Sozialarbeiter überraschen Heimbewohner mit selbst inszeniertem Märchenstück

Alle Jahre wieder präsentiert das Team der Sozialarbeiter im Pflegeheim „Am Rosengarten“ kurz vor Beginn der Weihnachtszeit den dortigen Bewohnern ein selbst inszeniertes Märchenstück. Was vor 4 Jahren begann, erfreut sich zunehmend größerer Beliebtheit. In diesem Jahr gibt es vier Vorstellungen in den angeschlossenen Heimen in Forst und Döbern. „Die Bewohner sind glücklich über die jährlichen Aufführungen und fragen schon beizeiten, welches Märchen denn in diesem Jahr aufgeführt wird“, verrät Ilona Schörner, Leiterin des Sozialbereichs.

„Schneewittchen und die sieben Zwerge“ steht in diesem Jahr auf dem Programm. Bereits seit Oktober wurde einmal wöchentlich geprobt. „Die Kostüme und Kulissen haben wir im Team entworfen“, so Ilona Schörner. Gundolf Fiehler, ehrenamtlich im Pflegeheim tätig, übernahm die Regie und sorgte für den guten Ton.

Die Idee zur diesjährigen Inszenierung fand man im Internet auf einem Videokanal. Kurzerhand wurde das Theaterstück, welches im Video zu sehen war, auf die Gegebenheiten im Forster Pflegeheim angepasst. Der Speisesaal wurde zu einem kleinen Theater umfunktioniert. Die Rollen der handelnden Figuren übernahmen die Mitarbeiter des Sozialbereichs. Auf einer improvisierten Leinwand liefen kleine Einspielfilme, die die Handlung unterstützen sollten.

Mit viel Liebe fürs Detail und einer gehörigen Portion Humor gingen die Darsteller zu Werke. Mangels Personal und Platz wurde der siebte Zwerg einfach symbolisch in einen Rucksack verfrachtet, den der sechste Zwerg auf dem Rücken trug. Nur die Zipfelmütze lugte aus dem Rucksack hervor. Statt langer Dialoge wurden passend zur Handlung bekannte Schlagermelodien eingespielt. So wehrte sich Schneewittchen zum Ende der Geschichte erfolglos gegen die Küsse des Prinzen, den die Chefin gleich selbst spielte. Passend dazu dröhnte „Mach mir doch kein‘ Knutschfleck“ aus den Lautsprechern. Dafür versprach der Prinz in Anlehnung an Jürgen Drews: „Ich bau‘ Dir ein Schloss“.

Das hier keine Schauspiel-Profis am Werke waren, tat der stimmungsvollen Inszenierung keinen Abbruch. Sichtlich viel Spaß hatten alle Darsteller mit ihren Rollen, auch die Zuschauer sangen bei den Melodien spontan mit. Selbst wenn einmal etwas nicht so klappte wie gewünscht, wurde das mit einem Lächeln quittiert. So „tobte“ in einer Szene die böse Königin nicht nur wegen Schneewittchens Schönheit, sondern auch über den Jäger, der ewig nicht auf der Spielfläche erscheinen wollte. Die Darstellerin des Jägers hatte sich nämlich beim schnellen Kostümwechsel in ihrer Uniform verheddert, weil sie kurz zuvor noch einen Zwerg spielen musste, und wollte sich erst einmal ordentlich ankleiden. Ernst dreinschauen ging dann allerdings gar nicht mehr, der Reflex, über das Missgeschick zu lachen, war eben doch stärker.

„Sehr gut!“, war nach der Vorstellung das einstimmige Urteil der Zuschauer auf die Frage, wie es denn gefallen habe. Bereits jetzt gibt es Planungen für das nächste Jahr. Dann wird „Rapunzel“ auf dem Programm stehen. Nächste Höhepunkte sind allerdings die diesjährigen Weihnachtsfeiern für die Bewohner und deren Angehörige am 18. und 19. Dezember. Dann hat sich auch der Weihnachtsmann angekündigt.

„Zauberpeter“ freut sich auf den „Weihnachtszauber“ in Forst

Es gibt Zeitungsrubriken, die beginnen mit: „Was macht eigentlich…?“. Meist wird dann an Menschen erinnert, die man schon lange tot glaubte oder die zu Recht in Vergessenheit geraten sind. Und es gibt Personen, da genügt ein Stichwort, um zu wissen, wer gemeint ist: Franz Beckenbauer bleibt für alle Zeit der „Kaiser“, „Poldi und Schweini“ kennen selbst Fußball-Verächter.

Zauberpeter“ ist auch so ein Synonym. Der 1943 in Forst (Lausitz) geborene Peter Lehmann verzaubert über Generationen hinweg zunächst das ostdeutsche Publikum, promoviert zwischendurch im Fach Physikalische Chemie und startet noch zu DDR-Zeiten als Dr. Peter Kersten eine Weltkarriere. „The Magic Doctor“ tritt u.a. vor der Tochter des amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter auf. Auch der spanische König Juan Carlos bucht den Künstler für eine Privatvorstellung.

