unfall-Hilfe im Werner-Seelenbinder-Ring 44.

Nach einer kurzen Besichtigung der für die Gruppenarbeit mit den kranken Kindern hergerichteten Räume, unter anderem dem Tobezimmer und dem Rückzugsraum, informierten sich Gloria Scholz und Anja Barthel über die Arbeit des Kinderhospiz und erläuterten die Beweggründe ihrer Vereinsmitglieder, zu spenden.

Kurz vor Weihnachten 2014 gestalteten die „Musikspatzen“ Tassen, Vasen und Sparschweine aus Porzellan und versteigerten diese Kunstwerke anschließend im Bekanntenkreis und unter den aktiven und fördernden Mitgliedern. „Jeder wusste, daß das Geld für einen guten Zweck gedacht ist. Deshalb hat auch jeder mitgeboten und gegeben, was er konnte. Selbst die Jüngsten haben für 10 Euro etwas ersteigert!“, freut sich Gloria Scholz über das soziale Engagement ihrer Mitglieder.

Kristin Bulkow, die sich um die Finanzierung des Hospizdienstes kümmert, erklärte den beiden Spielleuten, wofür das Geld benötigt wird: „Unser Dienst ist weitestgehend spendenfinanziert. Die Arbeit unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter ist für betroffene Familien kostenlos. Mit den Spenden können wir unsere Arbeit effektiver gestalten, unsere Mitarbeiter schulen und fortbilden. Wir können unsere Fahrtkosten zu den Familien decken oder Ausflüge mit den kranken Kindern organisieren, Eintritte für Zirkus- oder Kinobesuche bestreiten oder unser jährliches Kinderfest gestalten, wo die Kinder in Ruhe spielen oder auch mal toben und einen schönen Tag erleben können.“

Babett Brendel, Koordinatorin des Kinderhospizdienstes, ergänzt: „Wichtig ist natürlich die Arbeit zu Hause bei den Familien, denn dort fallen die meisten Probleme an. Der normale Tagesablauf muß ja irgendwie weitergehen, deshalb unterstützen wir die Familien bei Behördengängen, machen Sitzwachen zur Entlastung der Angehörigen und helfen auch bei der Trauerbegleitung.“

35 ehrenamtliche Mitarbeiter kümmern sich um Familien mit Kindern oder Jugendlichen, deren Lebenszeit auf Grund schwerer Erkrankungen begrenzt ist. Der Ambulante Kinderhospizdienst der Johanniter-Unfall-Hilfe ist der einzige Dienst dieser Art in Südbrandenburg, wobei die ehrenamtlichen Mitarbeiter bis nach Berlin und nach Sachsen unterwegs sind. Zurückgewiesen wird niemand – wer Hilfe benötigt, bekommt diese auch.

Überzeugt, dass das Geld an der richtigen Stelle angekommen ist, gab es noch vor Ort erste Überlegungen, wie die „Musikspatzen“ auch zukünftig helfen können. So könne man sich vorstellen, daß der Cottbuser Spielmannszug beim diesjährigen Kinderfest des Kinderhospizdienstes für den musikalischen Rahmen sorgt oder die Teilnehmer des „Johanniter-Bundeswettkampfes“, der im Mai in Cottbus stattfindet, mit flotten Melodien begrüßt.

Wer ebenfalls die Arbeit des Ambulanten Kinderhospizdienstes unterstützen möchte, wendet sich bitte an Babett Brendel oder an Kristin Bulkow, zu erreichen beim

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionaverband Südbrandenburg
Werner-Seelenbinder-Ring 44
03048 Cottbus
Tel: 0355-536311

„Es ist schön, wenn die Welt zu uns kommt!“

Der kleine Ort Pusack wird demnächst auch in Kalifornien und Mailand bekannt werden – zumindest wenn Madeline (22) und Riccardo (24) zu Hause von ihren Erlebnissen in Deutschland berichten.

