Besucherandrang überrascht Aussteller und Veranstalter der 2. Geschmacksmesse auf Gut Neu Sacro

Wer am vergangenen Samstag zur Geschmacksmesse auf Gut Neu Sacro wollte, mußte zunächst Geduld und später etwas Nervenstärke beweisen. Schon wenige Minuten nach der Eröffnung bildete sich am Einlaß zum ehemaligen Kornspeicher eine Warteschlange, auch die vorbereiteten Parkflächen rings um das Gut füllten sich zunehmend und ließen weitere Besucher heran strömen.

Was im vergangenen Jahr als Testlauf mit 12 Produzenten einheimischer Waren begann, fand nun eine durchaus gelungene Fortsetzung. Bereits im November 2016 wurden die Einladungen an viele regionale Unternehmen, die sich mit der Herstellung und Vermarktung lokaler Köstlichkeiten beschäftigen, verschickt. 22 Anbieter folgten der Einladung und präsentierten ihre Produkte auf drei Etagen, ohne zu ahnen, welch enorme Resonanz sie damit auslösen.

Bernd Starick, Vorstand der Bauern AG Neißetal, die das Gut Neu Sacro bewirtschaftet, erklärt die Idee der Geschmacksmesse: „Wir wollen mit dieser Veranstaltung den Einheimischen zeigen, was die Region Gutes an kulinarischen Spezialitäten zu bieten hat. Für die Anbieter ist es darüber hinaus eine gute Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen und zu vernetzen.“. Viele der Aussteller seien bereits im Vorjahr dabei gewesen. 90% der damals vorgestellten Produkte sind mittlerweile im Hofladen erhältlich. Schwerpunktthema in diesem Jahr sind Produkte aus Rindfleisch. Vier tierische Vertreter zum Thema „Rindfleisch“ präsentierte das Gut an der Stirnseite des Ausstellungsgebäudes in einem Gehege.

In der Galerie über dem Hofladen herrscht derweil dichtes Gedränge. Nur ganz langsam geht es vorwärts, die Gänge sind dicht gedrängt, Überholen oder gegen den Strom zu laufen ist fast unmöglich. Es ist schlichtweg kein Durchkommen, an jedem Stand lassen sich die Besucher die Köstlichkeiten erklären oder wollen selber testen, wie es schmeckt. Egal, ob Süßes von der Confiserie Felicitas aus Hornow, Eierlikör von der Straußenfarm Rönsch in Tschernitz oder leckere Konfitüren der Marke „Rosenrot & Feengrün“ aus Burg/Spreewald – für (fast) jeden Geschmack ist etwas dabei. Auch an den Ständen der Weinhändler und Brauereien dauert es ein Weilchen, ehe man sich endlich durchgekämpft und eine der angebotenen Verkostungsproben ergattert hat.

Zu den am weitesten angereisten Ausstellern gehört die „Christine Berger GmbH & Co. KG“ aus Werder. Am Stand dieses auf Sanddorn-Produkte spezialisierten Unternehmens präsentiert Mitarbeiterin Jessica Bohr Sanddorn-Säfte und -Weine, Fruchtaufstriche und Kosmetik auf Sanddorn-Basis. „2016 hat unser Unternehmen nur Produktproben hierher geschickt. In diesem Jahr wollten wir unsere Produkte den Kunden persönlich vorstellen. Die Resonanz ist bisher sehr gut“, erzählt Jessica Bohr in einer kurzen Pause, um sich danach gleich wieder zwei älteren Damen zu widmen, die im wahrsten Sinne des Wortes auf den Geschmack gekommen sind und nun Genaueres darüber wissen wollen.

