Sozialarbeiter überraschen Heimbewohner mit selbst inszeniertem Märchenstück

Alle Jahre wieder präsentiert das Team der Sozialarbeiter im Pflegeheim „Am Rosengarten“ kurz vor Beginn der Weihnachtszeit den dortigen Bewohnern ein selbst inszeniertes Märchenstück. Was vor 4 Jahren begann, erfreut sich zunehmend größerer Beliebtheit. In diesem Jahr gibt es vier Vorstellungen in den angeschlossenen Heimen in Forst und Döbern. „Die Bewohner sind glücklich über die jährlichen Aufführungen und fragen schon beizeiten, welches Märchen denn in diesem Jahr aufgeführt wird“, verrät Ilona Schörner, Leiterin des Sozialbereichs.

„Schneewittchen und die sieben Zwerge“ steht in diesem Jahr auf dem Programm. Bereits seit Oktober wurde einmal wöchentlich geprobt. „Die Kostüme und Kulissen haben wir im Team entworfen“, so Ilona Schörner. Gundolf Fiehler, ehrenamtlich im Pflegeheim tätig, übernahm die Regie und sorgte für den guten Ton.

Die Idee zur diesjährigen Inszenierung fand man im Internet auf einem Videokanal. Kurzerhand wurde das Theaterstück, welches im Video zu sehen war, auf die Gegebenheiten im Forster Pflegeheim angepasst. Der Speisesaal wurde zu einem kleinen Theater umfunktioniert. Die Rollen der handelnden Figuren übernahmen die Mitarbeiter des Sozialbereichs. Auf einer improvisierten Leinwand liefen kleine Einspielfilme, die die Handlung unterstützen sollten.

Mit viel Liebe fürs Detail und einer gehörigen Portion Humor gingen die Darsteller zu Werke. Mangels Personal und Platz wurde der siebte Zwerg einfach symbolisch in einen Rucksack verfrachtet, den der sechste Zwerg auf dem Rücken trug. Nur die Zipfelmütze lugte aus dem Rucksack hervor. Statt langer Dialoge wurden passend zur Handlung bekannte Schlagermelodien eingespielt. So wehrte sich Schneewittchen zum Ende der Geschichte erfolglos gegen die Küsse des Prinzen, den die Chefin gleich selbst spielte. Passend dazu dröhnte „Mach mir doch kein‘ Knutschfleck“ aus den Lautsprechern. Dafür versprach der Prinz in Anlehnung an Jürgen Drews: „Ich bau‘ Dir ein Schloss“.

Das hier keine Schauspiel-Profis am Werke waren, tat der stimmungsvollen Inszenierung keinen Abbruch. Sichtlich viel Spaß hatten alle Darsteller mit ihren Rollen, auch die Zuschauer sangen bei den Melodien spontan mit. Selbst wenn einmal etwas nicht so klappte wie gewünscht, wurde das mit einem Lächeln quittiert. So „tobte“ in einer Szene die böse Königin nicht nur wegen Schneewittchens Schönheit, sondern auch über den Jäger, der ewig nicht auf der Spielfläche erscheinen wollte. Die Darstellerin des Jägers hatte sich nämlich beim schnellen Kostümwechsel in ihrer Uniform verheddert, weil sie kurz zuvor noch einen Zwerg spielen musste, und wollte sich erst einmal ordentlich ankleiden. Ernst dreinschauen ging dann allerdings gar nicht mehr, der Reflex, über das Missgeschick zu lachen, war eben doch stärker.

„Sehr gut!“, war nach der Vorstellung das einstimmige Urteil der Zuschauer auf die Frage, wie es denn gefallen habe. Bereits jetzt gibt es Planungen für das nächste Jahr. Dann wird „Rapunzel“ auf dem Programm stehen. Nächste Höhepunkte sind allerdings die diesjährigen Weihnachtsfeiern für die Bewohner und deren Angehörige am 18. und 19. Dezember. Dann hat sich auch der Weihnachtsmann angekündigt.

„Zauberpeter“ freut sich auf den „Weihnachtszauber“ in Forst

Es gibt Zeitungsrubriken, die beginnen mit: „Was macht eigentlich…?“. Meist wird dann an Menschen erinnert, die man schon lange tot glaubte oder die zu Recht in Vergessenheit geraten sind. Und es gibt Personen, da genügt ein Stichwort, um zu wissen, wer gemeint ist: Franz Beckenbauer bleibt für alle Zeit der „Kaiser“, „Poldi und Schweini“ kennen selbst Fußball-Verächter.

Zauberpeter“ ist auch so ein Synonym. Der 1943 in Forst (Lausitz) geborene Peter Lehmann verzaubert über Generationen hinweg zunächst das ostdeutsche Publikum, promoviert zwischendurch im Fach Physikalische Chemie und startet noch zu DDR-Zeiten als Dr. Peter Kersten eine Weltkarriere. „The Magic Doctor“ tritt u.a. vor der Tochter des amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter auf. Auch der spanische König Juan Carlos bucht den Künstler für eine Privatvorstellung.

Zauberpeter , der zaubernde Moderator Dr. Peter Kersten zaubert auf Schloss Kuckuckstein
Foto: Dirk Sukow

Im DDR-Fernsehen erreichen seine Sendungen „Kunterbunt“ und „Zauber auf Schloss Kuckuckstein“ Kultstatus.

Die Gastspiele rund um den Erdball hinterlassen bei dem Weltenbummler Sehnsüchte, die er sich nach dem Ende der DDR erfüllt. Mit einer Filmkamera bewaffnet reist Dr. Peter Kersten um die Welt und dreht Reisereportagen für die MDR-Sendung „Windrose“. Auf der indonesischen Insel Sumba wird er heimisch und betreibt zudem mit seiner Frau ein Ferien-Ressort-Hotel.