Die Beiden sind Wwoofies. „Wwoof“ steht für „WORLD-WIDE OPPORTUNITIES ON ORGANIC FARMS“, ein Netzwerk, welches freiwillige Helfer/innen und ökologisch betriebene Höfe miteinander verknüpft. Im Gegenzug für ihre helfenden Hände bei der Verrichtung der täglich anfallenden Arbeiten auf einem Hof gibt es für die Freiwilligen Kost und Logis gratis. Der Erst-Kontakt zwischen Helfer und den Höfen kommt über eine Internet-Plattform zustande. Geeignet ist Wwoof für Menschen, die gerne einmal ein naturverbundenes Leben auf dem Lande führen oder kennenlernen wollen.IMG_2689

Für Madeline und Riccardo ist Pusack bereits die zweite Wwoof-Erfahrung, zuvor waren sie in Kahla auf einem Hof. Auf der Suche nach einem neuen interessanten Betätigungsfeld wurden die Beiden auf den Ziegenhof „Zur Wolfsschlucht“ von Andrea Roß und Klaus-Bernd Günther aufmerksam. „Die Internet-Webseite vom Ziegenhof hat uns gefallen, die dort gezeigten Informationen und Fotos sprachen uns an.“ verrät das US-Girl. Und Riccardo ergänzt: „Wir wollten auf keinen großen Hof, suchten eher etwas kleines und ruhiges.“
Nach einer kurzen Kontaktaufnahme per Mail kamen die Beiden schließlich am Montag an. Noch bis zum Sonntag werden sie voll in die Arbeitsabläufe auf dem kleinen Ziegenhof integriert. Dazu gehören das Melken der Tiere, das Zubereiten von Käse, die Betreuung der Ziegen und auch die Gästebetreuung.
„Ich habe vorhin den Trockenkäse vorbereitet, nachher mache ich noch die Käse-Trüffel“ erzählt Madeline voller Stolz. Sie fühlt sich sichtbar wohl bei Andrea Roß und Klaus-Bernd Günther. „Es ist ein Traum für uns, hier zu sein!“ sprudelt es aus ihr heraus.
Feste Arbeitszeiten nach Stechuhr gibt es nicht. „Früh und abends gibt es mehr zu tun als tagsüber. Aber im Schnitt werden die Beiden bestimmt 4-6 Stunden täglich arbeiten, zwischendurch gibt es natürlich auch freie Zeiten“, erklärt Klaus-Bernd Günther die Arbeitsabläufe.

Nach der Arbeit, so gegen 19:30 Uhr, setzt man sich zusammen und genießt gemeinsam den Feierabend. Es gibt viel zu erzählen, schließlich möchte man sich einander näher kennenlernen. Madeline studierte zunächst Germanistik und Philosophie und beginnt demnächst ein neues Studium, denn sie möchte Englisch-Lehrerin werden. Riccardo hat Latein und Griechisch studiert und möchte ebenfalls als Lehrer arbeiten.
Auch die Fußball-WM wird gemeinsam angeschaut. Riccardo ist großer Fan vom AC Milan, auch Madeline interessiert sich für Fußball. Übernachtet wird inmitten der Natur in einer kleinen Holzhütte.
Da die Zeit begrenzt ist, bleibt nicht viel Gelegenheit, sich die Umgebung näher anzuschauen. Madeline war zwar mit Klaus-Bernd Günther in der Schokoladenfabrik in Hornow, aber für größere Unternehmungen fehlt die Zeit. „Wir würden aber gerne noch einmal wiederkommen und mehr von der Gegend kennenlernen“, wünscht sich Madeline. Riccardo nickt zustimmend.