Auch Stephanie Guhl, Pressesprecherin von „pro agro – Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin e.V.“, ist sprachlos angesichts der Menschentrauben, die sich an ihrem Stand entlang schlängeln. Der Verein pflegt gute Kontakte zum Gut Neu Sacro, hat schon mehrere Veranstaltungen wie z.B. die Eröffnung der Brandenburger Landpartie 2016 unterstützt. Auch in diesem Jahr wird „pro agro“ als Partner beim „Lausitzer Sommerfest“ sowie beim „Guts-Cup“ dabei sein. „Ich finde die Geschmacksmesse eine schöne Sache. Der Kunde hat hier die Möglichkeit, mal das Gesicht hinter dem jeweiligen Produkt kennenzulernen!“

Sylvia Müller, Objektmanagerin des Gutes, hat derweil eiligst weitere Eintrittskarten gedruckt. „Die Besucherzahl des Vorjahres haben wir heute innerhalb von 30 Minuten erreicht! Mit so einem Andrang haben wir allerdings nicht gerechnet. Das zeigt aber auch, daß die Besucher großes Interesse an regionalen Produkten haben!“

Eine Stunde nach Messebeginn warten immer noch viele Menschen auf Einlass. „Wir können aus Sicherheitsgründen Sie, liebe Besucher, nicht unbegrenzt hinein lassen!“, bittet Sylvia Müller bei den Wartenden um Verständnis und noch etwas Geduld.

Ein Grund, warum der Einlass so schleppend erfolgt, ist das geringe Platzangebot auf den 3 Etagen des Kornspeichers, was auch einige Besucher bemängelten. „Auf Grund des regnerischen Wetters haben wir uns entschlossen, die Stände im Kornspeicher aufzubauen.“, verrät Müller auf Nachfrage. Auch das Prinzip „Oben kosten, unten kaufen“ habe sich bewährt. So können sich die Aussteller voll auf die Beratung konzentrieren und müssen sich nicht auch noch um den Verkauf ihrer Produkte kümmern. Diese gibt es nämlich im Hofladen.

Im Großen und Ganzen ziehen die Veranstalter ein positives Fazit. Etwa 600 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über regionale Produkte und deren Erzeuger zu informieren. Viele Gäste hätten sich anschließend bei ihr per Handschlag für die tolle Messe bedankt, verrät Sylvia Müller und gibt schon mal einen kleinen Ausblick auf die 3. Geschmacksmesse im nächsten Jahr: „Wir haben bereits ein neues Konzept im Kopf, wie wir die nächste Geschmacksmesse noch attraktiver machen können. Dann wird sicherlich auch der Platzmangel keine Rolle mehr spielen.“

Für die vier Rinder hinter dem Gebäude war an diesem Tag das Thema Platzmangel allerdings nie ein Thema…

„Tausche Bon gegen Baum“

Die äußeren Rahmenbedingungen stimmten am vergangenen Samstag: Temperaturen um den Gefrierpunkt und leichtes Schneegrieseln in einer ohnehin schon verschneiten Landschaft sorgten für das passende Ambiente beim 4. Tannenbaum-Brennen in Keune.

Auf dem kleinen Festplatz gegenüber der Schule sind schon am Nachmittag ordentlich Tannenbäume aufgestapelt. Was im früheren Leben mal ein Weihnachtsbaum war, wird gleich in Flammen aufgehen. Der Verein „Freunde von Keune“ hat dazu nicht nur die Einwohner des Forster Ortsteils eingeladen, sondern auch die Leute aus dem gesamten Stadtgebiet.

Vereinsvorsitzender Ingolf Queißer brachte die Idee von einem guten Bekannten, der außerhalb von Forst wohnt, mit. Der Verein baute diese Idee dann aus und organisiert seitdem ein kleines Fest rund um den brennenden Holzstapel. Die Bäume bringen die Einwohner mit und sparen sich so die Entsorgung über die Müllabfuhr.

Pünktlich um 16:00 Uhr entzündet Ingolf Queißer den aufgetürmten Stapel. Das durch den Schneefall feuchte Holz sorgt zunächst für eine dichte Rauchfahne. Glücklicherweise steht der Wind meist so, dass der Rauch Richtung Neiße abzieht.