Zauberpeter , der zaubernde Moderator Dr. Peter Kersten zaubert auf Schloss Kuckuckstein
Foto: Dirk Sukow

Im DDR-Fernsehen erreichen seine Sendungen „Kunterbunt“ und „Zauber auf Schloss Kuckuckstein“ Kultstatus.

Die Gastspiele rund um den Erdball hinterlassen bei dem Weltenbummler Sehnsüchte, die er sich nach dem Ende der DDR erfüllt. Mit einer Filmkamera bewaffnet reist Dr. Peter Kersten um die Welt und dreht Reisereportagen für die MDR-Sendung „Windrose“. Auf der indonesischen Insel Sumba wird er heimisch und betreibt zudem mit seiner Frau ein Ferien-Ressort-Hotel.

Als die „Windrose“ 2012 eingestellt wird, schlägt der „Zauberpeter“ ein neues Kapitel seiner langen Karriere auf. Er verbindet das, was er am besten kann: zaubern und von seinen Fernreisen berichten. Für seine „Magische Weltreise“ bedient er sich aus seinem Fundus von rund 150 Filmen aus aller Welt, die er in seine Zauber-Show einbettet. Mit diesem Programm tourt er seitdem durch die Lande, stand damit auch mehrmals in seiner alten Heimat auf der Bühne.

Für die besinnliche Jahreszeit hat sich Dr. Peter Kersten nun etwas Neues ausgedacht – „Weihnachtszauber International“, so der Titel, mit dem er am 30. November und am 1. Dezember im Forster Pavillon „Genuss & Kunst“ zu erleben ist. „Das Programm gibt mir die Möglichkeit, mal etwas mehr über meine Arbeit mit der Kamera zu berichten. Die kleinen Filme, die rund um den Globus entstanden sind, werden mit kleinen Geschichten am Rande und entsprechendem neuen Fotomaterial ergänzt.“, verrät der Künstler, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass dies kein reiner Filmabend wird. Gezaubert wird natürlich auch.

Im Mittelpunkt des Programms steht die Frage: Wie wird auf anderen Kontinenten Weihnachten gefeiert? Während seiner vielen Reisen hat Peter Kersten jedes Jahr woanders Weihnachten gefeiert und dadurch die Traditionen der Einheimischen kennengelernt. So gibt es auf der Karibik-Insel St. Eustatius eine Weihnachtsparade bei karibischer Musik. In Australien besuchte Peter Kersten Opalsucher im Outback, war in Brasilien bei einem Indianerstamm im Amazonas-Dschungel und tauchte vor der Südsee-Insel Vanuatu im Meer in alten Schiffs-Wracks.

Sich zur Ruhe zu setzen kommt für den 75jährigen nicht in Frage. Zwar ist seine Medienpräsenz nicht mehr so groß wie zu früheren Zeiten, doch in Vergessenheit geraten ist Peter Kersten deshalb noch nicht. „Was macht eigentlich…?“ lässt sich schnell beantworten: Regelmäßig zweimal im Jahr tourt der „Zauberpeter“ durch die Republik. Dazu hat er seinen Lebensmittelpunkt größtenteils nach Coswig bei Dresden verlegt. Kürzlich zauberte er auch wieder auf Schloss Kuckuckstein. „Die 3 Veranstaltungen an alter Wirkungsstätte waren binnen kurzer Zeit restlos ausverkauft“, freut sich Peter Kersten über die jahrzehntelange Treue seiner Fans. Auch in Forst fühlt er sich jederzeit willkommen. „Viele der meist älteren Besucher erinnern sich noch gut an die Fleischerei meines Vaters.“, weiß er aus Gesprächen während seiner bisherigen Gastspiele in Forst. Peter Kersten freut sich darauf, wieder einmal in seiner Heimat aufzutreten. Schließlich begann hier seine erfolgreiche Karriere. Und wer weiß – vielleicht zaubert er ja so kurz vor der Weihnachtszeit noch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk für die Gäste aus seinem Zylinder.

Während die Veranstaltung am Sonnabend bereits ausgebucht ist, gibt es für den Freitag noch vereinzelte Restkarten (Beginn 19:00 Uhr).

Kontakt für Buchungsanfragen: docpeterkersten@googlemail.com

(c) Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Dr. Peter Kersten

Der „Floh vom Fichtelberg“ landete in Forst

Zur 24. Ausgabe seiner beliebten Reihe „Talk im Pavillon“ konnte Moderator Lutz Hoff am vergangenen Freitag den mehrfachen Olympiasieger und Weltmeister Jens Weißflog begrüßen. Und weil die Kartennachfrage so groß war, gab es jeweils eine Gesprächsrunde am Nachmittag und am Abend.

Noch immer schlank und rank wie zu seinen besten Wettkampfzeiten und gut gelaunt plauderte Jens Weißflog über seine Anfänge als Skispringer, über Siege und bittere Niederlagen und kleine Anekdoten aus seinem Leben. So habe er nach seinem Karriereende kaum abtrainieren müssen: „Immer, wenn mein Körper nach Belastung gerufen hat, bin ich im Winter vor das Haus gegangen und habe Schnee geschippt!“.