2014-06-18 Pusack 001

Madeline und Riccardo vor ihrer Hütte

Klaus-Bernd Günther ist sehr zufrieden mit seinen beiden weitgereisten Gästen. Seit zwei Jahren beteiligt er sich an dem Projekt „Wwoof“ und bekommt viele Anfragen von Freiwilligen, die gerne ein paar Tage auf dem Hof verbringen möchten. Vielen muß er absagen, denn die Nachfrage ist zu groß. Die Teilnehmer kommen dabei nicht nur aus Deutschland, sondern auch schon eine Österreicherin war hier für einige Zeit tätig. Die Kalifornierin Madeline ist bisher der Gast mit der weitesten Entfernung zwischen Pusack und der jeweiligen Heimat. „Es ist schön, wenn die Welt zu uns kommt!“ freut sich Klaus-Bernd Günther und stellt abschließend fest: „Die meisten, die hierher kommen, loben die Idylle und Ruhe in Pusack!“ So wie Madeline und Riccardo, die bestimmt zu Hause von einem ganz kleinen Örtchen irgendwo in Deutschland an der Grenze zu Polen berichten werden.

Überraschung für die „Musikspatzen“

Scheckübergabe an Cottbuser Musikspatzen, 01.07.2013

Ministerin Dr. Martina Münch und Gloria Scholz, Präsidentin der „Musikspatzen“

Eine schöne Überraschung hielt Brandenburgs Bildungsministerin Dr. Martina Münch am 01. Juli 2013 für die „Cottbuser Musikspatzen“ bereit. Sie überreichte an Gloria Scholz, Präsidentin des Spielmannzuges, eine finanzielle Zuwendung in Höhe von 1500,- Euro für das nächste Trainingslager in Klein Bademeusel. „Um so fröhlich musizieren zu können, muß man immer wieder fleißig üben. Dabei darf aber auch der Spaß zu kurz kommen“, betonte die Ministerin bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides. Der Betrag stammt aus Lottomitteln, mit denen die Jugend- und Kulturarbeit gefördert werden soll.
Zur Begrüßung hatten 14 Musiker des Ensembles der Ministerin Ausschnitte aus dem Repertoire der „Musikspatzen“ gezeigt. Das reichte von Samba bis zur „Märkischen Heide“. „Ich komme mir vor wie der Bundespräsident, der wird bei Staatsbesuchen auch immer mit einem Orchester empfangen.“, freute sich die Ministerin über den herzlichen Empfang.

Für Gloria Scholz ist indes schon klar, was mit dem Geld geschehen soll: „Natürlich deckt die Summe nicht die gesamten Kosten des Trainingslagers, aber die Transport- und Verpflegungskosten können wir damit schon absichern. Den Rest bezahlt der Verein.“

Scheckübergabe an Cottbuser Musikspatzen, 01.07.2013Die nächsten Auftritte der „Cottbuser Musikspatzen“ sind in Rothenburg beim Sommerfest, beim Peitzer Fischerfest und beim Burger Heimat- und Trachtenfest.

(c) für alle Fotos: Thori, 2013

Prominenter Besuch in Pusack

Prominenten Besuch durften Andrea Roß und Klaus-Bernd Günther am 17. April 2013 auf ihrem Ziegenhof „Zur Wolfsschlucht“ in Pusack begrüßen: Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hatte sich zu Dreharbeiten für die Frühlingsausgabe der Unterhaltungsshow „Musik für Sie“ angekündigt.

„Das Thema der Sendung dreht sich um Frühlingsgefühle, alles rund um die Liebe und passend zur Region natürlich auch um Graf Pückler mit seinen Liebesgeschichten!“ gibt Moderatorin und Sängerin Uta Bresan einen Ausblick auf die Sendung.

Passende Motive suchte und fand man nicht nur im eigenen Sendegebiet des MDR, sondern auch im südbrandenburgischen Teil der Lausitz. „Wir nehmen die Lausitz als ganze Region wahr und stoppen nicht an der Ländergrenze.“ erklärt die zuständige Redakteurin Katerina Hagen. So wurde eben nicht nur im Muskauer Park und im Rhododendronpark Kromlau gedreht, sondern auch in der Schokoladenfabrik in Hornow und in Pusack. Den Tip, nach Pusack zu fahren, bekam Drehbuchautor Camilo Rodriguez in einem Hotel in Bad Muskau.