So langsam trudeln auch die ersten Besucher ein. Am Imbissstand gibt es gegen eine kleine Spende Bratwürste, Bouletten und Kuchen. Die Brötchen sponserte die im Ortsteil ansässige Bäckerei Merschank. „Mit den Spendeneinnahmen wollen wir das alte Feuerwehr-Gerätehaus umbauen. Es soll ein Traditionskabinett für die Feuerwehr- und Ortsgeschichte werden, außerdem wollen wir hier für die Kinder Puppenspiel-Aufführungen oder Lesungen organisieren“, verrät Ingolf Queißer, während er gleichzeitig wärmenden Glühwein ausschenkt. Für die Kinder gibt es Kakao und Tee. Auch der Teig für Stockbrote ist für die jüngsten Besucher vorbereitet, die Feuerschalen brennen bereits.

„Tausche Bon gegen Baum“ ruft Thomas Peppernick und nimmt einer Familie, die gerade mit einer kleinen Nordmann-Tanne das Areal erreicht, den mitgebrachten Baum ab. Im Gegenzug gibt es einen Bon, der wiederum gegen einen Becher Glühwein eingetauscht werden kann. „Wer einen Baum mitbringt, erhält dafür das erste Getränk umsonst!“, verrät Ingolf Queißer die Strategie.

Immer wieder wirft Thomas Peppernick neue Bäume ins Feuer. Er ist ebenfalls Mitglied im Verein „Freunde von Keune“ und überwacht das Abbrennen des Stapels. „Im Schnitt hatten wir immer so um die 70 Weihnachtsbäume in den vergangenen Jahren. Das reicht, um das Feuer bis etwa 20 Uhr am Brennen zu halten.“, erzählt Thomas Peppernick und wirft den nächsten Baum nach. Sofort flackert das Feuer auf, nehmen die Flammen eine bedrohliche Höhe ein.

Auf dem Platz herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Immer wieder treffen Leute mit ihren Weihnachtsbäumen, die natürlich sauber abgeschmückt sind, ein – mal liegt der Baum im Bollerwagen, dann wieder auf dem Schlitten oder auf dem Autodach.

Familie Bär ist extra aus Noßdorf hinaus nach Keune gekommen. Sie hatten am Abend zuvor von einer Freundin von der Aktion erfahren und sind zum ersten Mal dabei. Auch ihr mitgebrachter Weihnachtsbaum muss nicht lange auf seinen Einsatz warten.

„Tschüss, Bäumchen“ hört man immer wieder von Müttern und ihren Kindern, wenn der eigene Weihnachtsbaum ins Feuer geworfen wird. Noch ein kurzer wehmütiger Blick und dann holen sich die Flammen das ehemals gute Stück. Besonders spannend wird es bei trockenen Bäumen, die mit lautem Knistern sehr zur Begeisterung der Kindern blitzschnell verbrennen.

Inzwischen hat sich der Platz gut gefüllt. Man trifft alte Bekannte, einige Besucher haben sich hier extra mit Freunden verabredet. Man plaudert, lacht und schaut immer wider mit leuchtenden Augen in die lodernden Flammen. Die Kindern toben oder nutzen den Schnee für eine zünftige Schneeballschlacht.

Thomas Peppernick wirbelt immer noch um den brennenden Stapel herum und passt auf, dass herunterfallende Glut nicht zu weit entfernt vom Feuer landet. Ein kurzer Blick nach hinten, ob noch genügend Tannenbäume als Reserve zur Verfügung stehen. Aber da stehen noch reichlich Bäume und warten darauf, ins Feuer geworfen zu werden. Außerdem erfolgt der Nachschub immer noch von neu eintreffenden Einwohnern.

Langsam ziehen die Temperaturen an, es wird frostig. Die kleinen Gesprächsgruppen rücken näher ans Feuer heran, um sich zu wärmen. Auch der brennende Tannenbaum-Stapel ist längst nicht mehr so hoch wie zu Beginn des Festes. Am Imbiss- und Glühweinstand bildet sich eine kurze Warteschlange. Die Stimmung ist fröhlich, aber friedlich, fast schon ein wenig ehrfürchtig angesichts der Urgewalt des Feuers.