Schon als 6jähriger unternahm der in Plöha im Erzgebirge aufgewachsene Steppke seine ersten Sprungversuche, damals auf einer 20-Meter-Schanze. Sein Talent und seine körperlichen Voraussetzungen zeigten recht schnell, wohin der Weg gehen sollte. „Ich wäre angesichts meiner Größe ein schlechter Basketballer geworden“, scherzte Jens Weißflog. Seine Trainer wollten eigentlich aus ihm einen Nordischen Kombinierer machen, doch dem kleinen Jens war das Ski-Laufen zu anstrengend.

Mit 15 Jahren durfte er erstmals bei der DDR-Nationalmannschaft mittrainieren, mit 16 nahm er zum ersten Mal an der Vierschanzentournee teil. Es wurden junge Sportler benötigt, denn die „alten Hasen“ wurden bei den Olympischen Winterspielen 1980 „nur“ Zweite, was den DDR-Sportfunktionären gar nicht passte.

Überhaupt hatte Jens Weißflog so seine Erfahrungen mit der DDR-Sportführung in Person von Manfred Ewald gemacht. Nach seinem ersten Olympiasieg 1984 in Sarajevo durfte Jens Weißflog sehr medienwirksam gemeinsam mit Katarina Witt bei der Rückkehr der Olympiamannschaft als Erster wieder deutschen Boden betreten. Vier Jahre später, nach verkorksten Olympiawettkämpfen mit mittelmäßigen Platzierungen, musste Jens Weißflog erfahren, dass frühere Erfolge nichts Wert sein können. Während Kati Witt wieder als Erste aus dem Flugzeug stieg, kam Jens Weißflog kaum beachtet als Letzter. „Niederlagen machen die Erfolge wertvoller!“, resümiert Weißflog im Nachhinein.

Mit der politischen Wende in der DDR stand der DDR-Sport plötzlich vor der Frage, wie es denn nun weiterginge. Während der Osten hochkomplex strukturiert war, war der Westen nur mittelmäßig erfolgreich. Weißflog musste sich neu organisieren. Dabei halfen ihm sein Name und seine bisherigen Erfolge. Franz Thoma, der Vater von Weißflogs damaligem westdeutschen Konkurrenten Dieter Thoma, vermittelte ihm einen gut dotierten Sponsorenvertrag. „Auf dem Pissoir im Hotel ‚Adler‘ in Hinterzarten stand Franz Thoma plötzlich neben mir und überraschte mich mit der Nachricht.“, amüsiert sich Jens Weißflog noch heute über die Begebenheit.

Die nächste Herausforderung sollte nicht lange auf sich warten lassen. Der V-Sprungstil setzte sich zunehmend durch. Weißflog, der einer der stilistisch besten Parallelspringer war, sprang plötzlich nur noch hinterher. Wollte er weiter in der Weltspitze mitspringen, musste auch er sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Doch es funktionierte zunächst nicht. Das „V“ war immer nur ein halbes „V“, der linke Ski ließ sich einfach nicht nach außen stellen. „Eine reine Kopf-Frage“, wie Jens Weißflog verrät. Erst ein Zufall brachte ihn zurück in die Erfolgsspur. Bei Trainingssprüngen auf der Oberhofer Schanze am Kanzlersgrund sorgte die tief stehende, untergehende Abendsonne für kurze Zeit für den Effekt, dass die Springer während des Fluges ihren eigenen Schatten auf dem Sprunghügel sahen. So konnte Jens Weißflog noch in der Luft seine Haltung anhand seines Schattenbildes korrigieren.

Nach wiedermal erfolglosen Weltmeisterschaften 1993 bezeichnete die BILD-Zeitung die einst so erfolgreichen deutschen „Adler“ nur noch als „Brathühner“ – ein Vergleich, der weh tat. Weißflog wechselte das Material, probierte eine bis dahin völlig neue Ski-Bindung aus. „Ich hatte plötzlich ein komplett neues Fluggefühl, war fast unschlagbar und nahm den damals überragend springenden Österreichern mehrere Meter ab.“ Den Lohn gab es 1994, als Jens Weißflog erneut Olympiasieger, diesmal im V-Stil, wurde. Da machte sich Genugtuung breit gegenüber allen Kritikern, die ihn bereits abgeschrieben oder als „Brathuhn“ bezeichnet hatten.

Nach seinem Karriereende eröffnete Weißflog in Oberwiesenthal 1996 ein Hotel. Immer wieder kämen Touristen, die sich an den Fenstern die Nase platt drücken, sich allerdings angesichts des berühmten Namens nicht ins Haus trauen. Umso erstaunter sind die Besucher dann, wenn der Hausherr die Türen öffnet und die Gäste freundlich hineinbittet. Mit seiner Berühmtheit hat der „Floh vom Fichtelberg“, wie er zu seiner aktiven Zeit immer betitelt wurde, ohnehin keine Probleme. „Man muss dankbar sein, dass man 22 Jahre nach dem Karriereende immer noch in so guter Erinnerung bei den Menschen ist!“

Auch für Diana Sonntag, der Inhaberin des Pavillon „Genuss & Kunst“, in dem die Gespräche regelmäßig stattfinden, hat der Publikumsliebling lobende Worte parat: „Andere bieten nur Schnitzel an, Diana bietet Schnitzel mit Unterhaltung!“

Die Zuhörer im ausverkauften Pavillon lauschten aufmerksam den vielen kleinen Episoden, die Lutz Hoff seinem Gegenüber entlocken konnte. Noch mehr Geschichte(n) zu Jens Weißflog gibt es in einem gleichlautenden Buch, welches bei der anschließenden Autogrammstunde käuflich erworben werden konnte und von Jens Weißflog Gast signiert wurde.