Was sich bei einer Vor-Ort-Besichtigung schon andeutete, erweist sich als Glücksgriff und idealer Drehort. Frühlingshafte Temperaturen bei strahlendem Sonnenschein, dazu die Ruhe inmitten dieser kleinen Naturoase. Keine störenden Auto-oder Zuggeräusche, keine Touristenströme, die durchs Bild laufen, keine lärmenden Schulklassen. Nur das Zwitschern der Vögel sorgt für die passende Hintergrundmusik. „Das ist Bio-Lärm“, findet Katerina Hagen und sorgt mit diesem Vergleich für Erheiterung. Die Filmcrew genießt sichtbar die Dreharbeiten in der Natur. Selbst die Ziegen-Herde auf der Weide interessiert sich nur kurz für den Mann mit der Kamera, um sich dann wieder solch wichtigen Dingen wie der Futtersuche zu widmen.

AIMG_1963ndrea Roß hat inzwischen die eigentlichen „Stars“ aus dem Stall geholt: zwei kleine Lämmchen, gerade mal 3 Tage alt, erobern sofort die Herzen der Filmemacher. Jeder möchte mal eins der Tiere streicheln. Uta Bresan ist emotional so angetan von den kleinen Vierbeinern, daß sie spontan beschließt, die nächste Einstellung mit einem der beiden Lämmchen auf ihrem Arm zu drehen – Widerspruch des Regisseurs zwecklos!

Im anschließenden Gespräch erzählt ihr Klaus-Bernd Günther von den Anfängen und der Entwicklung des Ziegenhofes. Direkt am Oder-Neiße-Radweg gelegen, hat man sich hier eine neue Existenz aufgebaut. Kleinere Reisegruppen und Einzelbesucher machen hier Station und lassen sich von den angebotenen Käsesorten immer wieder aufs Neue überraschen. Auch Uta Bresan läßt es sich schmecken. Andrea Roß hat dazu auf einem Teller mehrere Sorten Käse vorbereitet, deren Herstellung und Zusammensetzung Klaus-Bernd Günther der Moderatorin erklärt.

Vor der Kamera wird nur kurz probiert, als jedoch später die Kameras aus sind, gibt es für die Crew kein Halten mehr. Jeder will mal kosten und lobt anschließend den exquisiten Geschmack des Ziegenkäses. Schnell ist der Teller geleert. Erste Bestellungen gehen bei Klaus-Bernd Günther ein. Jeder möchte nach Abschluß der Dreharbeiten ein Paket mit Käsespezialitäten vom Ziegenhof „Zur Wolfsschlucht“ aus Pusack mit nach Hause nehmen. Klaus-Bernd Günthers anfängliche Nervosität ist längst verflogen, auch weil ihm das gesamte Drehteam spüren läßt, für die angebotene Gastfreundschaft etwas zurückgeben zu wollen.

Nach gut zwei Stunden Drehzeit liegt man immer noch gut im Zeitplan. Regisseur und Autor beschließen spontan, eine weitere Sequenz, die eigentlich an einem anderen Ort gedreht werden sollte, gleich hier aufzunehmen. Uta Bresan beeilt sich, die Szene schnell abzudrehen. Sie möchte unbedingt noch ein Erinnerungsfoto mit einem der beiden Lämmchen machen, bevor der Troß wieder die Idylle verläßt und zurück ins Hotel fährt.

„Musik für Sie“ wird am 26. April 2013 um 20:15 Uhr im MDR ausgestrahlt. Musikalische Gäste werden u.a. Edward Simoni, Kathrin &Peter, Semino Rossi und Laura Wilde sein. Und zwei kleine Lämmchen aus Pusack haben ihren ersten großen Fernsehauftritt.