Als die „Windrose“ 2012 eingestellt wird, schlägt der „Zauberpeter“ ein neues Kapitel seiner langen Karriere auf. Er verbindet das, was er am besten kann: zaubern und von seinen Fernreisen berichten. Für seine „Magische Weltreise“ bedient er sich aus seinem Fundus von rund 150 Filmen aus aller Welt, die er in seine Zauber-Show einbettet. Mit diesem Programm tourt er seitdem durch die Lande, stand damit auch mehrmals in seiner alten Heimat auf der Bühne.

Für die besinnliche Jahreszeit hat sich Dr. Peter Kersten nun etwas Neues ausgedacht – „Weihnachtszauber International“, so der Titel, mit dem er am 30. November und am 1. Dezember im Forster Pavillon „Genuss & Kunst“ zu erleben ist. „Das Programm gibt mir die Möglichkeit, mal etwas mehr über meine Arbeit mit der Kamera zu berichten. Die kleinen Filme, die rund um den Globus entstanden sind, werden mit kleinen Geschichten am Rande und entsprechendem neuen Fotomaterial ergänzt.“, verrät der Künstler, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass dies kein reiner Filmabend wird. Gezaubert wird natürlich auch.

Im Mittelpunkt des Programms steht die Frage: Wie wird auf anderen Kontinenten Weihnachten gefeiert? Während seiner vielen Reisen hat Peter Kersten jedes Jahr woanders Weihnachten gefeiert und dadurch die Traditionen der Einheimischen kennengelernt. So gibt es auf der Karibik-Insel St. Eustatius eine Weihnachtsparade bei karibischer Musik. In Australien besuchte Peter Kersten Opalsucher im Outback, war in Brasilien bei einem Indianerstamm im Amazonas-Dschungel und tauchte vor der Südsee-Insel Vanuatu im Meer in alten Schiffs-Wracks.

Sich zur Ruhe zu setzen kommt für den 75jährigen nicht in Frage. Zwar ist seine Medienpräsenz nicht mehr so groß wie zu früheren Zeiten, doch in Vergessenheit geraten ist Peter Kersten deshalb noch nicht. „Was macht eigentlich…?“ lässt sich schnell beantworten: Regelmäßig zweimal im Jahr tourt der „Zauberpeter“ durch die Republik. Dazu hat er seinen Lebensmittelpunkt größtenteils nach Coswig bei Dresden verlegt. Kürzlich zauberte er auch wieder auf Schloss Kuckuckstein. „Die 3 Veranstaltungen an alter Wirkungsstätte waren binnen kurzer Zeit restlos ausverkauft“, freut sich Peter Kersten über die jahrzehntelange Treue seiner Fans. Auch in Forst fühlt er sich jederzeit willkommen. „Viele der meist älteren Besucher erinnern sich noch gut an die Fleischerei meines Vaters.“, weiß er aus Gesprächen während seiner bisherigen Gastspiele in Forst. Peter Kersten freut sich darauf, wieder einmal in seiner Heimat aufzutreten. Schließlich begann hier seine erfolgreiche Karriere. Und wer weiß – vielleicht zaubert er ja so kurz vor der Weihnachtszeit noch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk für die Gäste aus seinem Zylinder.

Während die Veranstaltung am Sonnabend bereits ausgebucht ist, gibt es für den Freitag noch vereinzelte Restkarten (Beginn 19:00 Uhr).

Kontakt für Buchungsanfragen: docpeterkersten@googlemail.com

(c) Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Dr. Peter Kersten

Hohe Ehrung für Diana Sonntag

Im Restaurant „Rosenflair“ fand am 12. Oktober 2018 die Festveranstaltung zum 73. Geburtstag der Volkssolidarität Region Forst statt. Zu den Ehrengästen gehörte neben dem Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, u.a. der Landrat des Landkreises Spree-Neiße Harald Altekrüger und die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek.

Ines Rauer, Geschäftsführerin der Volkssolidarität Spree-Neiße e.V., würdigte in ihrer kurzen Begrüßungsrede das Engagement der vielen ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Volkssolidarität. Von den 360 Mitgliedern der Forster Ortsgruppen sind 42 Männer und Frauen im Ehrenamt bei der Sozialberatung oder der Nachbarschaftshilfe tätig. Meist hilft bei Problemen oft auch nur ein offenes Ohr. „Wir haben leider viel zu wenig fachlich geschultes Personal, deshalb appelliere an die anwesenden Politiker, sich für eine Verbesserung der Situation stark zu machen!“, sagte Ines Rauer.

Dr. Dietmar Woidke würdigte in seinem Grußwort die Arbeit der Volkssolidarität und deren Mitglieder: „Sie leisten eine wichtige Arbeit für die Gesellschaft. Der Grundgedanke der Volkssolidarität, einander zu helfen und beizustehen, ist heutzutage wichtiger als jemals zuvor!“.

Nach Kaffee und Kuchen und musikalischer Umrahmung durch Sängerin Doris Andreas wurden verdienstvolle Mitglieder ausgezeichnet. Den „Ehrenpreis der Volkssolidarität“ überreichte Dr. Dietmar Woidke in Vertretung des Bundespräsidenten der Volkssolidarität an Diana Sonntag vom Pavillon „Genuß und Kunst“ in Forst (Lausitz).