Der Verein „Freunde von Keune“ kann zufrieden sein mit der Resonanz. Das Wetter passte und die Menschen nehmen das Angebot des Vereins dankbar an. Gut möglich, dass aus dem Tannenbaum-Brennen eine feste Tradition wird. Vielleicht kommt mal ein Fremder vorbei und nimmt dann die Idee mit in seine Heimatgegend. So hat es schließlich auch mal in Keune angefangen….

Der „Kuckuck“ lockt mit kulinarischen Spezialitäten

Das Restaurant „Zum Kuckuck“ im Forster Ortsteil Groß Jamno kann in diesem Jahr auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Bereits zum 10. Mal in Folge wurde das Gasthaus mit dem Gütesiegel „Brandenburger Gastlichkeit“ ausgezeichnet. Dieses Prädikat wird vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg e.V. (DEHOGA) an Gastronomiebetriebe verliehen, die sich durch besondere Angebote, freundlichen und kompetenten Service und hohe Produktqualität auszeichnen. Dabei werden die Unternehmen anonym im Laufe des Jahres von eigens dafür geschulten Mitarbeitern auf eben diese Merkmale getestet.

„Unsere Speisekarte wechselt regelmäßig je nach Jahreszeit. Saisonale und frische Produkte und Zutaten aus der Region werden bei uns nach fein abgestimmten Rezepturen verarbeitet. Neben Wild- und Fischgerichten bieten wir aber auch leichte und vegetarische Küche.“, fasst Peter Hendrischke, der Chef des Hauses, nicht ohne Stolz über die verliehene Auszeichnung das Angebot zusammen. Zusammen mit Michael Groß kreiert er in der kleinen Küche immer wieder neue Gaumenfreuden.

Viele Stammgäste kommen schon seit Jahren in das beliebte Ausflugslokal im Grünen, das sich zu einem Anlaufpunkt für die Forster und ihre Gäste entwickelt hat.

Den unmittelbaren Kontakt zu den Besuchern haben Nancy Franice, Sabrina Kellert und Robert Lange, die sich im Gastraum und im Saal liebevoll um die Besucher kümmern und versuchen, auch ausgefallene Wünsche zu erfüllen – sei es ein spezieller Cocktail oder ein Extrawunsch beim Essen.

Fragen Sie doch mal nach den „Kuckuckstropfen“! Peter Hendrischke verrät, was sich dahinter verbirgt: „Die Kuckuckstropfen sind ein Schlehenlikör aus der Brennerei Sturn in Lehningen im Schwarzwald. Wir finden, der Name des Likörs passt wunderbar zum Namen unseres Hauses. Außerdem ist der Likör sehr bekömmlich.“

v.l.n.r.: Nancy Franice, Michael Groß, Robert Lange, Peter Hendrischke und Sabrina Kellert

Jetzt, in der (Vor-)Weihnachtszeit, ist so einiges zu tun für das gesamte Team. Viele Firmen veranstalten ihre Weihnachtsfeiern im „Kuckuck“, wie er inzwischen von den Forstern liebevoll genannt wird. Meistens wird das mit dem Besuch eines Kabarettprogrammes im Saal verbunden. Denn mittlerweile hat sich der „Kuckuck“ in der Kleinkunst-Branche einen Namen gemacht. „Es gibt Künstler, die rufen bei uns an und bewerben sich regelrecht, um einmal hier auftreten zu dürfen.“, verrät Birgit Hendrischke, die im „Kuckuck“ für die Veranstaltungsorganisation zuständig ist. Dabei beweist sie oft ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Kabarettisten. In den vielen Jahren gab es nur ganz vereinzelt Künstler, die beim anspruchsvollen Publikum durchfielen.