Berliner „Tatort“-Kommissar singt mit Forster Publikum

Der Schauspieler Ernst-Georg Schwill war zu Gast im Pavillon „Genuß und Kunst“ und stand beim „Talk im Pavillon“ Moderator Lutz Hoff Rede und Antwort. Einen ausführlichen Bericht von der Veranstaltung gibt es auf meinem Filmblog.

Moderator Lutz Hoff (links) und Ernst-Georg Schwill

Hohe Ehrung für Diana Sonntag

Im Restaurant „Rosenflair“ fand am 12. Oktober 2018 die Festveranstaltung zum 73. Geburtstag der Volkssolidarität Region Forst statt. Zu den Ehrengästen gehörte neben dem Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, u.a. der Landrat des Landkreises Spree-Neiße Harald Altekrüger und die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek.

Ines Rauer, Geschäftsführerin der Volkssolidarität Spree-Neiße e.V., würdigte in ihrer kurzen Begrüßungsrede das Engagement der vielen ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Volkssolidarität. Von den 360 Mitgliedern der Forster Ortsgruppen sind 42 Männer und Frauen im Ehrenamt bei der Sozialberatung oder der Nachbarschaftshilfe tätig. Meist hilft bei Problemen oft auch nur ein offenes Ohr. „Wir haben leider viel zu wenig fachlich geschultes Personal, deshalb appelliere an die anwesenden Politiker, sich für eine Verbesserung der Situation stark zu machen!“, sagte Ines Rauer.

Dr. Dietmar Woidke würdigte in seinem Grußwort die Arbeit der Volkssolidarität und deren Mitglieder: „Sie leisten eine wichtige Arbeit für die Gesellschaft. Der Grundgedanke der Volkssolidarität, einander zu helfen und beizustehen, ist heutzutage wichtiger als jemals zuvor!“.

Nach Kaffee und Kuchen und musikalischer Umrahmung durch Sängerin Doris Andreas wurden verdienstvolle Mitglieder ausgezeichnet. Den „Ehrenpreis der Volkssolidarität“ überreichte Dr. Dietmar Woidke in Vertretung des Bundespräsidenten der Volkssolidarität an Diana Sonntag vom Pavillon „Genuß und Kunst“ in Forst (Lausitz).

Dr. Dietmar Woidke, Diana Sonntag, Ines Rauer

In der Begründung zur Ehrung wird die Unterstützung der Verbandsarbeit durch die Inhaberin des Pavillons und deren Mitarbeitern gewürdigt. Seit 2015 ist der Pavillon „Genuß und Kunst“ monatlicher Treffpunkt der Ortsgruppen. Neben der Geselligkeit wird den Teilnehmern ein gefühltes Zuhause vermittelt. Diana Sonntag, selbst Mitglied der Volkssolidarität, bietet in ihrem Haus ein breit gefächertes Veranstaltungsspektrum mit Lesungen, Konzerten und der Präsentation hochrangiger Künstler und sorgt dafür, „dass Kunst und Geselligkeit eine nicht zu unterschätzende Rolle im Leben unserer Mitglieder spielt“.

Diana Sonntag bedankte sich mit rührenden Worten für die hohe Auszeichnung. „Ich wundere mich nur, dass ich für etwas ausgezeichnet werde, was ich für etwas völlig Selbstverständliches halte. Man hat mir früh beigebracht, Respekt vor dem Alter zu zeigen.“ Gern wolle sie mithelfen, diesen Respekt auch anderen Menschen aus ihrer Generation zu vermitteln. Es freue sie auch, diese Ehrung nicht wie ursprünglich beabsichtigt in Berlin, sondern in einem dem Anlass angemessenen Rahmen in Anwesenheit vertrauter Menschen erhalten zu haben. „Hier kenne ich die Leute und sie kennen mich. Ich fühle mich in vertrauter Umgebung einfach wohler.“

Forster Fotograf entdeckt die Muster in der Landschaft

Der Forster Fotograf und Videofilmer Frank Junge präsentiert derzeit im Forster Kreishaus eine kleine Ausstellung mit ungewöhnlichen Panoramafotos von Forst und der näheren Umgebung. So zeigen die 12 großformatigen Aufnahmen im Format 50 x150 cm bzw. 30 x 90 cm die Forster Stadtkirche, das Forster Freibad oder den Kegeldamm mit dem Seufzersteg aus der Vogelperspektive. Auch Luftbildaufnahmen aus Grießen und Brody/Pförten sind in der Ausstellung vertreten.