Dr. Dietmar Woidke, Diana Sonntag, Ines Rauer

In der Begründung zur Ehrung wird die Unterstützung der Verbandsarbeit durch die Inhaberin des Pavillons und deren Mitarbeitern gewürdigt. Seit 2015 ist der Pavillon „Genuß und Kunst“ monatlicher Treffpunkt der Ortsgruppen. Neben der Geselligkeit wird den Teilnehmern ein gefühltes Zuhause vermittelt. Diana Sonntag, selbst Mitglied der Volkssolidarität, bietet in ihrem Haus ein breit gefächertes Veranstaltungsspektrum mit Lesungen, Konzerten und der Präsentation hochrangiger Künstler und sorgt dafür, „dass Kunst und Geselligkeit eine nicht zu unterschätzende Rolle im Leben unserer Mitglieder spielt“.

Diana Sonntag bedankte sich mit rührenden Worten für die hohe Auszeichnung. „Ich wundere mich nur, dass ich für etwas ausgezeichnet werde, was ich für etwas völlig Selbstverständliches halte. Man hat mir früh beigebracht, Respekt vor dem Alter zu zeigen.“ Gern wolle sie mithelfen, diesen Respekt auch anderen Menschen aus ihrer Generation zu vermitteln. Es freue sie auch, diese Ehrung nicht wie ursprünglich beabsichtigt in Berlin, sondern in einem dem Anlass angemessenen Rahmen in Anwesenheit vertrauter Menschen erhalten zu haben. „Hier kenne ich die Leute und sie kennen mich. Ich fühle mich in vertrauter Umgebung einfach wohler.“

Forster Fotograf entdeckt die Muster in der Landschaft

Der Forster Fotograf und Videofilmer Frank Junge präsentiert derzeit im Forster Kreishaus eine kleine Ausstellung mit ungewöhnlichen Panoramafotos von Forst und der näheren Umgebung. So zeigen die 12 großformatigen Aufnahmen im Format 50 x150 cm bzw. 30 x 90 cm die Forster Stadtkirche, das Forster Freibad oder den Kegeldamm mit dem Seufzersteg aus der Vogelperspektive. Auch Luftbildaufnahmen aus Grießen und Brody/Pförten sind in der Ausstellung vertreten.

Das Bemerkenswerte an den Aufnahmen ist die Perspektive, denn mit einer Flugdrohne wurden mehrere Einzelaufnahmen gemacht, die dann mittels spezieller Software zu Panoramabildern zusammengefügt wurden. 3 bis 4 solcher Einzelfotos verknüpfen sich später zu einem einzigen Bild. Dem Betrachter geben sich dadurch ungewöhnliche Perspektiven preis. „Den Blick wie auf den Fotos haben sonst nur Hubschrauberpiloten, die in geringer Höhe fliegen. Aus Flugzeugen betrachtet sind solche Ansichten auf Grund der Höhe nicht möglich.“, verrät Frank Junge.

Wer als Betrachter vor den riesigen Fotos steht, geht unweigerlich auf die Suche nach markanten Punkten in der Landschaft oder staunt über ungewöhnliche Strukturen auf Plätzen, die sich meist erst aus der Luft erschließen. Oder wussten Sie, welches Muster sich beim Blick in den Rosenkreisel ergibt?

Frank Junge kennt aus eigener Erfahrung die Sichtverhältnisse aus der Luft. Als ehemaliger Militärflieger der NVA hatte er zu DDR-Zeiten eine privilegierte Aussicht von oben auf den nicht mehr existierenden Staat. Seit etwa 3 Jahren nun widmet er sich der Luftbildfotografie und -filmerei. Mehrere Filme sind bereits entstanden, so unter anderem der Film „Forst von oben“ oder Einspielfilme für den Forster Geschichtsstammtisch. Auch für den Dokumentarfilm über die „Schwarze Jule“ lieferte Frank Junge Luftbildaufnahmen des Stadtbahnhofes oder der ehemaligen Streckenführung.

Frank Junge steuert dabei seine Drohne in Höhen bis maximal 100 Meter, alles was höher hinaus geht bedarf einer besonderen Genehmigung der zuständigen Luftfahrtbehörden.

Für die nahe Zukunft hat Frank Junge schon neue Ideen im Hinterkopf, zu welchen markanten Landschaftspunkten er seine Drohne wieder in die Lüfte aufsteigen lässt. „Die schönsten Aufnahmen ergeben sich dabei bei Sonnenauf oder -untergang in der sogenannten Goldenen Stunde“, verrät der Experte. Dann fällt das Sonnenlicht in einem spitzen Winkel ein und sorgt für ein weiches und warmes Licht.

Noch bis zum 26. Oktober ist die Ausstellung mit Aufnahmen aus den Jahren 2017 und 2018 im Kreishaus des Landratsamtes zu sehen. Bei Gefallen können die ausgestellten Panoramabilder auch käuflich erworben werden.

Viele Pferdestärken im und außerhalb des Reit-Parcours

Der Wettergott muss ein Reitsportfan sein! Anders ist es nicht zu erklären, dass beim 11. Forster Sattelfest im hiesigen Rad- und Reitstadion beste äußere Bedingungen herrschten, die es den zahlreich angereisten Teilnehmern aus Nah und Fern erlaubten, höchste sportliche Leistungen abzuliefern. Die Organisatoren des veranstaltenden PSV 1893 Forst mit Hagen Ridzkowski als Turnierleiter des höchstdotierten Freilandturniers in den ostdeutschen Bundesländern taten ihr Übriges, um Reitern, Rennfahrern, Betreuern und Zuschauern den Aufenthalt im Stadion so angenehm wie möglich zu gestalten.

15 Springprüfungen unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrades und der traditionelle Herbstpreis der Steher standen auf dem Programm. Auch das Rahmenprogramm abseits des Wettkampf-Parcours konnte sich sehen lassen.