Höhepunkte im Veranstaltungsjahr ist zweifellos die „Lange Nacht des Kabaretts“ Ende Februar. Bei dieser Mixed-Show treten mehrere Künstler mit Ausschnitten aus ihren Programmen auf – und sorgen für ausgelassene Stimmung, meist bis weit nach Mitternacht.
Aller zwei Jahre wird im „Kuckuck“ der „GOLDENE KUCKUCK“, Brandenburgs einziger Kabarettpreis, vergeben. Wer ihn gewinnt, entscheidet das Publikum.

Seit 2015 gibt es zu Silvester eine besondere Überraschung: Kabarett zum Jahreswechsel. In diesem Jahr treten um 15:30 Uhr und um 21:00 Uhr die Vorjahressieger des „GOLDENEN KUCKUCKS“, Thekentratsch“ , auf und feiern anschließend gemeinsam mit dem Publikum ins neue Jahr.

Die Karten für die Kabarettveranstaltungen sind sehr begehrt und meist innerhalb weniger Tage ausverkauft. Schon jetzt gibt es für die Vorstellungen im Januar 2017 nur noch vereinzelt einige wenige Karten.
Unterstützung in der Planung, Organisation und Absicherung ihrer Veranstaltungen erhalten Hendrischkes vom Freundeskreis „Kuckuck“, der sich im Mai 2011 zusammengefunden hat.

Gern gebucht wird auch der Cateringservice des Hauses. Besonders langjährige Stammgäste wissen diesen Service zu würdigen und lassen sich für Familien- oder Betriebsfeierlichkeiten ein Angebot erstellen. Pünktlich geliefert wird das Bestellte vom Chef selbst.

Für Hochzeiten bietet der „Kuckuck“das „Rundum-Sorglos“-Paket. Neben der Ausrichtung der Feier im stilvollen Ambiente kümmert sich das „Kuckucks“-Team auf Wunsch auch um die passende Musik, die Abholung des Brautpaares durch einen Limousinenservice und Übernachtungsmöglichkeiten für die Hochzeitsgäste.

Wer es lieber etwas sportlich mag, kann sich im Keller des Hauses beim „Moonlight-Bowling“ betätigen. Durch spezielle Farb- und Lichteffekte werden die Bahnen illuminiert, was für eine einzigartige Atmosphäre sorgt.

Also, liebe Leser, wie wäre es denn wieder einmal mit einem Besuch im „Kuckuck“? Unter der Mailadresse reservierung@zum-kuckuck.de oder per Telefon unter (03562) 664424 kann man sich ohne große Umwege Plätze fürs Kabarett oder einen Tisch für den kulinarischen Genuß in der Gaststube reservieren lassen. Birgit und Peter Hendrischke sowie das gesamte Team freuen sich auf Ihren Besuch!

Forster feiern mit ihrer Feuerwehr

Wer ein Jubiläum zu feiern hat, lädt sich Gäste ein, lässt sich beschenken und veranstaltet ein Fest. Das dachte sich auch die Freiwillige Feuerwehr Forst, die in diesem Jahr ihren 135. Geburtstag feiert, und lud am vergangenen Samstag zu einem großen „Tag der Feuerwehr“ in die Forster Innenstadt ein. Geschenke gab es natürlich auch.

Mit Sirenengeheul und einem Begrüßungsappell begann für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Forst um 10:00 Uhr der Jahreshöhepunkt. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Areal zwischen Gerätehaus, Stadtkirche und Rathaus längst in eine Blaulichtmeile verwandelt. Überall waren Einsatzwagen der Ortsfeuerwehren sowie der angereisten Gastwehren postiert.

Unter den Ehrengästen waren die Forster Rosenkönigin Elisabeth I., der Forster Bürgermeister Philipp Wesemann, Verwaltungsvorstand Jens Handreck und Kreisbrandmeister Wolfhard Kätzmer.

„Forst war noch nie so sicher wie heute!“, resümierte Bürgermeister Philipp Wesemann zu Beginn seiner kurzen Grußworte mit Blick auf die vielen Feuerwehrfahrzeuge. Und wie es sich für einen Gratulanten gehört, kam er nicht mit leeren Händen. Neben einen Scheck für die Feuerwehr gab es noch einen weiteren Scheck über 300,- Euro für die „Feuerwichtel“. Die jüngsten und kleinsten Mitglieder der Feuerwehr feiern in diesem Jahr ihr 5jähriges Jubiläum. Der Erlös stammt aus der Versteigerung von Fahrrädern.