Das Bemerkenswerte an den Aufnahmen ist die Perspektive, denn mit einer Flugdrohne wurden mehrere Einzelaufnahmen gemacht, die dann mittels spezieller Software zu Panoramabildern zusammengefügt wurden. 3 bis 4 solcher Einzelfotos verknüpfen sich später zu einem einzigen Bild. Dem Betrachter geben sich dadurch ungewöhnliche Perspektiven preis. „Den Blick wie auf den Fotos haben sonst nur Hubschrauberpiloten, die in geringer Höhe fliegen. Aus Flugzeugen betrachtet sind solche Ansichten auf Grund der Höhe nicht möglich.“, verrät Frank Junge.

Wer als Betrachter vor den riesigen Fotos steht, geht unweigerlich auf die Suche nach markanten Punkten in der Landschaft oder staunt über ungewöhnliche Strukturen auf Plätzen, die sich meist erst aus der Luft erschließen. Oder wussten Sie, welches Muster sich beim Blick in den Rosenkreisel ergibt?

Frank Junge kennt aus eigener Erfahrung die Sichtverhältnisse aus der Luft. Als ehemaliger Militärflieger der NVA hatte er zu DDR-Zeiten eine privilegierte Aussicht von oben auf den nicht mehr existierenden Staat. Seit etwa 3 Jahren nun widmet er sich der Luftbildfotografie und -filmerei. Mehrere Filme sind bereits entstanden, so unter anderem der Film „Forst von oben“ oder Einspielfilme für den Forster Geschichtsstammtisch. Auch für den Dokumentarfilm über die „Schwarze Jule“ lieferte Frank Junge Luftbildaufnahmen des Stadtbahnhofes oder der ehemaligen Streckenführung.

Frank Junge steuert dabei seine Drohne in Höhen bis maximal 100 Meter, alles was höher hinaus geht bedarf einer besonderen Genehmigung der zuständigen Luftfahrtbehörden.

Für die nahe Zukunft hat Frank Junge schon neue Ideen im Hinterkopf, zu welchen markanten Landschaftspunkten er seine Drohne wieder in die Lüfte aufsteigen lässt. „Die schönsten Aufnahmen ergeben sich dabei bei Sonnenauf oder -untergang in der sogenannten Goldenen Stunde“, verrät der Experte. Dann fällt das Sonnenlicht in einem spitzen Winkel ein und sorgt für ein weiches und warmes Licht.

Noch bis zum 26. Oktober ist die Ausstellung mit Aufnahmen aus den Jahren 2017 und 2018 im Kreishaus des Landratsamtes zu sehen. Bei Gefallen können die ausgestellten Panoramabilder auch käuflich erworben werden.

Viele Pferdestärken im und außerhalb des Reit-Parcours

Der Wettergott muss ein Reitsportfan sein! Anders ist es nicht zu erklären, dass beim 11. Forster Sattelfest im hiesigen Rad- und Reitstadion beste äußere Bedingungen herrschten, die es den zahlreich angereisten Teilnehmern aus Nah und Fern erlaubten, höchste sportliche Leistungen abzuliefern. Die Organisatoren des veranstaltenden PSV 1893 Forst mit Hagen Ridzkowski als Turnierleiter des höchstdotierten Freilandturniers in den ostdeutschen Bundesländern taten ihr Übriges, um Reitern, Rennfahrern, Betreuern und Zuschauern den Aufenthalt im Stadion so angenehm wie möglich zu gestalten.

15 Springprüfungen unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrades und der traditionelle Herbstpreis der Steher standen auf dem Programm. Auch das Rahmenprogramm abseits des Wettkampf-Parcours konnte sich sehen lassen.

Für die Voltigiergruppe der SG Bademeusel war der Samstag besonders aufregend. Sieben Mädchen und ein Junge aus der Nachwuchsgruppe präsentierten während einer Umbaupause im Stadion, was sie in den letzten Wochen einstudiert hatten. Auf dem Rücken von „Wirbelwind“, der 17jährigen Hannoveraner Stute von Besitzerin und Longenführerin Beate Rösler, balancierten Emma, Ronja und die anderen gekonnt zum Rhythmus aus den Lautsprechern. Die jüngste im Team ist Elaine, vor wenigen Tagen 6 Jahre alt geworden und zum ersten Mal beim Sattelfest dabei. Auch Fritzi aus Neuzelle hatte zum ersten Mal einen Auftritt vor solch großem Publikum. „Es war schön und hat alles geklappt, wie wir das geübt hatten. Nur ‚Wirbelwind‘ stockte einmal“, sagte die Achtjährige nach dem Auftritt.

Ronja (11 Jahre) kennt das Sattelfest schon aus den Vorjahren. Sie ist bereits zum 4 Mal dabei. Auch für sie ist es immer noch etwas Besonderes, vor so vielen Leuten aufzutreten.

Als Dankeschön und Belohnung für ihren Auftritt gab es für die jungen Reiter aus den Händen der Forster Rosenkönigin Stephanie II. die begehrten Schleifen und eine Tüte Gummibärchen. „Die Schleifen sind für die Kinder etwas Besonderes.“, verrät Ines Horschigk, Trainerin der beiden Voltigiergruppen in Groß Bademeusel. Für Fritzi war es bereits die 63. Schleife, die sie bei den unterschiedlichsten Reitveranstaltungen errungen hat. Auch Ronja hat schon mehr als 20 Schleifen in ihrer Sammlung.