Für die Voltigiergruppe der SG Bademeusel war der Samstag besonders aufregend. Sieben Mädchen und ein Junge aus der Nachwuchsgruppe präsentierten während einer Umbaupause im Stadion, was sie in den letzten Wochen einstudiert hatten. Auf dem Rücken von „Wirbelwind“, der 17jährigen Hannoveraner Stute von Besitzerin und Longenführerin Beate Rösler, balancierten Emma, Ronja und die anderen gekonnt zum Rhythmus aus den Lautsprechern. Die jüngste im Team ist Elaine, vor wenigen Tagen 6 Jahre alt geworden und zum ersten Mal beim Sattelfest dabei. Auch Fritzi aus Neuzelle hatte zum ersten Mal einen Auftritt vor solch großem Publikum. „Es war schön und hat alles geklappt, wie wir das geübt hatten. Nur ‚Wirbelwind‘ stockte einmal“, sagte die Achtjährige nach dem Auftritt.

Ronja (11 Jahre) kennt das Sattelfest schon aus den Vorjahren. Sie ist bereits zum 4 Mal dabei. Auch für sie ist es immer noch etwas Besonderes, vor so vielen Leuten aufzutreten.

Als Dankeschön und Belohnung für ihren Auftritt gab es für die jungen Reiter aus den Händen der Forster Rosenkönigin Stephanie II. die begehrten Schleifen und eine Tüte Gummibärchen. „Die Schleifen sind für die Kinder etwas Besonderes.“, verrät Ines Horschigk, Trainerin der beiden Voltigiergruppen in Groß Bademeusel. Für Fritzi war es bereits die 63. Schleife, die sie bei den unterschiedlichsten Reitveranstaltungen errungen hat. Auch Ronja hat schon mehr als 20 Schleifen in ihrer Sammlung.

Der Großteil der Gruppe kommt aus Forst und trainiert einmal in der Woche unter der Anleitung von Ines Horschig auf dem Reiterhof von Beate Rösler. Durch Mundpropaganda sind auch Kinder aus weiter entfernten Orten wie Gablenz bei Weißwasser oder eben Neuzelle zur Trainingsgruppe gestoßen. Neben der Nachwuchsgruppe gibt es noch eine Leistungsgruppe, die regelmäßig an Wettkämpfen teilnimmt.

Dass die Voltigiergruppe ziemlich am Ende der Pferdeboxen Quartier bezogen hat, stört die Gruppe nicht: “Das ist ganz praktisch, da müssen die Kinder nicht so sehr auf die großen Reiter achten, die über den Platz zum Stadion reiten!“, erklärt Ines Horschig.

Denn hier im Reiterlager herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Sportler reiten mit ihren Pferden zum Wettkampf-Parcours oder kommen gerade vom Abreiteplatz, wo sich die Pferde nach ihrer Springprüfung auslaufen können. In den vielen langen Pferdeboxen auf dem weitläufigen Gelände werden die Tiere für den nächsten Ritt vorbereitet oder nach dem Wettkampf gestriegelt. Viele Reiter sind mit speziellen LKWs, in denen ihre Wettkampf-Pferde untergebracht sind, angereist. Wie in einer Wagenburg aufgereiht stehen die Trucks auf dem Fußballfeld des SV Süden, der für das Sattelfest seinen Sportplatz zur Verfügung gestellt hat. Auf Videowänden im Reiterlager können die Reiter die Ergebnisse ihrer Konkurrenten verfolgen.

Doch Pferdestärken konnte man nicht nur im Rad-Oval bewundern, sondern auch auf dem Vorplatz unterhalb der Südkurve. Hier stehen an diesem Samstag 10 historische LKWs und laden die Liebhaber größerer Pferdestärken zum Schwärmen und Fachsimpeln ein. „Die Autos gehören meist regionalen Unternehmern“, sagt Jürgen Beinio, Verkaufsleiter im Autohaus Cottbus. Alle zwei Jahre trifft man sich zu einer Ausfahrt, die von der Cottbuser Mercedes-Niederlassung organisiert wird. In diesem Jahr führte die Tour von Lübben über Guben nach Forst. Das älteste Fahrzeug war ein Mercedes-Lieferfahrzeug aus der Zeit Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Mit der knallroten Lackierung, auf der die Werbung eines großen Lausitzer Bäckereiunternehmens prangt, fällt es sofort ins Auge. Neben mehreren Mercedes-Oldtimern präsentieren sich auch aufpolierte H6-Fahrzeuge aus Werdauer Produktion, ein W-50 und ein Volvo und bieten jedes für sich dem Betrachter einen optischen Leckerbissen.

Es gibt viel zu entdecken abseits des Reit-Parcours. Doch im Mittelpunkt des Interesses stehen natürlich der Pferdesport sowie das Steherrennen. Und wenn man den Wettergott als Verbündeten hat, lohnt sich das Dabeisein umso mehr.

Neue Einblicke im Rosengarten

Der Rosengartensonntag im Monat Juli vermittelte den rund 20 Teilnehmern völlig neue An-, Ein- und Durchsichten des Ostdeutschen Rosengartens. Die Veranstaltungsreihe war diesmal zweigeteilt und begann mit einem Foto-Rundgang durch den Park.