Auch der „Verein zur Förderung der Freiwilligen Feuerwehr Forst (Lausitz) e.V. „ gratulierte und übergab an die Jugendfeuerwehr zwei Mehrzweckzelte.

Herzlich begrüßt wurden neben den rund 20 Gastwehren auch Vertreter der befreundeten Feuerwehren aus Oberursel (Hessen), Stadt Wehlen (Sachsen), aus dem tschechischen Bukovice und dem polnischen Brody.

Auch wenn viele Kameraden in die Organisation und die Abläufe des Festtages eingebunden waren – die Einsatzbereitschaft der Forster Feuerwehr war trotzdem gesichert. „Wir haben eine spezielle Truppe eingeteilt, die im Notfall sofort ausrücken kann. Das ist auch mit der Leitstelle in Cottbus so abgesprochen“, beruhigt Stadtbrandmeister Bernd Frommelt.

Viel zu sehen und zu bestaunen gab es für die Forster und ihre Besucher. In der Hochstraße gab es historische Löschtechnik zu bestaunen: angefangen von einfachen Handdruckspritzen aus dem Beginn des vorigen Jahrhunderts über das legendäre G5-Tanklöschfahrzeug bis hin zu W50- und Robur-Löschfahrzeugen, die z.T. heute noch im Einsatz sind.Historische Fahrzeuge

Entlang der Promenade standen die modernen Brandbekämpfungsfahrzeuge. Gegenüber auf dem Parkplatz am Rathaus gab es Vorführungen von Feuerwehrtechnik für gefährliche Güter und ABC-Gefahren. Das DRK, die Landes – sowie Bundespolizei sowie die Rettungshundestaffel präsentierten sich in der Cottbuser Straße und beantworteten geduldig die vielen Fragen der Besucher.

Hauptattraktionen waren aber die Spezialfahrzeuge, die rund um die Stadtkirche Aufstellung genommen haben. Neben Feuerwehrbooten zur Wasserrettung und Fahrzeugen zur Waldbrandbekämpfung war auch das Technische Hilfswerk aus Cottbus sowie Forst mit schwerer Technik angerückt. Zu Demonstrationszwecken errichtete die Vattenfall-Werkfeuerwehr ein großes Wasserbecken mit seitlichen Zuschauerrängen. Hier zeigten Taucher ihr Können.

Für viel Lärm und staunende Gesichter, vor allem bei den Kindern, sorgte die Werkfeuerwehr Schwarze Pumpe bei der Demonstration ihres Abgas-Löschfahrzeuges. Mittels eines umfunktionierten MiG-17-Triebwerkes kann Löschwasser bis 150m weit und 30m hoch in einem horizontalen Winkel von 180° gleichmäßig über den Brandherd verteilt werden. Diese Technik kommt besonders bei großflächigen Bränden oder bei Gasexplosionen zum Einsatz.Abgas-Löschfahrzeug

Was passieren kann, wenn in der heimischen Küche das Speiseöl anfängt zu brennen, zeigten Kameraden der Spremberger Feuerwehr. In Windeseile breitete sich das Feuer in der nachgebauten Küche aus und konnte nur noch durch das beherzte Eingreifen zweier Löschteams unter Kontrolle gebracht werden.

Aber nicht nur auf der Erde, sondern auch in luftiger Höhe ist die Feuerwehr im Einsatz. Die Kameraden der Tiefen- und Höhenrettung zeigten verschiedene Techniken, wie eine verunfallte Person aus großer Höhe, z.B. der Plattform der Forster Stadtkirche, gerettet werden kann. Dazu benutzten sie den Teleskopmast (umgangssprachlich als Feuerwehrdrehleiter bekannt), ein Schrägseil oder einen Rettungsschlauch.Höhenrettung

Beinahe im Halbstunden-Takt gab es zwischen Stadtkirche und Pestalozziplatz spektakuläre Vorführungen und Aktionen zu erleben. Auch die Jugendfeuerwehr konnte zeigen, was sie schon so alles gelernt hat.