Der Großteil der Gruppe kommt aus Forst und trainiert einmal in der Woche unter der Anleitung von Ines Horschig auf dem Reiterhof von Beate Rösler. Durch Mundpropaganda sind auch Kinder aus weiter entfernten Orten wie Gablenz bei Weißwasser oder eben Neuzelle zur Trainingsgruppe gestoßen. Neben der Nachwuchsgruppe gibt es noch eine Leistungsgruppe, die regelmäßig an Wettkämpfen teilnimmt.

Dass die Voltigiergruppe ziemlich am Ende der Pferdeboxen Quartier bezogen hat, stört die Gruppe nicht: “Das ist ganz praktisch, da müssen die Kinder nicht so sehr auf die großen Reiter achten, die über den Platz zum Stadion reiten!“, erklärt Ines Horschig.

Denn hier im Reiterlager herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Sportler reiten mit ihren Pferden zum Wettkampf-Parcours oder kommen gerade vom Abreiteplatz, wo sich die Pferde nach ihrer Springprüfung auslaufen können. In den vielen langen Pferdeboxen auf dem weitläufigen Gelände werden die Tiere für den nächsten Ritt vorbereitet oder nach dem Wettkampf gestriegelt. Viele Reiter sind mit speziellen LKWs, in denen ihre Wettkampf-Pferde untergebracht sind, angereist. Wie in einer Wagenburg aufgereiht stehen die Trucks auf dem Fußballfeld des SV Süden, der für das Sattelfest seinen Sportplatz zur Verfügung gestellt hat. Auf Videowänden im Reiterlager können die Reiter die Ergebnisse ihrer Konkurrenten verfolgen.

Doch Pferdestärken konnte man nicht nur im Rad-Oval bewundern, sondern auch auf dem Vorplatz unterhalb der Südkurve. Hier stehen an diesem Samstag 10 historische LKWs und laden die Liebhaber größerer Pferdestärken zum Schwärmen und Fachsimpeln ein. „Die Autos gehören meist regionalen Unternehmern“, sagt Jürgen Beinio, Verkaufsleiter im Autohaus Cottbus. Alle zwei Jahre trifft man sich zu einer Ausfahrt, die von der Cottbuser Mercedes-Niederlassung organisiert wird. In diesem Jahr führte die Tour von Lübben über Guben nach Forst. Das älteste Fahrzeug war ein Mercedes-Lieferfahrzeug aus der Zeit Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Mit der knallroten Lackierung, auf der die Werbung eines großen Lausitzer Bäckereiunternehmens prangt, fällt es sofort ins Auge. Neben mehreren Mercedes-Oldtimern präsentieren sich auch aufpolierte H6-Fahrzeuge aus Werdauer Produktion, ein W-50 und ein Volvo und bieten jedes für sich dem Betrachter einen optischen Leckerbissen.

Es gibt viel zu entdecken abseits des Reit-Parcours. Doch im Mittelpunkt des Interesses stehen natürlich der Pferdesport sowie das Steherrennen. Und wenn man den Wettergott als Verbündeten hat, lohnt sich das Dabeisein umso mehr.

Ein freischaffender Rentner in Forst

„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, dachten sich Diana Sonntag, Inhaberin des Pavillon „Genuss & Kunst“ sowie Moderator Lutz Hoff, als sie für ihre populäre Reihe „Talk im Pavillon“ den beliebten Schauspieler Jaecki Schwarz erneut einluden. Ursprünglich war seine Gesprächsrunde schon Mitte Februar geplant, doch damals musste Jaecki Schwarz krankheitsbedingt passen. Sein Freund und Schauspielkollege Wolfgang Winkler sprang kurzfristig für ihn ein.

Diesmal klappte es nun, auch wenn Diana Sonntag gleich am ersten der zwei Gesprächs-Nachmittage als Krankenschwester aushelfen mußte. Eine Wespe hatte in der Pause in des Schauspielers Finger gestochen. Dank vieler gleichlautender Tipps der Besucher („Zwiebel drauf!“) konnte die Veranstaltung mit zwischenzeitlichen „Behandlungspausen“, die alle Seiten mit viel Humor nahmen, zu einem glücklichen Ende geführt werden.

An den zwei Nachmittagen stand also diesmal „Polizeiruf“-Kommissar Schmücke Rede und Antwort und gab Auskunft über sein langes Schauspielerleben. In Ostdeutschland gehört der Berliner mit seiner herzlichen Art längst zu den Publikumslieblingen. „Letztens hat mich einer auf der Straße erkannt und gesagt, er hätte im Fernsehen gesehen, wie ich wieder was verhökert hätte“, amüsierte sich Jaecki Schwarz. Gemeint war seine Rolle als „Sputnik“ in der ZDF-Krimiserie „Ein starkes Team“. Schwarz spielt darin einen ehemaligen Volkspolizisten, der nach der Wende nicht in den bundesdeutschen Polizeidienst übernommen wurde und sich nun mit den irrwitzigsten Jobs über Wasser hält und überall das große Geschäft wittert. „Die witzigen Dialoge zwischen Florian Martens, der in der Serie den Otto spielt, und mir entstehen meist in den Drehpausen, weil wir viel Spaß miteinander haben“, erinnert sich Jaecki Schwarz und gab gleich mal ein paar Beispiele zum Besten. Auch von Maja Maranow, die viele Jahre in der Serie mitspielte und vor einiger Zeit verstorben ist, schwärmt Schwarz immer noch: “Ich dachte anfangs, die kommt auch aus dem Osten, weil sie so ein dufter Kumpel war“.