Wie kann man am besten Stimmungen einfangen? Wie entstehen ausdrucksstarke Fotos? Wie wirken die Aufnahmen lebendiger? Antwort auf diese und weitere Fragen konnte der Cottbuser Berufsfotograf Raphael Kellner an verschiedenen Stationen im Ostdeutschen Rosengarten geben. Schon der Treffpunkt am historischen Eingang zum Park bot die erste Möglichkeit, sich foto- künstlerisch auszuprobieren. Die lange Hauptachse vom Eingang in Richtung Wasserspiele war für ihn das beste Beispiel. „Nehmen Sie die Wegebegrenzungen als Hilfslinien! Und wechseln Sie ruhig mal den Standort hin zu einer Seite. Dann wirkt das Bild nicht mehr so langweilig!“, erklärt der Profi. Sofort werden die Kameras gezückt und das eben Gehörte ausprobiert. Von der teuren Marken-Spiegelreflexkamera über kleine Digitalkameras bis hin zu Handys mit Kamerafunktion ist an diesem Sonntagvormittag alles vertreten.

Annette Schild vom Stadtmarketing Forst gibt die Richtung vor. Sie kennt den Rosengarten wie ihre Westentasche und weiß, wo die interessantesten Motive warten. Da auch einige Teilnehmer zum ersten Mal im Forster Rosengarten sind, gibt sie gleich noch eine Parkführung und verrät das eine oder andere Geheimnis. So ist die berühmte „Grüne Rose“ unweit des Haupteingangs eher als „Betriebsunfall“ zu werten. „Als Fotomotiv hat die Grüne Rose überhaupt keinen Reiz!“, stellt ein Besucher angesichts der unscheinbaren Blüten fest.

Am Kaskadenbrunnen angekommen, erklärt Raphael Kellner, wie man Wasserspiegelungen ins Bild einbauen kann. Nur wenige Schritte entfernt, auf der Dammkronen-Allee, kommt sein nächster Tipp: “Fotografieren Sie ruhig mal von unten nach oben in die Baumkrone hinein. Sie werden ungewöhnliche Motive finden!“, verspricht er.

Die Wasserspiele sind bei Touristen ein beliebtes Fotomotiv. Doch der Foto-Profi hat noch ein besseres im Angebot. Unweit der Wasserspiele steht eine Skulptur mit zwei Tauben, die mit ihren Körpern einen Ring formen. In der Verlängerung steht im Teschendorff-Garten der Sockel mit einer steinernen Vase. „Haben Sie den Mut zum Perspektivwechsel und probieren Sie mal ungewöhnliche Aufnahmen!“, macht Raphael Kellner den Gästen Mut. Wenn man nämlich den Ring, den die beiden Tauben bilden, sich als „Bilderahmen“ denkt und dort hindurch fotografiert, kommt die Vase ganz anders zur Geltung.

Egal, ob am Bärchenbrunnen, hinter der Schillerbühne oder im Pergolenhof – neben den touristischen Informationen von Annette Schild gibt es auch die passenden Hinweise, wie man das jeweilige Objekt perfekt ins Bild setzen kann.

Nach gut zwei Stunden ist der erste Teil des Rosengartensonntags beendet. „Mit der Resonanz bin ich angesichts der hohen Temperaturen sehr zufrieden. Ich habe mit weniger Teilnehmern gerechnet.“, resümiert Annette Schild. Auch die Hobby-Fotografen sind angesichts vieler neuer Erkenntnisse in Sachen „Perfektes Bild“ rundum zufrieden. Einige drehen noch eine Extrarunde durch den Park auf der Suche nach neuen Motiven.

Dazu könnten auch die vier Tänzerinnen und Tänzer der „Tanzkompanie golde g.“ aus Cottbus gehören. Sie bereichern mit ihrer Tanzperformance den zweiten Teil des Tages, der unter dem Motto „Choreografische Bilder im Rosenparadies“ steht.

Im Neuheitenteil des Parks beginnen die Künstler zur Musik des ungarischen Jazzmusikers Ferenc Snitberger mit ihrer Choreografie. Am Kaskadenbrunnen wechseln sich Sprünge, Hebefiguren und Pirouetten mit langsamen und schnelleren Schrittelementen ab. Bereit gehaltene Rosen werden im Publikum verteilt. 30 Minuten lang (in der prallen Sonne) wird der Kaskadenbrunnen zum Spielrequisit.

Nach einer kurzen Pause wechseln die Tänzerinnen und Tänzer zu den Wasserspielen und zeigen den dortigen Café-Besuchern ein leicht geändertes Programm. Daß Tanz auch Improvisation bedeuten kann, bewies die Tänzerin Anna Fingerhuth. Das Wasserbecken mit der großen Fontäne ist allerdings angesichts der äußeren Temperaturen auch zu verlockend: Zur Überraschung ihrer Tanzpartner lässt sie sich ins Wasser fallen und setzt von dort aus ihre Choreografie fort.

Der Mut hat sich jedenfalls gelohnt, wie der Applaus der Cafè-Besucher am Ende der Vorstellung bewies.

Der nächste Rosengartensonntag findet am 26. August statt. Dann stehen „MÄRCHEN, MYTHEN & HARFENKLÄNGE sowie „SIEBENSCHÖN & ROSENROT“ im Mittelpunkt.

Hornoer feiern mit ihrem Spielmannszug

Mit einem Umzug entlang der Dorfaue im Forster Stadtteil Horno, angeführt vom hieransässigen Spielmannszug, begannen am vergangenen Samstag Punkt 14:00 Uhr die Feierlichkeiten anlässlich des 95jährigen Gründungsjubiläums des Spielmannszuges. In den Zug reihten sich Traditionsfeuerwehren mit ihren uralten Handdruckspritzen, die im Rahmenprogramm ein Handdruckspritzentreffen veranstalteten.

Zu dem kleinen Fest begrüßte der Leiter des Spielmannszuges Roland Naparty u.a. die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek sowie den Hornoer Ortsvorsteher Bernd Siegert.