Bernd Frommelt zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz. „Das ist wie ein kleines Stadtfest. Durch die vielen Standorte mit ihren Aktionsflächen ist ständig etwas los. Deshalb auch noch einmal mein Dank an die vielen Feuerwehren, die uns beim ‚Tag der Feuerwehr‘ unterstützt haben!“Wasser aus allen Rohren

Mit viel Beifall bedankten sich auch die zahlreichen Zuschauer bei den Feuerwehrmännern und -Frauen für deren Vorführungen und Erklärungen. Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass möglichst wenig davon im Ernstfall angewandt werden muss!

Erstveröffentlichung am 26.09.2016 in der
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Seniorinnen halten sich sportlich fit

Fit zu bleiben bis ins hohe Alter – das ist das Ziel der Seniorensportgruppe der Volkssolidarität Forst.

Jeden Montag treffen sich im großen Saal im Forster Bürgerzentrum noch immer rüstige Frauen zum gemeinsamen Sporttreiben. Sie kommen aus allen Ortsgruppen der Volkssolidarität. „Momentan haben wir 16 Mitglieder in unserer Sportgruppe, alles Frauen.“, verrät Ursula Kranik, die Leiterin. Männer scheinen sich nicht zu trauen, dabei könnten ruhig noch 2-3 Personen mehr die Gruppe verstärken. Auch Nichtmitglieder der Volkssolidarität sind gern gesehen. Die älteste Teilnehmerin ist 85 Jahre alt.

2015-12-07_Seniorensportgruppe_Thoralf Haß_1Die Anfänge der Seniorensportgruppe liegen 15 Jahre zurück. Damals fanden sich 8 Damen zusammen, die sich unbedingt etwas sportlich bewegen wollten. Erste Leiterin war Frau Gonarski aus Keune. Als sie sich zurückzog, drohte die Gruppe auseinander zu fallen. Ursula Kranik erklärte sich bereit, das Ruder zu übernehmen.

Montags von 9:00 – 10:00 Uhr wird nun dem Alter angemessen Sport getrieben. Leichte Übungen, zum Teil mit Geräten, sollen helfen, auch im Rentenalter fit und beweglich zu bleiben.
„Die Übungen, die wir hier absolvieren, habe ich aus Büchern und Fernsehsendungen entnommen. Auch mit einer Physiotherapeutin habe ich die richtigen Bewegungsabläufe besprochen.“, erklärt Ursula Kranik, die sich voll ehrenamtlich engagiert. Der von den Teilnehmern zu zahlende Obulus von 1,- Euro geht für die Saalmiete drauf.

2015-12-07_Seniorensportgruppe_Thoralf Haß_2Aber man trifft sich nicht nur einmal die Woche zum gemeinsamen Training. 4 mal im Jahr wird in der „Gaststätte Weber“ in Naundorf gekegelt. Zum Rosenmontag wird zünftig gefeiert, im Sommer gibt es eine Saison-Abschlußfeier. Auch beim großen Festumzug anläßlich der Forster 750-Jahr-Feier marschierten einige Mitglieder der Seniorensportgruppe mit und zeigten vor den zahlreichen Schaulustigen Proben ihres Könnens.

Erst vor einigen Tagen traf man sich bei „Webers“ zur jährlichen Weihnachtsfeier bei Kaffee und Kuchen. Weihnachtliche Gedichte wurden vorgetragen und natürlich viel erzählt. Und damit der Weihnachtsstollen nicht ansetzt, wurde zwischendurch wieder gekegelt. Für die Sieger und Platzierten gab es liebevoll zusammengestellte Preise.

Wer nun neugierig geworden ist und Interesse hat, mitzumachen, ist jederzeit herzlich willkommen, wie Ursula Kranik versichert.