Angefangen hat die Schauspielkarriere des heute 72jährigen bereits während der Schulzeit. Dort gründete er mit anderen Schülern eine Laienspielgruppe. Später studierte er an der Filmhochschule in Babelsberg. Im zweiten Studienjahr wurde er von Konrad Wolf für den Film „Ich war neunzehn“ entdeckt und schaffte gleich mit seiner ersten großen Filmrolle den Durchbruch. „Das Museum of Modern Art in New York hat diesen Film zu den 100 wichtigsten Filmen der Filmgeschichte gekürt!“, sagt Jaecki Schwarz voller Stolz. Das Erfolgsgeheimnis dieses Films sei dessen Schnörkelosigkeit, „Der Film ist ehrlich gemacht, ohne zu heroisieren.“

Nach dem Studium ging Jaecki Schwarz 1974 ans „Berliner Ensemble“, wo er bis 1997 festes Ensemblemitglied war. „Eigentlich wollte ich ans Deutsche Theater, aber das BE durfte regelmäßig im Westen auftreten.“ Den Gedanken, einfach „Drüben“ zu bleiben, hatte Jaecki Schwarz nie. Er habe bei den Tourneen recht schnell erkannt, dass der Westen doch nicht so goldig war wie er immer angepriesen wurde. Einen Kulturschock habe er jedenfalls nicht bekommen.

Nach Unzufriedenheit mit den damaligen Verhältnissen und der Intendanz am „Berliner Ensemble“ kündigte Schwarz 1997 und war fortan freiberuflich als Künstler unterwegs. Zu seinem großen Glück begann 1996 fast zeitgleich seine Karriere als Hauptkommissar Schmücke in den „Polizeiruf 110“-Folgen, die ihn gesamtdeutsch bekannt machte. 17 Jahre lang, in 50 Folgen, ermittelten er und Wolfgang Winkler gemeinsam. „Wir waren nicht die Kommissare, die ballernd hinter den Ganoven her rannten. Dafür hatten wir unsere junge Kollegin.“ Das Aus für die beiden Herberts (so die Rollennamen) bahnte sich an, „als wir vom MDR zu einem Essen eingeladen wurden. Wir ahnten was kommt und sind trotzdem zum Essen gefahren.“

Groll hegt Jaecki Schwarz keinen. Dafür sei er viel zu sehr ein Gemütsmensch. Er bezeichnet sich mittlerweile als „freischaffenden Rentner“ und sieht sich lieber die Welt an. Mit Franziska Troegner geht er hin und wieder auf Lesereise oder erinnert sich in Gesprächsrunden wie in Forst an lustige Anekdoten aus seinem langen Berufsleben. Etwa die von den Dreharbeiten in Babelsberg zu „Lotte in Weimar“ mit Weltstar Lilli Palmer. „Für Frau Palmer baute man extra auf dem Gelände einen Verschlag mit Campingklo, damit sie nicht jedesmal nach Westberlin fahren mußte, wenn sie mal mußte. Wir anderen Schauspieler haben uns mit siffigen Kabinen zufrieden gegeben, da saß bestimmt schon Hans Albers drin.“

Es ist diese Art von Humor, die beim Publikum ankommt. Jaecki Schwarz mischt sich bei den Filmeinspielern unters Publikum; sorgt sich, ob auch alle in den hinteren Reihen was sehen und witzelt in der anschließenden Autogrammstunde mit den Gästen. Er nimmt sich selber nicht so wichtig, erinnert immer wieder an seine ostdeutsche Herkunft, macht sich über (West-)Kollegen lustig, die meinen, etwas Besseres zu sein.

Und wer weiß, vielleicht zieht es ihn auch irgendwann mal wieder nach Forst. Nimmt man bei der Ansage das Kopfnicken im Saal als Zustimmung, hätten die Forster sicherlich nichts dagegen einzuwenden. Und Geschichten und Anekdoten gibt es ganz bestimmt auch noch genügend zu erzählen.

Neue Einblicke im Rosengarten

Der Rosengartensonntag im Monat Juli vermittelte den rund 20 Teilnehmern völlig neue An-, Ein- und Durchsichten des Ostdeutschen Rosengartens. Die Veranstaltungsreihe war diesmal zweigeteilt und begann mit einem Foto-Rundgang durch den Park.