Simone Taubenek würdigte in ihren kurzen Grußworten das Engagement der Hornoer. Seit 15 Jahren bereichern die Einwohner des neu hinzugekommenen Forster Ortsteils mit ihren Aktivitäten das Stadtleben. „Ich wünsche Ihnen deshalb immer ausreichend Nachwuchskräfte und dem Fest viel Spaß“, so Taubeneck. Sie übergab an Ortsvorsteher Bernd Siegert eine Collage des Spree-Neiße-Landrates für die Teilnahme der Hornoer an der Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“. Siegert verwies in seinen Dankesworten darauf, dass ohne die Unterstützung der Stiftung Horno vieles nicht möglich wäre. So übernahm die Stiftung auch als kleines Dankeschön für die geleistete Arbeit die Kosten des Jubiläumsfestes.

1923 wurde der Spielmannszug im „alten“ Horno gegründet. Wann genau und wo lässt sich aus der Chronik nicht mehr ermitteln. Mittlerweile ist der Spielmannszug der einzige in Forst. Etwa einen Auftritt pro Monat können die Spielleute verzeichnen. Mit 20 aktiven Mitgliedern ist der Verein gut aufgestellt. Das ältestes Mitglied ist Alfred Tabor (80), der 15 Jahre die Geschicke des Spielmannszuges leitete, ehe er die Leitung an seinen Nachfolger Roland Naparty übergab. Lena Naparty ist mit 11 Jahren das jüngste Mitglied. Geübt wird jeden Mittwoch um 19:30 Uhr im Vereinszimmer im „Hornoer Krug“. Auch wenn der Bestand stabil und durch den Nachwuchs zukunftsträchtig ist, freuen sich Roland Naparty und Organisationschefin Petra Schimtz jederzeit über neue Interessenten.

Seit den Feierlichkeiten zum 85. Geburtstag des Spielmannszuges sind die Treffen der Traditionsfeuerwehren mit ihren Handdruckspritzen ins Festprogramm integriert. In diesem Jahr fanden die „Alten Kameraden“ der Feuerwehren aus Fehrow, Briesnig, Gahry, Drehnow, Peitz-Ottendorf, Tauer und Forst den Weg auf die Hornoer Festwiese gegenüber des Feuerwehrgebäudes. Hier wurde demonstriert, wie vor 100 Jahren gelöscht wurde. Dabei ging es nicht immer um Schnelligkeit und zwischendurch wurde auch mal ein Bierchen gezischt.

Mit der Handdruckspritze aus Tauer mit dem Baujahr 1897 war eine der ältesten Handdruckspritzen der Region am Start. Wesentlich jünger ist dagegen die Hornoer Spritze aus dem Jahr 1925 – sie ist fast so alt wie der Spielmannszug.

Höhepunkt des Nachmittags war eine Wasserkette aller anwesenden Feuerwehren. Mit der musikalischen Unterstützung der „nAund“-Blasmusik, die den Rhythmus vorgab, pumpten die Kameraden eifrig an ihren jeweiligen Handdruckspritzen das Löschwasser bis zur nächsten Station. Gefühlte 10 Minuten dauerte es, ehe auch die letzte der aufgereihten Spritzen mit Wasser versorgt war und unter dem Applaus der Zuschauer im hohen Strahl das Naß auf der Festwiese verteilte.

Vorführungen der DRK-Rettungshundestaffel sowie der Auftritt des Hornoer Männergesangsvereins Euterpe rundeten das Jubiläum ab. Im Festzelt spielte bis in die Abendstunden die „nAund“-Liveband, der „Hornoer Krug“ sowie die Bäckerei Merschank sorgten für die kulinarische Versorgung auf der Festwiese. Die jüngsten Besucher konnten sich auf der Hüpfburg vom Kindermobil austoben.

Naundorfer Feuerwehr-Jubiläum endet mit unfreiwilligem Wasserbad

Mit einem Festumzug durch das Gut Neu Sacro begannen am vergangenen Samstag die Feierlichkeiten anläßlich des 125jährigen Gründungsjubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Naundorf.

Pünktlich um 9:00 Uhr setzte sich der Zug – angeführt vom Hornoer Spielmannszug – in Bewegung. Nach einer Runde durch das Rondell des Gutes Neu Sacro ging es weiter zur benachbarten Festwiese, wo im Anschluß die 23. Forster Stadtmeisterschaften im „Löschangriff nass“ stattfanden. Der Veranstaltungsort war bewußt gewählt, zählt doch Neu Sacro zur Gemarkung Naundorf.

Eingefunden hatten sich die Ortswehren von Forst, die ihrerseits der Naundorfer Freiwilligen Feuerwehr ihre Glückwünsche überbrachten. „Es scheint eine ziemlich trockene Gegend zu sein“, stellte Ortswehrführer Matthias Elster belustigt angesichts der überwiegend alkoholischen Präsente fest. Verwaltungsvorstand Jens Handreck übergab als Vertreter der Stadt Forst (Lausitz) an die Naundorfer Kameraden einen Scheck zur Anschaffung weiterer notwendiger Materialien.

Gegründet wurde die Naundorfer Feuerwehr am 23. Februar 1893. Wo genau die Gründung stattfand, lässt sich aus der Feuerwehrchronik nicht entnehmen. Zu jener Zeit revolutionierte Bismarck das Feuerschutzwesen in Deutschland. Im Gegensatz zu anderen Wehren, bei denen meist örtliche Turnerschaften den Aufbau der Feuerwehren vorantrieben, ging in Naundorf die Initiative von der Bürgerschaft aus. 26 Gründungsmitglieder vermerkt die Chronik. Erster Wehrführer war Gottlieb Britze. Für die darauffolgenden Jahrzehnte zählt die Chronik 12 Wehrführer. Seit 2007 verantwortet Matthias Elster die Geschicke seiner Feuerwehr.

Zur Erstausstattung gehörte lediglich eine Handdruckspritze, die von Pferdegespannen gezogen wurde. Untergebracht war die Spritze im damaligen Nachtwächterhäuschen. Ein Schlauchtransportanhänger, gezogen von einem Traktor, war ab 1958 jahrelang das einzige Löschgerät, ehe es 1985 von einem Barkas-Löschfahrzeug TS 8 ersetzt wurde. Am 29.11.2011 erhielt die Naundorfer Feuerwehr ein modernes Tragkraftspritzenfahrzeug, welches noch heute im Bestand ist. 11 Kameraden in der Ehrenabteilung sowie 15 aktive Kameraden engagieren sich in der Wehr. Ältestes Mitglied ist Eberhard Lehmann (Jahrgang 1931), das jüngste Mitglied ist Jonas Woidtke mit 17 Jahren.

Der 2004 gegründete Förderverein unterstützt die Naundorfer Feuerwehr z.B. bei der Beschaffung von T-Shirts oder der Finanzierung des diesjährigen Jubiläums. Aus dem Ortsleben ist die Feuerwehr nicht mehr wegzudenken, bewahrt sie doch Traditionen wie das Maibaumaufstellen oder das Osterfeuer.

Zu den schwierigsten Einsätzen gestalteten sich in der Vergangenheit vorwiegend die Hochwasser. So waren die Kameraden beim Elbe-Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Mühlberg 2 Tage ununterbrochen im Einsatz. Auch die Neiße-Hochwasser 1897, 1958 in Briesnig und 2010 in Sacro waren für die Naundorfer Kameraden besondere Bewährungsproben, ebenso wie im Januar 2014 ein Scheunenbrand in Briesnig.

Stimmungsvoll verliefen die 23. Forster Stadtmeisterschaften im „Löschangriff naß“, die in die Feierlichkeiten zum 125jährigen Geburtstag eingebunden waren. Insgesamt 10 Mannschaften gingen an den Start.

Zunächst zeigte der Feuerwehrnachwuchs, was er drauf hat. Stadtmeister wurde bei den 10-14jährigen Mädchen die Mannschaft der Neu-Hornoer Feuerwehr. 37,63 Sekunden stehen am Ende zu Buche. Auch die Jungs der AK 10-14 aus Neu Horno siegten mit 20,38 Sekunden. Bei den älteren Jungs (14-17 Jahre) ging mit der gleichen Laufzeit der Sieg ebenfalls an die Hornoer.

Stadtmeister bei den Damen wurde „Sacdorf“. Nun hat Forst nicht etwa über Nacht einen neuen Ortsteil bekommen. Mangels eigener Frauen-Mannschaften schlossen sich spontan die Mädels der befreundeten Sacroer und Naundorfer Feuerwehren zu einer Staffel zusammen und holten sich auf der 100-Meter-Bahn mit 48,14 Sekunden den Stadtmeistertitel.

Dramatisch wurde es anschließend bei den Läufen der Ortswehren. Erst wurde die Sacroer Mannschaft disqualifiziert, weil sich der Saugkopf im Wasserbecken löste, was nicht regelgerecht ist. Dann erwischte es auch den Gastgeber. Kameradin Sandra Schuhart glitt nach dem Start beim Laufen zur Zielscheibe der Verteiler aus den Händen. Beim Aufschlag des Verteilers auf dem Boden löste sich die Schlauchkupplung. Da die Schläuche bereits unter Druck standen, artete ihr Malheur zu einer unfreiwilligen Wasserdusche für sie aus. Am Ende blieb die Zeit bei 58,61 Sekunden stehen, was in der Endabrechnung Platz 5 bedeutete. Der Sieg ging 31,42 Sekunden an die Ortswehr Neu Horno vor Forst (31,79 sek) und Groß Bademeusel (32,97 sek.). Vierter wurde Eulo mit 39,04 sek. Der Titelverteidiger aus Mulknitz war nicht am Start. Alle Stadtmeister sind somit für die Kreismeisterschaften qualifiziert.

Auch rings um die Wettkampfstrecke wurde einiges geboten. Für die Kinder gab es eine Schminkecke und eine Hüpfburg. Nebenan wurde ein Hindernis-Parcour aufgebaut. Hier konnten die Kinder nach Slalomlauf und Sprungübung ihre Zielgenauigkeit beim Wasserspritzen auf Holzkameraden testen. Zur gastronomischen Versorgung der Besucher bot die Forster Feuerwehr Erbseneintopf aus der Gulaschkanone an. Die Mädels der Naundorfer Sportgruppe zeigten in der Pause zur Musik von „Fluch der Karibik“ eine Choreografie mit Kampfsportelementen.

Die Naundorfer Sportgruppe

Der Hindernis-Parcours für die Jüngsten

Groß war das Gelächter, als die Naundorfer Kameraden nach der Siegerehrung drei neue Mitglieder zünftig im Wasserbecken tauften.

Die Titelhamsterer aus Neu Horno

Den Abschluß der Feierlichkeiten bildete am Abend eine Festveranstaltung im zum Saal umgebauten ehemaligen Kuhstall des Gutes Neu-Sacro.