Wie kann man am besten Stimmungen einfangen? Wie entstehen ausdrucksstarke Fotos? Wie wirken die Aufnahmen lebendiger? Antwort auf diese und weitere Fragen konnte der Cottbuser Berufsfotograf Raphael Kellner an verschiedenen Stationen im Ostdeutschen Rosengarten geben. Schon der Treffpunkt am historischen Eingang zum Park bot die erste Möglichkeit, sich foto- künstlerisch auszuprobieren. Die lange Hauptachse vom Eingang in Richtung Wasserspiele war für ihn das beste Beispiel. „Nehmen Sie die Wegebegrenzungen als Hilfslinien! Und wechseln Sie ruhig mal den Standort hin zu einer Seite. Dann wirkt das Bild nicht mehr so langweilig!“, erklärt der Profi. Sofort werden die Kameras gezückt und das eben Gehörte ausprobiert. Von der teuren Marken-Spiegelreflexkamera über kleine Digitalkameras bis hin zu Handys mit Kamerafunktion ist an diesem Sonntagvormittag alles vertreten.

Annette Schild vom Stadtmarketing Forst gibt die Richtung vor. Sie kennt den Rosengarten wie ihre Westentasche und weiß, wo die interessantesten Motive warten. Da auch einige Teilnehmer zum ersten Mal im Forster Rosengarten sind, gibt sie gleich noch eine Parkführung und verrät das eine oder andere Geheimnis. So ist die berühmte „Grüne Rose“ unweit des Haupteingangs eher als „Betriebsunfall“ zu werten. „Als Fotomotiv hat die Grüne Rose überhaupt keinen Reiz!“, stellt ein Besucher angesichts der unscheinbaren Blüten fest.

Am Kaskadenbrunnen angekommen, erklärt Raphael Kellner, wie man Wasserspiegelungen ins Bild einbauen kann. Nur wenige Schritte entfernt, auf der Dammkronen-Allee, kommt sein nächster Tipp: “Fotografieren Sie ruhig mal von unten nach oben in die Baumkrone hinein. Sie werden ungewöhnliche Motive finden!“, verspricht er.

Die Wasserspiele sind bei Touristen ein beliebtes Fotomotiv. Doch der Foto-Profi hat noch ein besseres im Angebot. Unweit der Wasserspiele steht eine Skulptur mit zwei Tauben, die mit ihren Körpern einen Ring formen. In der Verlängerung steht im Teschendorff-Garten der Sockel mit einer steinernen Vase. „Haben Sie den Mut zum Perspektivwechsel und probieren Sie mal ungewöhnliche Aufnahmen!“, macht Raphael Kellner den Gästen Mut. Wenn man nämlich den Ring, den die beiden Tauben bilden, sich als „Bilderahmen“ denkt und dort hindurch fotografiert, kommt die Vase ganz anders zur Geltung.

Egal, ob am Bärchenbrunnen, hinter der Schillerbühne oder im Pergolenhof – neben den touristischen Informationen von Annette Schild gibt es auch die passenden Hinweise, wie man das jeweilige Objekt perfekt ins Bild setzen kann.

Nach gut zwei Stunden ist der erste Teil des Rosengartensonntags beendet. „Mit der Resonanz bin ich angesichts der hohen Temperaturen sehr zufrieden. Ich habe mit weniger Teilnehmern gerechnet.“, resümiert Annette Schild. Auch die Hobby-Fotografen sind angesichts vieler neuer Erkenntnisse in Sachen „Perfektes Bild“ rundum zufrieden. Einige drehen noch eine Extrarunde durch den Park auf der Suche nach neuen Motiven.

Dazu könnten auch die vier Tänzerinnen und Tänzer der „Tanzkompanie golde g.“ aus Cottbus gehören. Sie bereichern mit ihrer Tanzperformance den zweiten Teil des Tages, der unter dem Motto „Choreografische Bilder im Rosenparadies“ steht.

Im Neuheitenteil des Parks beginnen die Künstler zur Musik des ungarischen Jazzmusikers Ferenc Snitberger mit ihrer Choreografie. Am Kaskadenbrunnen wechseln sich Sprünge, Hebefiguren und Pirouetten mit langsamen und schnelleren Schrittelementen ab. Bereit gehaltene Rosen werden im Publikum verteilt. 30 Minuten lang (in der prallen Sonne) wird der Kaskadenbrunnen zum Spielrequisit.

Nach einer kurzen Pause wechseln die Tänzerinnen und Tänzer zu den Wasserspielen und zeigen den dortigen Café-Besuchern ein leicht geändertes Programm. Daß Tanz auch Improvisation bedeuten kann, bewies die Tänzerin Anna Fingerhuth. Das Wasserbecken mit der großen Fontäne ist allerdings angesichts der äußeren Temperaturen auch zu verlockend: Zur Überraschung ihrer Tanzpartner lässt sie sich ins Wasser fallen und setzt von dort aus ihre Choreografie fort.

Der Mut hat sich jedenfalls gelohnt, wie der Applaus der Cafè-Besucher am Ende der Vorstellung bewies.

Der nächste Rosengartensonntag findet am 26. August statt. Dann stehen „MÄRCHEN, MYTHEN & HARFENKLÄNGE sowie „SIEBENSCHÖN & ROSENROT“ im Mittelpunkt.

Fundstück des Tages

gefunden auf der LR-Sportseite am 25. Juli 2018:

Der Ärmste! Das brennt doch bestimmt ganz schön in den Augen, wenn man diese mit Tränengas reinigt. Na ja, wenigstens die Dame links hat ihren Spaß!

Ich empfehle übrigens zur Augenreinigung klares Wasser, das ist verträglicher….