Forster Gesangstalent wandelt „Ultraleicht“ auf neuen musikalischen Pfaden

Der 13. Juli 2018 könnte für die Forster Sängerin Michelle Bönisch der Start in eine neue Zeitrechnung sein. An diesem Tag erscheint das neue Album „Ultraleicht“ im Handel und stellt einen kompletten Imagewechsel weg von der volkstümlichen Musik hin zu tanzbaren Schlagern dar. Aus dem kleinen Mädchen, dass schon mit 5 Jahren auf der Bühne stand und die vorwiegend älteren Zuhörer entzückte, ist eine junge erwachsene Frau geworden, die genau weiß was sie will: „Ich möchte das singen, was mir gefällt und was mir Spaß macht. Von den Dirndln habe ich mich erst einmal verabschiedet.“, sagt Michelle Bönisch im Gespräch. Die Leute würden schnell merken, wenn man nicht mehr voll und ganz hinter einer Sache steht. Und Michelle möchte sich nicht verstellen und statt der ausgetretenen Pfade vielmehr neue Wege zu gehen

Hinter ihr liegt bereits ein langer musikalischer Weg. Schon als Kind sang sie leidenschaftlich gern, meist im Familienkreis und meistens Lieder von Stefanie Hertel. Angefangen hatte es jedoch bei den „Tanzmäusen der Kita Kinderland“. In der Kulturinsel Friedrichshain hatte Michelle Bönisch bei einer Karnevalsveranstaltung ihren ersten Soloauftritt als Sängerin. Es folgten weitere Auftritte bei Dorf- und Stadtfesten oder bei privaten Geburtstags- und Hochzeitsfeiern. Gleichzeitig nahm sie Gesangsunterricht in der Musikschule des Landkreises Spree-Neiße.

Bei einem dieser Auftritte lernte Michelle den Komponisten Reinhard Kalleske kennen. Er schrieb für sie einige Titel, u.a. ihr absolutes Lieblings-Weihnachtslied „Schneeflocken tanzen“.

Auch Eberhard Hertel, der Vater von Schlagerstar Stefanie Hertel, wurde auf die Forster Nachwuchssängerin aufmerksam. Er schlug Michelle vor, sich für die „Krone der Volksmusik“, einer großen Fernsehgala, zu bewerben.

2010 war es soweit – nach einem Casting in München wurde Michelle Bönisch in die Sendung eingeladen und konnte in ihrer Wertungskategorie den zweiten Platz einheimsen. 2014 sah man Michelle in der ARD-Sendung „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross.

Seit dieser Zeit habe sie in vielen Tonstudios quer durchs Land Lieder aufgenommen, selbst in Österreich war Michelle Bönisch zu Gesangsaufnahmen. Ihr neues Album „Ultraleicht“ wurde im Wet-Cat-Studio in Uslar nahe Hannover aufgenommen. Produzent Jörg Lamster hat auch schon mit G.G. Anderson, den Wildecker Herzbuben oder Matthias Reim zusammengearbeitet. „Es gibt sehr viel Tanzmusik auf dem Album“, sagt Michelle, mit „Es muss Liebe sein“ ist sogar eine Ballade vertreten. „Es sind zwar verschiedene Stilrichtungen, trotzdem immer noch Schlager!“

In den Texten geht es meistens um das Thema Liebe. Den Titel „Meilenweit“ könne jedoch jeder für sich interpretieren. „Der eine bezieht es vielleicht auf die große Liebe, der andere auf unendliche Freiheit!“, verrät die 18jährige das Geheimnis eines ihrer Lieblingstitel vom Album.

Selbst einen Fanclub hat sie schon. Der ist überraschenderweise in Süddeutschland beheimatet. „Die Leute hatten mich bei der ‚Krone der Volksmusik‘ gesehen und danach angeschrieben, ob und wie sie mich unterstützen können“, so Michelle. Seitdem informiert der Fanclub regelmäßig über Auftrittstermine und Neuigkeiten von Michelle.

Unterstützung auch vom Fanclub bekommt Michelle Bönisch sicherlich am 10. Juni im „Hornoer Krug“ in Forst, wenn ab 15:00 Uhr in einem exklusiven Konzert das neue Album „Ultraleicht“ noch vor dem offiziellen Verkaufsstart der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Auch wenn Michelle in der Region einen gewissen Bekanntheitsgrad besitzt, sind Auftritte wie dieser in Forst immer noch etwas Besonderes. „Forst ist eben meine Heimatstadt.“

Und worauf freue sie sich am meisten bei ihrer ersten CD-Präsentation? „Ich bin auf das Feedback der Leute gespannt und darauf, zu erfahren, wie sie die neuen Lieder finden.“ Angst davor, der Imagewechsel könnte bei den Fans nicht so gut ankommen, hat Michelle nicht. „Ich möchte Musik für alle Altersgruppen machen, nicht mehr nur für die Älteren, die vielleicht lieber nur Volksmusik hören wollen.“ gibt sie sich selbstbewusst.

Auch die Frage nach musikalischen Vorbildern lässt Michelle Bönisch unbeantwortet. Sie möchte sich nicht an anderen Künstlern orientieren, sondern ihren eigenen Stil finden. In Jörg Lamster, ihrem Produzenten, hat sie einen Verbündeten gefunden, der aus ihrer ausgebildeten Stimme das Beste heraus holt. Er hat auch die beiden Musikvideos zu „Meilenweit“ und „Ultraleicht“ produziert.

Wer bei der Premiere von „Ultraleicht“ dabei sein möchte, sollte sich sputen. Karten für das exklusive Konzert gibt es im „Hornoer Krug“ (Telefon 03562-691555) oder in der Tourismus-Information Forst.

Natürlich ist das neue Album von Michelle Bönisch im Anschluss an die Veranstaltung für die Besucher noch vor dem offiziellen Verkaufsstart käuflich zu erwerben. Wer will, kann sich sein Exemplar auch gleich noch bei einer Autogrammstunde signieren lassen.